Ab Montag, 6. März, wird sich in der Generalkurie unter Vorsitz von P. General Saverio wieder das Definitorium zu seinen Vollversammlungen treffen, wie es das alle drei Monate tut.

Neben den üblichen Tagesordnungspunkten, wie Information über die durchgeführten Visitationsreisen, die wirtschaftliche Lage des Ordens usw., geht es dies Mal auch um die Vorbereitung des Außerordentlichen Definitoriums, das im kommenden September stattfinden wird. Über das endgültige Datum, den Ort und die Tagesordnung wird zu gegebener Zeit informiert werden. Wie gehabt, wird am Ende der Versammlung wieder ein Brief an den Orden gehen, der an die Brüder, Schwestern und Mitglieder des OCDS gerichtet ist. Wir sind aufgerufen, P. General und unsere Mitbrüder im Definitorium bei ihren Arbeiten im Gebet zu begleiten.

Seit mehr als einem Jahr gibt es in der Region Kananga (Demokratische Republik Kongo) Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern des Mehrheitsstammes und der Zentralregierung von Kinshasa, in deren Verlauf der örtliche Leader Kamuina Nsapu ums Leben gekommen ist. Nachdem seine Milizen zu Rebellen erklärt worden sind, wachsen trotz der verstärkten Präsenz des kongolesischen Heeres die Probleme, die auch die Zivilbevölkerung betreffen.

Insbesondere haben sie die katholische Kirche zum Ziel ihres Zornes auserkoren, da sie sich als Vermittlerin zur Erreichung des Friedens angeboten hat, während die Rebellen das als Unterstützung für die Regierung angesehen haben.

So haben sie am vergangenen Samstag das Christ-König-Seminar geplündert und drangen auch ins Kloster unserer Schwestern in Malole ein, die glücklicherweise keinen Schaden nahen.

Um jedoch größere Übel zu verhindern, hat der Nuntius im Kongo verfügt, dass die Schwestern ins Exerzitienhaus Tabor in der Stadtmitte umziehen sollen, wo sie sicherer sind in der Hoffnung, bald wieder in ihr Kloster zurückkehren zu können.

Begleiten wir unsere Schwestern und das ganze kongolesische Volk mit unseren Gebeten.

Auf der Internetseite des Teresianum in Rom ist es möglich, alle Artikel der Zeitschrift Teresianum seit der Gründung 1947 abzurufen (http://www.teresianum.net/rivista/information). Der Suchmotor am Ende der Seite verweist auf die Einträge der Artikel im neuen Bibliothekskatalog, wo die gescannten Artikel unter „attiva il link“ abrufbar sind. Ein Suchbeispiel gibt es unter folgendem Link: https://youtu.be/bWpwKLSmglg. Die beiden letzten Jahrgänge der Zeitschrift sind unter http://www.teresianum.net/rivista/ultimo-numero einzusehen, die Artikel in gekürzter Form, die Rezensionen im Volltext.

03 02

Der Januar brachte für das von der Provinz Südkerala abhängige Regionalvikariat Westbengalen großen Segen, da die ersten vier Mitbrüder zu Priestern geweiht wurden, nämlich Joel Sarkar, Arvind Tigga, Anil Tirkey und Anil Kerketta.

Wir schließen uns der Freude unserer Mitbrüder in Westbengalen an und stimmen in ihren Dank an den Herrn mit ein. Dieses Ereignis bedeutet eine Verstärkung unserer Präsenz in jener Gegend und verheißt weitere Früchte für einheimische Berufungen.

Im Januar wurde von Bischof George Palliparambil im Beisein des Provinzials von Südkerala die Kirche unseres Missionszentrums in Kumari (Arunachal Predesh) eingeweiht, an der Grenze zu China gelegen. Ihre Errichtung verdankt diese Kirche vor allem P. Jaison Kaimathuruthy, der sich viele Jahre lang dafür eingesetzt hat und weiterhin dort tätig sein wird.

05 03 02 04

Am vergangenen 7. Februar ist in Quito, Ecuador, Erzbischof Luis Alberto Luna Tobar, ein Mitbruder aus unserem Orden und emeritierter Erzbischof von Cuenca in Ecuador, im Alter von 94 Jahren verstorben.

Bischof Luna wurde am 15. Dezember 1923 in einer wohlhabenden Familie in Quito geboren. Er lernte die Karmeliten bei einem Besuch mit einigen Freunden in der Mission von Sucumbios kennen, von denen drei mit ihm in den Orden eintraten, voller Bewunderung für die Brüder, konkreter, und um seine eigenen Worte zu gebrauchen, angezogen „von ihrem Leben, ihrer Freude, ihrer Bildung und von dem, wie sie waren.“

Nur er hielt durch und wurde zum Studium nach Spanien geschickt, der erste Ecuadorianer, der in Burgo de Osma eingekleidet wurde; das war am 3. August 1939. Nach seiner Priesterweihe am 25. Juli 1946 in der Kartause Miraflores in Burgos wurde er nach Quito zurückgeschickt und dort zum Pfarrer von Santa Teresita ernannt, wo er 22 Jahre lang mit unerwartetem Erfolg arbeitete, denn er wurde zu einem beliebten Pfarrer, so dass es kaum eine Taufe, oder eine Beichte oder eine Trauung gab, bei der er nicht dabei war. Er hatte ein gewisses Charisma, um Vertrauen einzuflößen, und so wurde er zum Berater unzähliger Menschen aus der Politik und Gesellschaft der Hauptstadt. Er war auch Professor an der Katholischen Universität und wurde 1972 zum Mitglied der ecuadorianischen Sprachakademie ernannt. Aufgrund des Rücktritts von P. Rafael Checa vom Amt des 1. Generaldefinitors, wurde P. Luis Alberto m 19. März 1970 zum 4. Generaldefinitor gewählt. 1977 wurde er zum Weihbischof von Quito ernannt, doch zum großen Bischof und Anwalt der Armen wurde er seit seiner Ernennung zum Erzbischof von Cuenca 1981. Der dortige Klerus nahm ihn wegen seiner Abstammung und weil er vorher in Quito Weihbischof war, das als elitär galt, nur mit Vorbehalten auf. In Begleitung seines Vikars für die Landpastoral visitierte er seine Diözese bis in den letzten Winkel, und dabei vollzog sich seine Bekehrung. Der gleiche Geist, der ihn in Quito dazu gebracht hat, Persönlichkeiten aus der Politik, der Aristokratie und des kulturellen Lebens zu empfangen, beseelte ihn nun seine Arbeit unter der Landbevölkerung: „Meine größte Freude ist es, mich mit den Leuten vom Land gut zu verstehen, es gibt eine große Übereinstimmung mit ihnen.“

So wurde er als Bischof der Armen und als Bischof, der keine Unterschiede macht, bekannt, oder wie ihn seine eigenen Mitbrüder im Bischofsamt nannten, als Prophet von Ecuador. Sein Tod hat in der Kirche und Gesellschaft von Ecuador eine große Trauer ausgelöst; sogar der Präsident hat seinen Tod öffentlich betrauert und ihm eine Leichenrede gewidmet.

Zusammen mit Bischof Proaño, der vor 30 Jahren gestorben ist, und unserem Mitbruder. Bischof Gonzalo, der vor kurzem erst heimgegangen ist, bildete er die stärkste Gruppe von Bischöfen, die sich der vom Zweiten Vatikanischen Konzil und den Bischofsversammlungen von Medellín und Puebla angestoßenen Reform, verschrieben hatten.

Unser Mitbruder möge in Frieden ruhen.

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Am 13. Februar wird die Diözese Coimbra in Portugal den Diözesanprozess für Schwester Luzia Dos Santos, eines der drei Seherkinder von Fatima, abschließen. Von da an wird der Prozess in Rom von der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen weitergeführt.

Anlässlich dieser Zeremonie wird im Karmel von Coimbra ein Dankgottesdienst gefeiert, anschließend findet in der Kathedrale der Stadt ein Konzert statt.

Schwester Luzia war 57 Jahre Karmelitin und wurde nach ihrem Tod 2005 in der Basilika Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz in Fatima beigesetzt.

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Durch die digitale Zeitschrift „Religión Digital“ haben wir erfahren, dass Weihbischof Silvio José Baéz Ortega aus unserem Orden in seinem Heimatland Nicaragua zum „Mann der Kirche“ des Jahres 2016 gekürt worden ist.

Diese Auszeichnung wurde ihm wegen seiner beständigen Anprangerung der Verletzungen der Menschenrechte in Nicaragua, aber auch wegen seines Einsatzes als Hirte seines Volkes verliehen: Demütig, auf Seiten der Armen, die er lehrt, Gott und die Hl. Schrift zu lieben.

Der genannten Zeitschrift zufolge hat er durch seinen bischöflichen Dienst nicht nur die Herzen der Katholiken Nicaraguas gewonnen, sondern auch viele von denen, die der Kirche kritisch gegenüberstanden.

03 02

Vor kurzem haben wir von unserem Mitbruder P. Federico Trinchero OCD aus dem Konvent in Bangui, Zentralafrikanische Republik, einen Brief erhalten, den wir hier in einer gekürzten Version weitergeben.

Zur Kommunität gehören in diesem Augenblick 21 Mitglieder: 4 Patres, 11 Studenten, 1 Postulant und fünf Pränovizen mit einem Durchschnittsalter von 26 Jahren. Von Zeit zu Zeit kommt P. Anastasio Roggero, 80 Jahre alt, vorbei, der diese seine geliebte Mision von Prag aus besucht, von wo aus er die Missionen des Ordens im Allgemeinen und diese insbesondere unterstützt.

Die Ausbildung dieser jungen Männer „ist und bleibt unsere Hauptaufgabe im jungen Herzen Afrikas und der Kirche, ein Auftrag, der uns tagtäglich beschäftigt und einfordert, … aber auch Abwechslung bereitet“, wie uns P. Federico schreibt.

Die Lage im Land ist weiterhin prekär, insbesondere im Norden, obwohl die Kämpfe abgeflaut sind, und insbesondere in Bangui ist es recht ruhig. Der dank französischer Hilfe demokratisch gewählte Präsident wird von allen Parteiungen des Landes ohne Einschränkungen anerkannt, doch leider besteht zwischen Christen und Muslimen weiterhin ein Klima des Misstrauens.

Die Anzahl der von unseren Mitbrüdern aufgenommenen Flüchtlinge ist deutlich zurückgegangen, von 10.000 im Jahre 2014 auf derzeit 3.000. Gerne geben wir eine uns von P. Federico berichtete Anekdote weiter: „Wenn ich auf den Straßen im Zentrum oder bei Kilometer 5 unterwegs bin, passiert es oft, dass mir einer, der mich erkennt, zuschreit: P. Federico, ich habe im Karmel übernachtet. Meine Schlafzone war die Nummer 7. Auch kam es vor, dass einer in überschäumender Dankbarkeit bei meinem Vorbeigehen voll Stolz ein Kind in die Höhe hob und sagt: Das ist dein Kind! Glücklicherweise bin ich aufgrund der eindeutigen Hautfarbe über jeden Verdacht erhaben, so dass es keine bösartigen Interpretationen geben kann. … Doch kommen mir unwillkürlich fast schon nostalgisch die Erinnerungen an jene Zeiten in den Sinn, als sich unser Refektorium in einen gut funktionierenden Kreißsaal verwandelt hatte und viele Kinder in der Kirche schliefen oder in unserem Kapitelsaal spielten.“

03 02

Am Samstag, 7. Januar, brach P. General in Richtung Sâo Paulo, Brasilien, auf, wo er vom 9. bis 13. Januar in Sâo Roque am Kapitel der Provinz Südbrasilien und an der Ratsversammlung der vier Assoziationen der Karmelitinnen in Brasilien teilnahm.

Am 15. Januar flog er nach Buenos Aires zum Kapitel der Generaldelegation Argentinien. Die letzte Etappe auf seiner Reise in Lateinamerika wird ein Besuch in Paraguay und Uruguay sein, wo er an einer Vollversammlung  dieser Zirkumskription Bolivien – Paraguay – Uruguay teilnehmen wird, , begleitet vom zuständigen Provinzial Miguel Márquez.

Die Rückreise nach Rom ist für den 5. Februar geplant. Wir empfehlen unseren Ordensoberen für diese Reisen dem Gebet aller.

03 02

Am vergangenen 16. Januar ist im Krankenhaus San Vito in Turin P. Giuseppe (Francesco) Caviglia aus unserem Orden, Konventual des Klosters zur hl. Teresa in dieser Stadt, an einem schweren Lebertumor gestorben.

Giuseppe war Mitglied der Provinz Genua, studierte am Teresianum in Rom und kehrte nach einem kurzen Aufenthalt in der Provinz wieder nach Rom zurück, wo er vom damaligen Ordensgeneral Anastasio Ballestrero zum Sekretär der Fakultät ernannt wurde. An den Wochenenden half er in verschiedenen Pfarreien in der Umgebung von Rom aus, oft begleitet von neugeweihten Patres des Teresianums, denen er bei ihren ersten pastoralen Versuchen beistand.

Als P. Anastasio zum Erzbischof von Bari ernannt wurde, bat er ihn, sein Sekretär zu sein, und das blieb er auch nach dem Wechsel zum Erzbischof von Turin mit der Ernennung zum Kardinal und Vorsitzenden der italienischen Bischofskonferenz, unterstützt von Schw. Antonina Volpe von den Schwestern von der Liebe aus Ivrea als Haushälterin, die voriges Jahr verstorben ist.

Auch nach seiner Emeritierung blieben beide P. Anastasio in seinem Alterssitz in Bocca di Magra treu, bis zu dessen Tod 1998. P. Giuseppe kehrte dann wieder in seine Provinz zurück und war Beichtvater für Schwesternkommunitäten und viele Laien. Darüber hinaus war er Prior der Konvente in Arenzano und Genua, Schriftleiter der volkstümlichen Zeitschrift „Messaggero del Bambino Gesù di Praga“ und schließlich Prior des Konvents in Turin, wo er nun starb.

Requiescat in pace!

05 04

Es war für uns in der Generalkurie eine große Freude, als die Schwestern von Aleppo P. General am 21. Dezember 2016 einen Brief schrieben, den wir am 27. des gleichen Monats in unseren sozialen Medien in Französisch und Spanisch veröffentlichten.

Sie danken darin allen Schwestern und Brüdern, die ihnen nahe sind und Hilfe geschickt haben, aber vor allem für die Gebete, mit denen sie sie inmitten der schrecklichen Lage, in der sie leben, unterstützt haben. Es ist bewegend zu lesen, dass das kleinste Gebet, ein Wort der Ermutigung, in dem sie unsere Nähe verspürt haben, und unsere Liebe ihnen geholfen hat, ihr Gemeinschaftsleben trotz des grausamen Krieges, der über Aleppo hereingebrochen ist, zu leben.

Gemeinsam mit den Menschen, für die sie in ihren Gebeten unaufhörlich gefleht und die sie in ihren Leiden begleitet haben, führten sie trotz aller Schwierigkeiten ihr Gemeinschaftsleben weiter. In ihrem Betchor haben sie ein neues Bild Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, ein Geschenk der Karmelitinnen von Harissa (Libanon), aufgestellt, das ein Priester im Auftrag des Bischofs benediziert hatte. Sie konnten mit der Kirche und dem Orden an der Freude der Heiligsprechung Elisabeths von der Dreifaltigkeit und der Seligsprechung von Maria-Eugen Grialou teilnehmen, ihre Jahresexerzitien halten und am 13./14. November sogar das Fest der Priorin feiern.

In ihrem Brief teilen die Schwestern auch die Freude mit, die die Befreiung der Stadt für die Bevölkerung bedeutet hat, die so lange großes Leid zu ertragen hatte, wobei es allerdings einen großen Gegensatz zwischen dem Ost- und Westteil der Stadt gibt. Im Moment, als sie uns ihren Brief schrieben, waren die Leute froh und glücklich dabei, den Westteil der Stadt weihnachtlich zu schmücken, selbst zwischen den Ruinen. Im Ostteil ist die Lage allerdings viel dramatischer, mit großen Schwierigkeiten, den Winter zu überstehen. Selbst wenn die Stadt wieder aufgebaut werden kann, so sind die Wunden in den Herzen der Menschen, die den Krieg zu erdulden hatten, noch lange nicht vernarbt. Möge der Fürst des Friedens sie heilen! Das ist die Bitte unserer Schwestern, der auch wir uns mit unseren Gebeten anschließen sollen.

Am 20. Dezember 2016 hat Papst Franziskus unseren Mitbruder P. Gregory Homeming, den derzeitigen Regionalvikar des von der Provinz England-Irland abhängigen Regionalvikariats Australien, zum Bischof der Diözese Lismore in Australien ernannt. P. Greg, wie er besser bekannt ist, war bereits von 1998 bis 2002, von 2005 bis 2011 und ab 2014  Regionalvikar.

1957 geboren, legte er am 1. Februar 1987 seine erste Profess ab und wurde am 20. Juli 1991 zum Priester geweiht; er hat das Lizenziat der Universität Sidney in Wirtschaft und Rechtswissenschaft inne, seine theologischen Studien absolvierte er an der Katholischen Universität in Melbourne.

Der Herr segne und begleite ihn bei seinem neuen Dienst, zu dem er in der Kirche berufen wurde; das Gebet der Schwestern und Brüder im Orden wird ihm dabei sicherlich nicht fehlen.

Die Generaldelegation Ägypten hat in Alexandrien mit seiner reichen christlichen Tradition eine neue Niederlassung eröffnet. Dank der Berufe, die der Herr uns schenkt, breitet sich der Orden, der seit 90 Jahren in Ägypten präsent ist, in diesem Land weiter aus.

In Alexandrien besitzt der Orden schon zwei Gebäude, eine Schule und ein Krankenhaus. Wenn jetzt zwei Brüder. Abuna Cyril und Abuna Antony, dort ihren ständigen Wohnsitz aufschlagen, eröffnet sich für den Orden ein weites Feld für das Apostolat in Schulen und Pfarreien, aber auch für das ordensspezifische Apostolat.

Beten wir für unsere beiden Brüder, die sich unter dem Schutz des hl. Johannes vom Kreuz und an seinem Festtag dort niedergelassen haben, aber auch für die ganze Generaldelegation. Möge die Königin des Karmel ihnen beistehen.

04 03 02

Am 10. Dezember 2016 hat P. General Saverio Cannistrà offiziell die Erlaubnis für den Beginn einer neuen Mission des Ordens in Osttimor gegeben. Bereits seit einem Jahr leben dort die Patres Noé Martins und Antonio González. Verantwortlich für die Gründung ist die Provinz Portugal in Zusammenarbeit mit der Iberischen Provinz und der Provinz Navarra, wie wir bereits berichtet haben.

Am 14. Dezember, dem Hochfest des hl. Johannes vom Kreuz, kamen die Patres Miguel Márquez, der Provinzial der Iberischen Provinz, und Jon Korta, der Delegierte der Provinz Navarra, zu einem mitbrüderlichen Besuch bei unseren beiden Missionaren nach Dili. P. Joaquim Teixeira, Provinzial von Portugal, der mitgereist war, musste von Bali, Indonesien, aus wegen Probleme mit seinem Reisepass leider nach Portugal zurückkehren.

Danken wir Gott für diese neue Mission unseres Ordens.

 

 

Vom 27. November bis 2. Dezember fand im Kloster Stella Maris auf dem Berg Karmel ein Treffen der Generaloberen OCarm und OCD, P. Fernando Millán und P. Saverio Cannistrà statt, an dem auch die Generaldefinitoren der beiden Orden teilgenommen haben. Inzwischen gehören solche Treffen schon zu der seit langem geübten Praxis des Dialogs und brüderlichen Austauschs.

Ausgehend von dem neuen, in den vatikanischen Kongregationen bereits weitgehend abgeschlossenen Dokument Mutuae relationes, bildete das Studium der Beziehungen zwischen den Ordensleuten und den Partikularkirchen das Hauptthema. Geleitet hat den Austausch P. Agostino Montan aus der Kongregation vom hl. Josef (Giuseppini di Murialdo), Professor an der Lateranuniversität und ausgewiesener Kenner dieser Materie. Er sprach über die Geschichte dieser Frage und legte dabei ein besonderes Augenmerk auf die vom Zweiten Vatikanum eingenommene Sicht und ihre weitere Entwicklung mit der Wiederentdeckung der Partikularkirche und der Communio-Ekklesiologie. Dabei wurden die aktuelle Situation und die Zukunftsperspektiven unter Berücksichtigung des jüngsten Dokumentes Iuvenescit Ecclesia im Zusammenwirken der hierarchischen und charismatischen Gaben einer Prüfung unterzogen.

Der fruchtbare Gedankenaustausch in diesen Tagen vollzog sich insbesondere über die Erfahrung unserer Ordensfamilien in den verschiedenen Apostolatsbereichen, wie Pfarreien, Missionen, Laien usw., wobei natürlich auch über das kontemplative Leben unserer Schwestern gemäß den neuen Orientierungen der Apostolischen Konstitution Vultum Dei Quaerere gesprochen wurde, die auf verschiedenen Ebenen (Klöster, Föderationen, Brüder und Schwestern, Diözese und vatikanische Kongregationen) ihre Auswirkungen haben wird.

In diesen Tagen hatten die Teilnehmer an diesem Treffen auch die Möglichkeit, mit der Vergangenheit und der Gegenwart des Ordens in Israel in Kontakt zu kommen, so dass eine Besichtigung des Wadi-es-Siah, der Wiege des Ordens, nicht fehlen durfte. So konnten sie vor Ort die Bemühungen würdigen und kommentieren, die zur Erhaltung und Darstellung der Überreste des Urklosters gemacht wurden, um somit auch die Besichtigung dieses für die Geschichte des Ordens so bemerkenswerten Ortes zu erleichtern. Auch fand ein Besuch im Konvent Muhraqa statt, der mit dem Andenken an den Propheten Elija verbunden ist, und zu dem bis heute viele Pilger und Touristen kommen. Den Abschluss dieses Aufenthaltes im Hl. Land bildete ein Besuch der wichtigsten Stätten des Evangeliums, wie Berg Tabor, Nazareth, Kafarnaum und der See Genezareth.

Die Tage brüderlichen Austauschs dienten der Verstärkung der herzlichen Bande zwischen den Generalleitungen der beiden Orden und verstärkten den Wunsch, auch weiterhin diese Art des im Land der Bibel entstandenen Lebens nach dem Evangelium weiterzugeben, das sich inzwischen in vielen Formen und Farben über die ganze Welt ausgebreitet hat. Alle fühlen wir uns berufen, im Geist der vom hl. Albert den ersten Einsiedlern am Berg gegebenen Karmelregel „in der Gefolgschaft Jesu Christi zu leben und ihm mit reinem Herzen und gutem Gewissen treu zu dienen.“

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