Das CITeS in Ávila richtet einen zweiten Weltkongress über Johannes vom Kreuz aus, dessen Thema der „Dunklen Nacht“ gewidmet ist. Er wird vom 3.-9. September 2018 stattfinden; Anmeldungen vor Ort und über Online im Internetportal sind noch möglich.

https://www.mistica.es/sanjuanista/

Die „Dunkle Nacht“ ist eines der am meisten gelesenen Werke auf der Welt, und zwar nicht nur wegen seines literarischen und poetischen Reichtums, sondern auch wegen seines Inhalts. Es entfaltet Juans Lehre über die Befreiung des Menschen und seine allmähliche Annäherung an Gott, der ihn umgestaltet. Es ist ein Prozess, in dem sich Gott dem Menschen mitteilt, während gleichzeitig im Menschen ein Übergang vom Sinn in den Geist stattfindet. Johannes vom Kreuz schreibt dieses Werk für viele Seelen, denen Gott Talent und Gnade gibt, um auf dem Weg zur Gotteinung weit voranzugehen, sich aber verlieren, da sie dieser Gnade nicht entsprechen oder niemanden haben, der sie anleitet.

Das vorläufige Programm sieht so aus:

  • Aufbau des Werkes
  • Sinn der Nacht
  • Biblisches Fundament
  • Lehre
  • Interreligiöse Ausrichtung
  • Pastorale Ausrichtung

Die ununterbrochenen Regenfälle in den letzten Wochen, die den indischen Bundesstaat Kerala heimgesucht haben, und die schon als die schlimmsten in den letzten 100 Jahren bezeichnet wurden, haben enorme Schäden verursacht. Als Folge davon gab es in den Gebirgsregionen Erdrutsche, die wiederum gefährliche Überschwemmungen verursacht und die Stauseen fast zum Überlaufen gebracht haben, so dass die Behörden gezwungen waren, die Stautore zu öffnen, um schlimmeres Unheil zu verhindern. Hunderttausende sind davon betroffen, da ihre Häuser in den Fluten versanken, während das Wasser weiterhin ununterbrochen vom Himmel fällt. Die Folge war, dass viele evakuiert werden mussten, und die Anzahl der Todesopfer schon in die Hunderte geht. Tausende haben ihr Hab und Gut verloren, wobei es im Moment noch schwierig ist, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen, die auf jeden Fall immens sein werden.

Wie geht es dabei unseren Schwestern und Brüdern in Kerala? Bis jetzt haben wir die folgenden Nachrichten erhalten:

Viele unserer Häuser in Kerala liegen an Flüssen, besonders am Periyar, einer der in diesen Tagen über die Ufer getreten ist, so dass sie in großer Gefahr sind. So wurde das Noviziat „Mount Carmel“ der Provinz Malabar in Kaladay überflutet, so dass sich die Brüder mit einigen Familien in den zweiten Stock haben flüchten müssen. Dort haben sie tagelang ohne Strom und mit nur wenig Lebensmitteln ausgehalten, doch sind sie Gott sei Dank in Sicherheit, und die Wasserspiegel beginnen zu fallen, auch wenn die Gegend verwüstet ist.

Das Philosophiekolleg und das Zentrum für Spiritualität der Provinz Manjummel in Atmadarsham wurden buchstäblich von den Fluten begraben, die Studenten wurden evakuiert, doch die Schäden an beiden Gebäuden sind enorm.

Dasselbe geschah in Jyothirbhavan, Kalamassery (Manjummel). Gott sei Dank gibt es keine Todesopfer zu beklagen, obwohl das Gelände auch verwüstet ist.

Der Noviziatskonvent St. Josef in Annbamanda der Provinz Manjummel ist total in den Fluten versunken, doch die Novizen und die Kommunität konnten rechtzeitig evakuiert werden. Auch der Konvent in Verapoly (Manjummel) ist überflutet.

Auch unsere Schwestern des Klosters Malayattoot wurden von den Fluten heimgesucht.

Bis jetzt haben wir noch keine Nachrichten von Todesopfern unter unseren Brüdern. Einige unserer Konvente wurden zu Zufluchtsorten für die am meisten betroffenen Familien. Gott sei Dank gehen die Wasser zurück, was auch wieder eine bessere Verbindung erlaubt, so dass wir hoffen, in Kürze mehr Nachrichten zu erhalten. Obwohl wir wissen, dass die Gegenden um Thiruvalla, Ranni oder auch Alapuzha, wo es Kommunitäten von uns gibt, sehr von den Wassern heimgesucht wurden, können wir noch keine genaueren Nachrichten geben, da die Verbindungen, auch die telefonischen, noch nicht gut funktionieren.

Wenn die Wassermassen einmal ganz zurückgegangen sind, wird man den Schaden ermessen und schätzen können, wie groß die Verluste des Ordens in der Region sind, die ganz sicher gewaltig sein werden. Zu gegebener Zeit werden wir dann wieder informieren, um unseren Schwestern und Brüdern und anderen Geschädigten Hilfe zukommen zu lassen.

Im Monat Juli stattete P. General den Brüdern und Schwestern in Ungarn einen  mitbrüderlichen Besuch ab, und nahm später an einem internationalen Treffen von Schwestern und Brüdern in Lateinamerika teil.

Ende des Monats ist ein kurzer Besuch in Portugal und Spanien vorgesehen, wo er am europäischen Studententreffen in Fatima teilnehmen wird; danach reist er nach Alba de Tormes und Ávila, wo ein Teresajahr gefeiert wird. Nach seiner Rückkehr nach Rom findet das ordentliche Definitorium statt.

Ende September wird er nach Mexiko zu einem Kongress reisen, der anlässlich des 50jährigen Bestehens der Föderation der Schwestern dort stattfinden wird; im Oktober nimmt er an der Bischofssynode in Rom teil.

Vor einigen Wochen konnten wir in dem von den Schwestern von Puzol (Valencia) betreuten Blog „Teresa, de la rueca a la pluma“ eine interessante Nachricht lesen:

„Am 6. Juni teilten wir anlässlich des Geburtstages von P. Gracián eine Nachricht mit, in der wir wohl überlegt den Kommentar des Museums zu einem seiner Werke hinterfragten. Wir beziehen uns auf die Publikation  „Jerónimo Gracián im Museum El Prado“ von Oktober 2016.

Wir hatten festgestellt, dass eine der Personen auf dem Gemälde von Benito Mercadé y Fábregas aus historischen Gründen nicht, wie behauptet, P. Gracián sein konnte, sondern Ángel de Salazar war. Zu unserer großen Überraschung erhielten wir am nächsten Tag eine Tweet, in dem uns folgende Richtigstellung „gezwitschert“ wurde:

Einen schönen Tag! Vielen Dank für eure Mitteilung. Wir haben die Legende zu diesem Bild geändert, so dass es jetzt so heißt: „Die heilige Teresa von Jesus (1515-1582) gibt P. Ángel de Salazar, Provinzial des Ordens vom Karmel, Rechenschaft über ihre Reform.“

Museo del Prado (@museodel prado) 7. Juni 2018.

Wir freuen unser, dass unser Blog in einer so angesehenen Institution ankommt, und dass wir zur Verbesserung der Information in seinem herrlichen Internetportal beitragen konnten.

https://delaruecaalapluma.wordpress.com/2018/06/20/el-museo-de-prado-rectifica-sobre-gracian/

Im Exerzitienhaus der lombardischen Provinz, Cassano Valcuvia (Varese) fand in den Tagen vom 9. auf den 10. Juni ein historischen Ereignis statt: Zum ersten Mal kamen Mitglieder verschiedener OCDS-Gemeinden zusammen, um Zulassungen, sowie zeitliche und endgültige Versprechen im OCDS zu feiern. Vertreten waren die Gemeinden Bologna, Concesa, Lodi, Monza und Parma.
Es war ein Fest für die ganze Provinz, bei dem P. Giorgio Rossi OCD die Schwestern und Brüder zur Reflexion über den Sinn und Wert des Lebens im OCDS einlud. Er rief uns auf, in Nachahmung Teresas unsere Augen beständig auf Christus zu richten, damit er uns helfe, uns mit seiner Gesinnung zu „bekleiden.“

Video:

Foto:

http://www.ocds.it/home/index.php/foto-gallery/category/19-week-end-dei-formandi-9-10-giugno-2018

Materialien (in Italienisch):

https://drive.google.com/open?id=1YQFHMK7qEO1RJghF_MasYd9r2YJhBok_

Auf Einladung der Schwestern von Lateinamerika weilte P. General vom 26. – 29. Juli in Brasilien, um an einem Treffen von 160 Schwestern und 20 Brüdern aus Lateinamerika und der Karibik teilzunehmen. Begleitet wurde P. General von P. Rafal Wilkowski, seinem persönlichen Sekretär und Sekretär für die Schwestern.

In geschwisterlicher Atmosphäre teilte P. Saverio seine Eindrücke über die Instruktion Cor orans, die vor kurzem von der CIVCSVA veröffentlicht wurde, und hielt einige Vorträge über die Verwirklichung des karmelitanischen Charismas heute.

P. Rafal gab unter Verweis auf Cor orans einige kirchenrechtliche Hinweise, die für das konkrete Leben in den kontemplativen Klöstern notwendig sind.

Am 9. Juni begann im Exerzitienhaus der Karmeliten in Nënshat, Albanien, ein Fortbildungskurs für die jungen Schwestern der italienischen Föderation „Mater Carmeli“, an dem 23 Schwestern (Ausbilderinnen und Auszubildende) teilnahmen. Da das Karmelitinnenkloster in der Nähe liegt, konnten sie auch den dortigen Schwestern einen Besuch abstatten.

Hauptthematik war die karmelitanische Spiritualität, die den Schwestern durch P. Rafael Bakos vermittelt wurde, der sie mit dem ungarischen Diener Gottes P. Marzellus bekannt machte.

Der zweite Teil setzte psychologische Akzente, die durch die Ursuline Bruna Zaltron dargestellt wurden. Sie sprach über Verletzungen der Persönlichkeit, Krisen und Hilfsmittel, um mit den Enttäuschungen des Gemeinschaftslebens fertig zu werden.

Es war auch Gelegenheit für einen Besuch bei den Klarissen von Scutari sowie der ans Kloster angrenzenden Gedenkstätte, die an das Martyrium der Kirche Albaniens in der Zeit des Kommunismus erinnert.

Den Abschlussgottesdienst feierte der Ortsbischof Simon Kulli, der seine Freude über die Anwesenheit der Schwestern zum Ausdruck brachte. Diese reisten voll Freude nach Hause, da sie die Gemeinschaft mit anderen Ordensleuten erfahren haben, aber auch mit den Schwestern und Brüdern des Teresianischen Karmel in Albanien.

In den frühen Morgenstunden des 27. Juli 2018 verstarb nach einemkurzen Krankenhausaufenthalt in Burgos P. Tomás Álvarez (Tomás de la Cruz). Geboren am 17. Mai 1923 in Acebedo (León), legte er am 6. August 1939 seine Profess ab und wurde am 23. Juni 1946 zum Priester geweiht. Mit ihm ist einer der herausragendsten Teresaexperten der letzten Jahrzehnte von uns gegangen.

Sein Leben war gekennzeichnet von intensivem Studium, von Lehre und Forschung, doch vor allem von gelebter Treue zum Charisma und zum Gemeinschaftsleben Teresas, dem besten Dienst für den Orden und die Kirche.

Er wirkte in seiner Offenheit für weite Bereiche der Kirche und Kultur weit über unseren Orden hinaus. Sein langes und intensives Leben haben ihn zu einem unverzichtbaren Bezugspunkt für Studien zu Teresa und für Studien über unsere heutige Kultur gemacht.

Sein Leben erstreckt sich über eine lange Zeit und über weite geographische Räume: Europa, Amerika und dank seiner Teilnahme an Kongressen und der Übersetzung seiner Schriften in die wichtigsten modernen Sprachen konkret über Italien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien. Von den Übersetzungen sind zu erwähnen die kritische Ausgabe der Schriften Teresas ins Französische und Italienische, und die erst kürzlich herausgekommene Übersetzung des Diccionario de Santa Teresa in den Editions Du Cerf und Edizioni OCD.

Diese ungeheure Arbeit hat P. Tomás vor allem in Rom (1948-1978) und Burgos (1978-2018) geleistet. Seine Studien am Angelicum haben ihn mit Karol Woityla in Verbindung gebracht, dessen Doktorarbeit über Johannes vom Kreuz durch ihn 1948 zum ersten Mal veröffentlicht worden ist (Monte Carmelo, Burgos).

Doch die große Plattform für seine Lehrtätigkeit ist die Päpstliche Theologische Fakultät Teresianum unseres Ordens in Rom gewesen, Hier hat er die Positio für die Ernennung Teresas zur Kirchenlehrerin am 27. September 1970 durch Paul VI. erarbeitet und bot eine am 2. Vatikanischen Konzil inspirierte Lektüre der Lehre Teresas, wovon die folgenden Generationen gezehrt haben.

Ein weiterer wichtiger Beitrag zu den Forschungen über Teresa war die Restaurierung und die kritische Edition der Autographen Teresas: Weg der Vollkommenheit und Innere Burg, später in Burgos die Faksimile-Ausgaben der übrigen Werke Teresas, jeweils mit einem präzisen historischen und kritischen Apparat ausgestattet.

Zum Jubiläumsjahr Teresas 2015 veröffentlichte er Kommentare zu den einzelnen Schriften Teresas und führte eine ausführliche Forschung zu Teresas Briefen und allen Autographen durch, die im Escorial aufbewahrt werden, insgesamt mehr als 1000 Seiten.

Ich habe immer eine große Bewunderung für P. Tomás gehegt. Als Bibliothekar des Teresianum seit 2011 war es mir eine Ehre, den Studenten und Forschern die Früchte seiner Arbeit zur Verfügung stellen zu dürfen, so dass ich zu so etwas wie zum Lautsprecher der wissenschaftlichen, von der hl. Mutter immer sehr hochgeschätzten Tätigkeit geworden bin. Als man ihn kurz vor seinem Tod daraufhin ansprach, sagte er weise und demütig, dass das alles das Werk des Herrn und seiner großen Liebe zu Teresa von Jesus sei.

Ciro García OCD, Bibliothekar des Teresianum in Rom.

Am vergangenen 10. Juni haben die Karmelitinnen von Bologna den Präfekten der Religiosenkongregation, Kardinal João Braz de Aviz, zu Besuch gehabt; er war unterwegs ins das Dorf Pontecchio Marconi zum Generalkapitel der Missionarinnen der Unbefleckten Jungfrau von Maximilian Kolbe.

Nach einem kurzen Gebet sprach er mit den Schwestern über Themen aus ihrem Leben, ihr schlichtes und frohes Zeugnis, den gemeinschaftlichen Geist unter ihnen, den sie in der Kirche verbreiten, und bat sie, das auch in Zukunft so zu machen.

Unsere Schwestern konnten ihm die ersten Eindrücke über die Instruktion Cor orans über das kontemplative Leben mitteilen.

Vom 11. bis 15. Juni trafen sich die Novizen mit ihren Novizenmeistern aus den italienischen Provinzen im Teresianum zu Rom. Es nahmen daran teil die Patres Marco Cabula (Provinz Ligurien), Leonardo Cuccurullo (Provinz Neapel), Gianni Bracchi (Provinz Venedig) und Attilio Viganò (Provinz Lombardei), mit ihren Novizen Giuseppe Ginefra, Andrea Palmentura, Michele Piperis, Francesco Cotta, Francesco de March, Francesco Alloisio, Alessandro Futia y Arthur Randriamampionona.

Bei diesem Treffen hatten die Magistri und die Novizen die Möglichkeit, über ihre Erfahrungen in den verschiedenen Noviziatshäusern zu sprechen und Referate anzuhören, z. B. über die Regel des Karmel, den Propheten Elias und die Tradition des Ordens, sowie sich auch über andere Themen auszutauschen. Auch die Besichtigung der Stadt Rom kam nicht zu kurz, wobei ihnen Prof. Gianfrancesco Solferino zur Seite stand.

Die Novizen konnten sich auch untereinander austauschen und mit ihren Magistern die Hoffnungen und Sorgen des zukünftigen Teresianischen Karmel teilen.

Am 10. Dezember hat die Iberische Provinzialskonferenz in Osttimor eine Mission des Ordens eröffnet.

Trotz aller Bemühungen war es nicht möglich, die Präsenz des Ordens zu konsolidieren, um dadurch eine definitive Einpflanzung des Ordens zu erreichen. Deshalb hat das Definitorium auf Bitten der erwähnten Provinzialskonferenz am 11. Juni den involvierten Provinziälen einen Brief geschrieben und für die von den Missionaren geleistete Arbeit gedankt, die dort gewirkt haben, und nun die Suspendierung der Mission angenommen haben.

Möge Gott es fügen, dass es in Zukunft bald möglich sein wird, wie es das Definitorium sagt, in Osttimor unseren Orden wieder ansässig zu machen.

In den letzten Juni-Tagen hat P. General zusammen mit seinem Sekretär P. Rafal Wilkowski unseren Brüdern und Schwestern in den Niederlanden einen Besuch abgestattet. Er hat alle Mitbrüder der Semiprovinz und unter anderem auch die Klöster der Schwestern in Echt, Maastricht und Oirschot besucht, die alle an Nachwuchsmangel und Überalterung leiden. In Echt hat er die Pfarrkirche besucht, wo einige Gegenstände aufbewahrt werden, die an Edith Stein erinnern. Von hier wurde sie, wie bekannt, zusammen mit ihrer Schwester Rosa nach Westerbork  und dann in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo sie das Martyrium erlitt.

Am 6. Juni wurde die Mission unseres Ordens in Westbengalen 20 Jahre alt. Unsere Mitbrüder haben sich 1998 zunächst in Kolkata (Kalkutta) niedergelassen, wohin sie vom damaligen Kommissar der heutigen Provinz Südkerala, P. Wilfred Miranda, geschickt worden waren. Später hat der Provinzial Bernardine M. Louis das erste Missionsseminar in Burdwan eröffnet. 2008 wurde Westbengalen ein Regionalvikariat der Provinz Südkerala.

Westbengalen hat heute 10 Häuser, von denen drei Seminarien sind, mit 23 Patres, 18 Theologie- und 7 Philosophiestudenten, sowie 6 Novizen, 5 Postulanten und einer guten Anzahl von Aspiranten. Die wichtigste pastorale Tätigkeit sind Pfarreien, Schulen, Kinderhäuser sowie eine Berufsschule für Schneiderei.

Am 6. Juni hat der Erzbischof Thomas D’Souza von Calcutta in unserem ersten Konvent einen Dankgottesdienst gefeiert. Angeregt durch die Worte, die uns der Generaldefinitor P. Johannes Gorantla bei seiner Pastoralvisitation sagte, stellen wir uns unter den Schutz unserer hl. Mutter Teresa und Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, damit sie in uns die Flamme des Missionseifers erhalten.

Der 23. Juni war ein großer Tag für Paraguay und den Karmel: Endlich war der ersehnte Tag gekommen, an dem eine große Menschenmenge im Stadion am Cerro Porteño die Seligsprechung ihrer Maria Felicia begeistert feiern konnte. Pünktlich um 16.30 begann die Feier, der der Präfekt der Selig- und Heiligsprechungskongregation, Angelo Kardinal Amato, vorstand. Es konzelebrierten alle Bischöfe des Landes und ca. 200 Priester. 50 000 Menschen waren im Stadion, doch wie viele nicht mehr hineingehen konnten, ist nicht bekannt.

Ungefähr 60 Karmelitinnen und 40 Karmeliten aus Paraguay und den umliegenden Ländern waren zusammengekommen. Am 24. fanden in vielen Orten Dankgottesdienste zu Ehren der neuen Seligen statt, die die Menschen schon als Heilige verehren.

In seiner Homilie sprach der Kardinal von einer jungen und gebildeten Frau, begeistert für ihren Glauben und ihre Berufung in den Orden. Sie ist eine Heilige, die ihre Mitschwestern einlädt, auf ihre Berufung stolz zu sein und sich im Alltag in Freude dem Herrn zu weihen. Uns alle lädt sie ein, unsere Berufung als Christen zu leben; sie ist für die Jugend Paraguays ein Vorbild, in der Liebe zu Jesus treu zu sein.

Herzlichen Glückwunsch an alle!

Die Mitbrüder der Provinz Avignon-Aquitanien feierten am vergangenen Pfingstmontag (21. Mai 2018) den 70. Jahrestag der Gründung ihres Einsiedlerkonvents in Roquebrune. Das Projekt war auf dem Generalkapitel 1947 diskutiert worden, und der sel. Maria Eugen vom Kinde Jesus wurde beauftragt, diese Gründung durchzuführen: das geschah auch an einem Pfingstmontag, in jenem Jahr 1948 am 17. Mai. An diesem Tag findet jedes Jahr die Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit statt, die seit dem 17. Jahrhundert in der Kirche des neuen Konvents verehrt wird.

Fast 50 Jahre lang wurde der Konvent Roquebrune (Departement Var in der Provence) von den vier Provinzen Avignon-Aquitanien, Paris, Flandern und Brabant betreut. seit 1996 untersteht er nur noch der Provinz Avignon-Aquitanien. Die Anlage besteht aus sieben Eremitenhäuschen, die um 1925 von Kamaldulensermönchen errichtet wurden, und einem großen Gebäude im Stil der Provence vom Beginn des 19. Jahrhunderts, das ursprünglich eine Bastion war. Sie beherbergt außerdem eine alte Marienkirche, die im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde. Das ganze Gelände mit mehr als 60 ha liegt in der Abgeschiedenheit des Mauresmassivs und bietet einen schönen Ausblick auf das Mittelmeer und die Bucht von Saint-Raphael.

Für Pfingstmontag hatten die Einsiedler ein großes Fest organisiert, das mit der Feier des neu eingeführten Festes Maria, Mutter der Kirche, zusammenfiel, das jetzt immer auf den Tag nach Pfingsten fällt, ein providentielles Ereignis, das sehr symbolträchtig ist und gut zur Spiritualität des Karmel passt. P. Henri de Jésus-Enfant, Provinzial von Avignon-Aquitanien, stand der Feier in diesem Jahr vor, in das auch die Feier seines Silbernen Professjubiläums fällt.