Am Vorabend des Hochfestes des hl. Johannes vom Kreuz informierte Bischof Honesto Ongtioco von Cubao, Philippinen, den Rektor und Pfarrer der Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel in Quezon City, P. Joey Mabborang, dass die Bitte um deren Erhebung zu einer Basilica Minor approbiert worden ist. Am 14. Dezember empfing P. Joey, der auch Bischofsvikar für die Ordensleute ist, aus der Nuntiatur in Manila das entsprechende Dekret der Gottesdienstkongregation und Sakramentendisziplin. Bischof Ongtioco hatte die Brüder ermutigt, ein Gesuch einzureichen, was 2015 vom heutigen Definitor P. Mariano Agruda gemacht wurde. Die Apostolische Pönitentiarie hatte bereits 2016 ein geistliches Band zwischen dieser Wallfahrtskirche und der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom geknüpft, das den Pilgern und Besuchern dieser Kirche besondere Ablässe gewährt.

Nach Abschluss der ALACAR, zu der alle drei Jahre die Familia Carmelitana (OCD und OCarm) in Lateinamerika zusammenkommt, fand die Hauptversammlung der CICLA statt, ein Treffen der 12 Höheren Oberen unseres Ordens in Lateinamerika. An diesem Treffen vom 11.-17. November im Ausbildungskonvent in Santo Domingo hat auch P. General teilgenommen.

Es fand ein Austausch über die Situation der Zirkumskriptionen statt, wobei auf die Anfangsausbildung besonders Wert gelegt wurde, sowie auch auf die gemeinsamen Initiativen. Dabei wurde die Absicht bekräftigt, den eingeschlagenen Weg zu einer gemeinsamen Anfangsausbildung für die gesamte Region weiterzugehen. Es wurden Kurse für Ausbilder programmiert, die alle zwei Jahre stattfinden sollen, jährlich ein gemeinsames Zweites Noviziat, alle drei Jahre ein Kongress für Spiritualität, Regionaltreffen für Mitbrüder mit weniger als zehn Jahren Priesterweihe, alle drei Jahre Treffen von Schwestern und Brüdern, Treffen der Laien des Ordens und weitere Initiativen, die den Familiengeist fördern und das Kirchturmdenken überwinden sollen, das uns einschränkt und ärmer macht.

Wir danken P. General, dass er dabei war, da seine Anwesenheit unsere Verbindung mit dem Orden bestärkt, und er uns außerdem wertvolle Hinweise im Bereich der Anfangsausbildung gibt, die wir verwirklichen wollen.

(P. Francisco Javier Mena OCD)

Im Beisein der beiden Ordensgeneräle Saverio Cannistrà OCD und Fernando Millán O.Carm. fand vom 6. bis 11. November in Santo Domingo der von der Lateinamerikanischen Assoziation der Karmeliten (ALACAR) organisierte IV. Kongress statt. Thema war: Märtyrer von gestern für den lateinamerikanischen Karmel heute: Bischof Romero, Edith Stein, Titus Brandsma.  Die ca. 120 Teilnehmer aus fast allen Ländern Lateinamerikas, darunter Laien, Karmeliten und Schwestern, fanden sich im Exerzitienhaus Santa María de la Altagracia ein, um sich in Leben und Zeugnis der genannten Gestalten zu vertiefen, deren Martyrium die Grenzen von Zeit und Raum überwinden.

Das Eröffnungsreferat hielt die chilenische Missionskarmelitin Sandra Henríquez zum Thema: „Edith Stein unter dem Zeichen des Kreuzes: Das christliche Martyrium einer Tochter Israels.“ Ihr folgte P. Saverio Cannistrà mit: „Die Teilnahme Edith Steins an Christi Liebe im Martyrium.“ Oswaldo Escobar OCD, Bischof des salvadorianischen Chalatenango, referierte über Óscar Romero als dem Heiligen der Armen, während schließlich P. Fernando Millán mit dem Thema „Heiligkeit aus der Menschlichkeit“ Titus Brandsma vorstellte. Es waren providentielle Tage der Vertiefung unserer Geschwisterlichkeit im Karmel und der Erneuerung unseres Einsatzes als Jesu Zeugen, der im menschenverachtenden Umgang mit den verfolgten und marginalisierten Menschen weiter leidet, aber in der Hingabe unserer Märtyrer triumphiert.

Der Karmel in Soso im Bundesstaat Jharkhand, Indien, feierte am 14. November mit einer feierlichen Konzelebration unter Vorsitz der Bischöfe von Gumla und Simdega sein Goldenes Gründungsjubiläum. Außer P. Johannes Gorantla, dem Generaldefinitor für Südasien, und P. Sebastian, dem Provinzial von Malabar, nahmen viele Mitbrüder unseres Ordens daran teil, ebenso auch die 23 Karmelitinnen der Assoziation Südost-Indien, die sich zu einer Tagung versammelt hatten. Zwei Schwestern, Neelima und Maxima, legten vor einer großen Anzahl von Menschen ihre feierlichen Gelübde ab. Das Kloster Soso zählt zurzeit 17 Schwestern und zwei Kandidatinnen.

Mit einem vom Provinzial der Provinz Lombardei unseres Ordens geleiteten Gottesdienst begannen die Feierlichkeiten zum 400jährigen Jubiläum des Karmelitinnenklosters in Bologna.

Mit Dank an Gott laden uns die Karmelitinnen dieser Stadt ein, zusammen mit ihnen all den Menschen zu danken, die sie in den vergangenen 500 Jahren gefördert und unterstützt haben. Bereits 1617 brachte Kardinal Ludovosi seinen Wunsch nach einer Gründung von Karmelitinnen in seiner Diözese mit folgenden Worten zum Ausdruck: „Das ist ein ganz heiliges Unternehmen zum großen Nutzen der ganzen Stadt“ und lud damit alle Einwohner Bolognas ein, eine solche Gründung zu unterstützen, die für Bologna zeitliche und spirituelle Hilfe bedeuten würde.

Wir schließen uns den Gebeten der Schwestern an mit der Bitte, dass sich in Treue zum geistlichen Vermächtnis Teresas ihr Wunsch immer wieder anzufangen, vom Guten zum Besseren erfüllen möge.

Anlässlich des 30. Jahrestages der Seligsprechung von Francisco Paulau durch Papst Johannes Paul II. luden die beiden Kongregationen der Missionskarmelitinnen und der Teresianischen Missionskarmelitinnen in Zusammenarbeit mit der Päpstlichen Fakultät und dem Institut für Spiritualität des Tersianums in Rom für die Tage vom 26. bis 28. November zu einem Kongress über ihren Gründer ein. Dabei wurde über historische und biographische Themen referiert aber auch darüber, wie er als Exklaustrierter das Teresianische Charisma und die diversen Themen seiner Spiritualität und das theologisch-mystische Vermächtnis des Karmel in Kirche und Orden seiner Zeit gelebt hat. Der Kongress endete mit einem Dank, aber auch mit einem Gebet um die baldige Heiligsprechung unseres Mitbruders P. Francisco de Jesús, María y José (Palau y Quer).

Vom 15. bis 18. November waren in Aparecida, dem marianischen Nationalheiligtum Brasiliens, ca. 500 Laien, Ordensleute und Priester zusammengekommen, um das hundertjährige Jubiläum der Gründung des OCDS in Brasilien zu feiern.

Organisiert vom OCDS-Provinzrat der Provinz San José behandelte dieses Forum die große Gestalt der hl. Therese von Lisieux unter dem Thema: Im Herzen der Kirche werde ich die Liebe sein.”. Referenten waren: P. Patricio Sciadini, P. Romano Gambalunga, P. Jean Laurier, Bischof. Rubens Sevilha OCD,  Gustavo Castro y P. Alzinir Debastiani.

Während des Kongresses wurde das Buch von Estela da Paz OCDS über diese 100 Jahre des OCDS in Brasilien vorgestellt, mit seinen Berichten über die einzelnen Gemeinden. Die erste von ihnen wurde am 1. Januar 1919 in der Stadt São Bento do Sapucaí kanonisch errichtet, heute sind es fast 60.

General und der für Lateinamerika verantwortliche Definitor haben Videobotschaften an den Kongress gesandt. Mögen Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel und die hl. Teresa den OCDS segnen und seine Mitglieder lehren, den Blick fest auf Jesus zu richten, damit sie wie Therese im Herzen der Kirche die Liebe seien.

Bilder: ©André Fachetti

In Goa fand am 23./24. November ein Treffen aller Provinziäle statt, dessen Ziel die Vorbereitung des Außerordentlichen Definitoriums war, das demnächst dort stattfinden soll. Im Anschluss daran nahmen sie auch an einer Tagung des mit der Vorbereitung für die Vierhundertjahrfeier der Präsenz des Teresianischen Karmel in Indien beauftragten Komitees teil. Beiden Treffen stand der für Indien zuständige Generaldefinitor Johannes Gorantla vor, zusammen mit P. Charles Serrao, dem Präsidenten der Provinzialskonferenz Indiens.

Am 7. November hat Papst Franziskus Kardinal Angelo Becciu, den Präfekten der Kongregation für die Causen der Heiligen, in einer Audienz empfangen und die Kongregation autorisiert, das Dekret über die heroischen Tugenden der Dienerin Gottes María Antonia de Jesús (María Antonia Pereira y Andrade) zu veröffentlichen. Geboren am 5. Oktober 1700 in El Penedo, Spanien, wurde sie Karmelitin und starb in dem von ihr gegründeten Karmel von Santiago de Compostela, Spanien, am 10. März 1760.

http://mariaantoniadejesus.blogspot.com

Im November haben die beiden Assoziationen unserer Schwestern – Nordosten und Südosten – ihre ordentlichen Versammlungen gehalten. Die Assoziation Nordost traf sich im Karmel von Solo, Jharkhand, die von Südost in Sadbhavana, der Provinzialskurie der Provinz Karnataka-Go, Bangalore.

Vor der Behandlung der eigentlichen Themen fanden in beiden Versammlungen unter Leitung des für Indien zuständigen Definitors, P. Johannes Gorantla, Fortbildungstage über Vultum Dei Querere und Cor Orans statt.

Johannes hatte zuvor die Klöster auf Sri Lanka besucht und sie ermutigt, sich irgendwie mit den Klöster in Indien zu assoziieren, und hat dafür sowohl von den drei Klöstern auf Sri Lankas als auch von den Assoziationen in Indien positive Antworten erhalten.

Anlässlich des 150. Jahrestages der Restauration des Ordens in Spanien werden in Ávila und Larrea Kongresse stattfinden, ersterer vom 15. bis 18. Januar mit dem Schwerpunkt auf der Gestalt des Unbeschuhten Karmeliten nach den Vorstellungen Teresas, um sich dann auf die Lage des Ordens nach der Exklaustration in Spanien zu konzentrieren, mit der Restauration des Ordens und seiner Ausbreitung nach Amerika.

Der zweite, in Larrea, findet vom 29. April bis 2. Mai statt und wird sich der Exklaustration im 19. Jahrhundert auf einer breiteren, europäischen Ebene widmen, mit der Wiederbegründung des Ordens in Spanien von Markina aus, den wichtigsten Persönlichkeiten, der Vereinigung der beiden Kongregationen und der Ausbreitung des Ordens nach Indien und Amerika. Für diesen zweiten Kongress werden Mitteilungen in verschiedenen Sprachen zugelassen, die dann zusammen mit den Akten des Kongresses von der Verlagsgruppe Fonte in Burgos veröffentlicht werden. Für weitere Informationen zu diesem Kongress oder die Einsendung von einschlägigen Kommunikationen steht P. Dámaso Zuazua zur Verfügung.

zuazuaocd@gmail.com

Tel.: +34945231238, +34664024057.

Wie wir bereits informiert haben, ist unser Mitbruder P. Federico Ruiz in den frühen Morgenstunden des 16. November heimgegangen, nachdem er mehrere Jahre an Alzheimer erkrankt war.

Geboren in Cozuelos de Ojeda in der Provinz Palencia am 24. Dezember 1933, legte er am 31. Juli 1950 Profess ab und wurde am 27. Oktober 1957 zum Priester geweiht.

Allen ist der Dienst, den er dem Oden, der Ordensfamilie der hl. Teresa und der Kirche erwiesen hat, wohlbekannt, besonders durch seine Studien zur Theologie des geistlichen Lebens, und da hauptsächlich als unvergleichlicher Kenner der Lehre und der Botschaft des hl. Johannes vom Kreuz.

Am 17. November fanden in Madrid die Exequien statt. Gerne zitieren wir folgende Worte aus der Predigt des Provinzials, Miguel Márquez: „Es tröstet uns, P. Federico dem von Liebe verwundeten und aus Liebe geöffneten Herzen des kleinen Hirten zu übergeben, wo er mit ihm für immer leben und verweilen möge, und dass er uns durch die Begegnung und das bereits erreichte glückliche Geschick aufwecke und uns weise mache an dem, was am wichtigsten ist, und uns zur Einung mit ihm und der Gemeinschaft unter uns führe.“

Die Zentralafrikanische Republik ist ein Land, das neu aufgebaut werden muss oder überhaupt erst einmal aufgebaut werden muss, trotz des Eifers, mit dem einige Menschen Gewalt und Krieg zu verbreiten suchen.

Unsere Mitbrüder in Bangui gehören ganz sicher zu denen, die entschlossen am Wachstum und der Rückkehr zur Menschenwürde mitarbeiten wollen. Mit Hilfe verschiedener Menschen ist es ihnen gelungen, Ziegel zu produzieren, die stärker sind als der Krieg.

Mit Maschinen aus Südafrika, einem Ingenieur aus dem Kongo und der Finanzierung einer französischen Stiftung und der italienischen Bischofskonferenz hat vor kurzem die Produktion von Ziegeln begonnen, die besser sind als das traditionelle Baumaterial: Dem bisher verwendeten Lehm werden Sand und Zement beigemischt, was die Ziegel viel fester macht. Ein auf die Initiative von Papst Franziskus zurückgehendes Lebensmittelzentrum ist der erste Kunde der Ziegelfabrik unserer Mitbrüder.

Federico Trinchero berichtet: „Für mich und meine Mitbrüder und Missionare, sowohl die alten als auch die neuen, sind Freude und Verantwortung groß, da wir beim Aufbau dieses kleinen Karmel, dieser jungen Kirche und dieses großen Landes die Fundamente sein dürfen, und zwar Tag für Tag, Ziegelstein auf Ziegelstein, Mitbruder mit Mitbruder. Herzliche Grüße, P. Federico und zwölf Ziegelsteine (Mitbrüder) in der Aufbauphase.“

Vídeos:

  1. Zentralafrika: Ernährungszentrum “Jesuskind” gegen Unterernährung in Bangui: https://youtu.be/CfVc-2STVMw
  2. Mit Ziegel auf Ziegel wächst Zentralafrika:https://youtu.be/X2YMg3ZDFUE
  3. http://sictm.chiesacattolica.it/in-centrafrica-tra-i-progetti-in-costruzione/
  4. http://www.freresjaccard.org/afrique/
  5. http://www.amiciziamissionaria.it/news/scuola-agricola-carmel

Vom 22. bis 26. Oktober fand das Jahrestreffen der Provinziäle Europas statt, das in diesem Jahr von der Generaldelegation Ägypten ausgerichtet wurde.

Neben dem Hauptanliegen, nämlich die Situation dieser Delegation des Ordens kennenzulernen, ging es auch um eine vertiefte Kenntnis der koptischen Kirche und des Verhältnisses zwischen Islam und Christentum; auf dem Programm stand auch der Besuch des Klosters zum hl. Makarius der koptischen Kirche. Geleitet wurde das Treffen von P. Lukasz Kansy und dem Präsidenten der europäischen Provinzialskonferenz, P. Juan De Bono, Provinzial von Malta.

Im Geistlichen Zentrum Monte Carmelo in Locomonaco in der Provinz Syrakus auf Sizilien hielt P. Agustí Borrell, der Generalvikar des Ordens, am 23. September für den OCDS in Sizilien ein Referat mit dem Titel: „Die Seligpreisungen: Alltagsheiligkeit im Licht von Gaudete et Exsultate.“ Die Teilnehmer kamen aus den 15 OCDS-Gemeinden und dem Kreis der Freunde des Karmel in Sizilien. Der Referent stellte ein paar Einladungen zur allgemeinen Berufung zur Heiligkeit aus dem Schreiben von Papst Franziskus vor  und unterstrich die Verantwortung, die jeder Christ habe, da er Sohn bzw. Tochter Gottes und berufen sei, konsequent und schöpferisch in der Gefolgschaft Jesu zu leben. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die spezifische Rolle des Karmel als einer Schule der Heiligkeit, wie die vielen und großen Heiligen beweisen. Die Seligpreisungen sind Spuren, die die Schritte Jesu im Leben des einzelnen zurücklassen; sie sind eine Einladung zur Glückseligkeit, wie der Papst in seinem Schreiben sagt. Der Referent hob auch hervor, dass die Nachfolge Christi in den Konstitutionen des OCDS schon vollständig abgebildet sei, denn sie rufen die Laienkarmeliten auf, den Seligpreisungen die Richtung für ihre Lebensentscheidungen und ihren eigenen Weg beim geistlichen Voranschreiten zu entnehmen. Schließlich erinnerte der Generalvikar daran, dass die grundlegenden Elemente für die Berufung der Laienkarmeliten auch das Gebet, der Dienst und das Gemeinschaftsleben seien, die ihre Verankerung in der Liebe haben.

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