Am 30. Mai 2020 wurde unser Mitbruder Jonas Vidas Labanauskas von Bischof Eugenius Bartulis zum Priester geweiht.

Der Neugeweihte hat den größten Teil seiner Ordens- und theologischen Ausbildung in Spanien absolviert und sie mit dem Lizenziat an der Theologischen Fakultät in Burgos mit einer Arbeit über die Anwesenheit des Hl. Geistes in den Werken und der Lehre der hl. Teresa abgeschlossen.

P. Vidas gehört zusammen mit den Mitbrüdern aus der Provinz Warschau dem Konvent in Kovno, Litauen, an und wird mit seiner Arbeit und seiner Begeisterung die Grundlagen für die Präsenz des männlichen Zweiges des Teresianischen Karmel in seiner Heimat legen. Die Arbeiten am Bau des Klosters gehen voran und werden hoffentlich bald angeschlossen sein.

Am Montag, den 1. Juni, begannen die Sitzungen des Definitoriums in diesem Quartal, die durch die von der Corona-Pandemie verursachten Einschränkungen geprägt waren, was bedeutete, dass P. General und die Definitoren zu Hause „interniert“ waren. Natürlich konnten sie deshalb keine Reisen unternehmen, wiewohl sie durch die modernen Kommunikationsmittel mit den Zirkumskriptionen in Austausch standen.

Das Definitorium hat sich den zahlreichen Provinzkapiteln gewidmet, die wegen der Corona-Pandemie nicht gehalten werden konnten, mit der Hoffnung, dass die meisten von ihnen in den Monaten Juni und Juli doch noch stattfinden können. Andererseits geht die Planung des kommenden Arbeitsjahres voran, an dessen Ende das Generalkapitel des Jahre 2021 steht. Ein wichtiges Ereignis ist zuvor noch das Außerordentliche Definitorium, an dem die neu gewählten Provinziäle teilnehmen werden. Da es unwahrscheinlich ist, dass es, wie geplant, Ende August in Mexiko stattfinden kann, wird bei diesen Sitzungen ein neues Datum festgelegt.

Wie üblich, stehen auch noch andere Punkte auf der Tagesordnung des Definitoriums, insbesondere die Frage, welche Auswirkungen die unerwartete und überraschende Corona-Pandemie auf das Leben der Brüder, Schwestern und Laien hat.

P. Johannes Gorantla, der für Südostasien zuständige Generaldefinitor, hat aus seinem Aufgabengebiet Nachrichten über die Auswirkungen der Corona-Krise zusammengetragen, die in englischer Sprache in unserem Internet-Auftritt und auch bei den COMMUNICATIONES eingesehen werden können.

Wie überall auf der Welt, ist auch in Indien das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt. Bis zum 6. Mai gab es 50.000 Infizierte, 15.000 Genesene und 1.700 Tote. Angesichts von 1,3 Milliarden Menschen kann man sagen, dass die Situation unter Kontrolle ist, doch gehen die Behörden weiterhin mit Vorsicht vor. Maharashtra, Gujarat, Delhi und Tamil Nadu sind die am meisten betroffenen Regionen.

Am dringlichsten ist zurzeit die Versorgung der armen und mittellosen Familien, die vom täglichen Verdienst abhängen. Unsere Mitbrüder haben verschiedene Initiativen ins Leben gerufen, um den Ärmsten beizustehen und bieten ihnen nicht nur Lebensmittel, sondern auch Schutzmaterial an. Die Karmelitinnen beten Tag und Nacht für das Land und die gesamte Menschheit.

Gott sei Dank haben wir bis jetzt in Indien unter den Schwestern und Brüdern noch keine Opfer zu beklagen.

Die Corona-Krise hat auch viele unserer Schwestern und Brüder auf den fünf Erdteilen dazu gezwungen, ihren gewohnten Dienst an den Menschen, wie hl. Messen, Besuchsdienste u. a. auszusetzen. Dennoch sind viele von unseren Brüdern und Schwestern bereit, den Menschen zuzuhören und sie zu begleiten.

Die Verstorbenen in unseren Familien, die Kranken, das Pflegepersonal, die Regierungen und alle, die auf irgendeine Weise von der Pandemie betroffen sind, und überhaupt alle, die sich an vorderster Front im Kampf gegen die Pandemie einsetzen, stehen im Mittelpunkt unseres Betens und Gedenkens.

Viele Klöster und Konvente benutzen das Internet, um den Menschen direkt ihre Dienste anzubieten, so in Italienisch, Spanisch, Englisch, Malalayam usw.

Viele Karmelitinnenklöster weltweit bieten geistliche Texte und Reflexionen an, das CITeS bietet Kurse an und Reflexionen über das jeweilige Tagesevangelium, das Teresianum hält seine Vorlesungen durch Videokonferenzen und bietet mit diesen Medien auch eine persönliche Begleitung der Studenten an.

Auch von der Generalkurie gehen auf diesem Wege Nachrichten an den Orden, so insbesondere die Botschaft von P. General Ein Glückwunsch in Zeiten der Bedrängnis.

Dazu kommen die vielen Hilfen und Einsätze im sozial-karitativen Bereich für die Armen, das Herstellen von Mund- und Nasenschutzmasken und anderem Schutzmaterial. Manche Karmelitinnnenklöster litten Mangel am Lebensnotwendigen, weil sie das Wenige, das sie hatten, mit den Armen in ihrem Umfeld geteilt haben. Sie wollen aber lieber anonym bleiben.

In den letzten Wochen haben wir einige Nachrichten über die Auswirkungen des Corona-Virus erhalten. In unserer Ordensprovinz Iberia sind vier Mitbrüder an diesem Virus gestorben, weitere sind in Spanien ins Krankenhaus gekommen, die wir unserem Gebet empfehlen. Einige Klöster mussten eine Quarantäne durchstehen, wie die Mitbrüder in Adro, Italien. Viele Schwestern und Brüder helfen im Rahmen ihrer Möglichkeiten, so z. B. die Mitbrüder in Paraguay mit ihren Suppenküchen, die den Armen wenigsten eine Mahlzeit täglich geben.

Beten wir für alle betroffenen Schwestern und Brüder und danken wir denen, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Mitmenschen ein Zeichen christlicher Nächstenliebe geben.

In den ersten Tagen des Monats Mai haben wir an unserem Internet-Auftritt einige Aktualisierungen durchgeführt. Das ist der Grund, warum wir keine neuen Nachrichten hochladen konnten. Deshalb wird auch die nächste Nummer der COMMUNICATIONES weniger Nachrichten enthalten.

Wir bitten um Euer Verständnis und laden euch ein, euch mit unseren verschiedenen Kommunikationsmedien über die aktuelle Lage des Ordens zu informieren.

Das Nachrichtenbüro des Ordens hat von einer großen Anzahl von Initiativen erfahren, die in dieser Zeit der Corona-Krise von Schwestern und Brüdern des Ordens ergriffen wurde. Wir haben auch erfahren, dass einige Provinzen und Klöster direkt davon betroffen sind, und leider haben wir auch von einigen Todesfällen aufgrund dieses Virus gehört. Es gibt nicht wenige Menschen und Institutionen, die unseren Schwestern und Brüder auch finanziell helfen, damit sie diese schwierige Zeit besser überstehen; auch gibt es Beispiele von Solidarität innerhalb der Zirkumskriptionen und unter ihnen.

Viele Kommunitäten von Schwestern haben damit begonnen, Gesichtsmasken oder für das Pflegepersonal Schutzkleidung herzustellen. Zugleich gibt es auch viele pastorale Initiativen in den Provinzen und auch manchen Schwesternklöstern, die dafür die modernen Kommunikationsmittel benutzen.

Daneben vergessen unsere Schwestern und Brüder auch nicht das beste Mittel, um der Kirche und der Menschheit in diesen Zeiten zu dienen, nämlich alle Menschen, ob nah oder fern, mit ihren Ängsten und Leiden ins Gebet und das brüderliche Leben mitaufzunehmen, um inmitten von soviel Dunkelheit und Unsicherheit das Licht der Hoffnung zu entzünden und einander mitzuteilen.

 

Sowohl P. General als auch die Definitoren befinde sich aufgrund der staatlichen Bestimmungen zum Schutz vor dem Corona-Virus in der Generalkurie in Rom.

Als erstes verschicken sie von dort aus einen herzlichen Gruß an alle Kommunitäten von Schwestern und Brüder in aller Welt, mit dem Versprechen eines besonderen Gebetsmementos und eines besonderen Gedenkens für die Verstorbenen und ihre Familien.

Das Definitorium ist dank der modernen Kommunikationsmittel weiter an der Arbeit im Dienst des Ordens, so dass es in diesen Tagen das vom Außerordentlichen Definitorium in Goa approbierte Projekt der Überarbeitung der Ausführungsbestimmungen besprechen konnte.

Zugleich möchten die Mitbrüder in der Generalkurie allen Schwestern und Brüdern danken, die durch verschiedene Initiativen das Volk Gottes und die gesamte Menschheit begleiten, die unter der Pandemie leiden.

 

 Am 19. März, dem Fest des hl. Josef, empfing die junge Irakerin Siham Khourani im Kloster der Karmelitinnen in Aleppo aus der Hand von Bischof Georges Bou Khazen in einer schlichten Feier in der Kapelle des Klosters das Ordensgewand, was in dieser eher vom Tod gekennzeichneten Gesellschaft ein Zeichen der Hoffnung ist.

Die Karmelitinnen haben die ganze Zeit des Krieges in Syrien in ihrem Kloster ausgehalten und durch ihr Gebet und karitative Dienste der Ortskirche geholfen, indem sie Nahrungsmittel nicht nur an Christen verteilten.

In dieser Zeit erhielten sie auch Besuch von P. Saverio Cannistrà, dem General unseres Ordens. Zurzeit leben acht Schwestern im Kloster, die für den Frieden in Syrien und der ganzen Welt beten.

 

Die Provinz Malabar hat am 14. Februar in Edappazhanji, einem Ort in Kerala in der Nähe von Trivandrum, das Benziger-Heim eingeweiht.

Es ist für Krebskranke bestimmt, die aus verschiedenen Orten zu einer Therapie kommen, für die man gewöhnlich nicht in ein Krankenhaus gehen muss. So brauchen diese Patienten einen Ort, wo sie unterkommen, was viel Geld kostet und für arme Menschen unerschwinglich ist.

Das Benziger-Heim bietet kostenlos Unterkunft und Verpflegung für arme und kranke Menschen. Das Haus ist hell und gut belüftet, so dass sich die Kranken und die sie begleitenden Personen wohl fühlen können.

Sagen wir dem Herrn und unseren Mitbrüdern herzlichen Dank für die schöne Initiatve.

 

Die Religiosenkongregation hat am 31. Januar und 1. Februar für kontemplative Schwestern aus Italien ein Treffen mit Titel Ökonomie im Dienst des kontemplativen Lebens duchgeführt.

Wie dieser Titel bereits sagt, ging es um Richtlinien für den Umgang mit den Finanzen in den Klöstern des kontemplativen Lebens, unter Beachtung der zivil- und kirchenrechtlichen Bestimmungen.

Einige der von den Referenten angesprochenen Themen waren die Natur der kirchlichen Einrichtungen, die Immobilien und Kulturgüter, aber auch die nötige Transparenz der Buchführung der Klöster.

Begleitet waren die Tage von liturgischen Feiern unter der Leitung des Präfekten und Sekretärs der Religiosenkongregation, Kardinal João Braz de Avis bzw. Erzbischof José Rodríguez Carballo. Am Abschlusstag, 1. Februar, nahmen die Schwestern am feierlichen Gottesdienst von Papst Franziskus in der Peterskirche teil.

 

Vultum Dei quaerere, Cor Orans und Die Kunst, das Antlitz Gottes zu suchen sind Verlautbarungen des Hl. Stuhles, die das kontemplative Leben der Frauen neu ausgerichtet haben. So wurden in letzter Zeit an verschiedenen Orten der Welt Seminare und Studientage organisiert, die zum besseren Verständnis dieser Dokumente, mit denen die Kirche das kontemplative Leben begleiten und erhellen möchte, verhelfen sollen.

Da wollte auch unser Orden nichtzurückstehen, und so hat der Generaldefinitor für Südasien, Johannes Gorantla, in den letzten Jahren verschiedene regionale Treffen organisiert.

Besonders erwähnenswert ist ein Seminar, das Ende Januar / Anfang Februar für alle Präsidentinnen und ihre Ratsschwestern im Carmelaram, Bangalore, Indien, unter Mitwirkung von P. Rafał Wilkowski, dem Generalsekretär für die Schwestern, stattgefunden hat.

Insgesamt haben 30 Schwestern aus den vier Assoziationen daran teilgenommen. Ziel war, den Schwestern bei ihrer Arbeit in den Föderationen zu helfen, insbesondere die Aufgaben der Präsidentin, der Ratsschwestern und der Leitung der Konvente vor Ort. Ein Schwerpunkt war die Visitation durch die Präsidentin, aber auch die Situation des Karmel in Südindien mit seinen Stärken und Herausforderungen. Es wurden einige Punkte des Teresianischen Karmel herausgestellt, die in besonderer Weise gepflegt werden sollen, ebenso die Zusammenarbeit unter den Assoziationen.

In Südasien gibt es 37 Schwesternklöster mit mehr als 500 Schwestern, davon 34 in Indien und 3 in Sri Lanka, die in 4 Assoziationen organisiert sind.

Der für Afrika zuständige Definitor, P. Daniel Ehigie, leitete das schon traditionelle Treffen der Oberen der anglophonen Zone Afrikas, das dem Studium des vor kurzem gehaltenen Afrika-Kongresses und der Vorbereitung der bevorstehenden Kapitel gewidmet war. Die in Englisch verfasste Botschaft kann auf der Internetseite der Generalkurie eingesehen werden.

Weiterhin visitierte P. Daniel, wie berichtet, die Delegation Westafrika der Iberischen Provinz und hielt sich dabei besonders in den Ausbildungshäusern auf.

P. Johannes Gorantla hielt in unserem Internationalen Kolleg Pastoralvisitation, und begleitete einige Tage später P. General bei der Visitation der Spezialisierungskommunität, in der die Mitbrüder wohnen, die an verschiedenen Fakultäten Roms weiterführende Studien absolvieren. Seit einigen Jahren wohnen auch Nicht-Karmeliten in dieser Kommunität, die zum großen Teil am Teresianum studieren.

Sechs Klöster aus Kerala (Thiruvalla, Kottiyam, Makayattoor, Eramallor, Kolayad und Trivandrum) und drei weitere aus Sri-Lanka (Colombo, Galle y Kandy) haben unter dem Patronat des hl. Johannes vom Kreuz eine neue Föderation gegründet. Nach dem Erhalt des entsprechenden Dekretes des Heiligen Stuhles hielten sie vom 24.-26. Januar 2020 unter der Leitung des Definitors Johannes Gorantla und des Generalsekretärs für die Schwestern Rafał Wilkowski ihre konstituierende Sitzung, an der neben zwei geladenen Schwestern aus einer im Aufbau befindlichen Stiftung in Thamarassery 18 Schwestern aus den neun Klöstern der Föderation teilnahmen.

In die Leitungsämter wurden folgende Schwestern gewählt:

Sr. Anjali, (Kolayad), Präsidentin

Sr. Angeline (Kandy), 1. Ratsschwester

Sr. Sharlet (Thiruvalla), 2. Ratsschwester

Sr. Therese (Colombo), 3. Ratsschwester

Sr. Rosario (Trivandrum), 4. Ratsschwester

Sr. Cicily (Eramalloor), Ökonomin.