Am 24. Februar ist im Kloster in Manrique (Medellin, Kolumbien) P. Francisco Javier Jaramillo gestorben.

Geboren am 5. Dezember 1939 hat er am gleichen Tag des Jahres 1957 in der Ordensprovinz Kolumbien Profess gemacht und hat nach seiner Priesterweihe am 14. November 1965 im Teresianum in Rom das Lizenziat in Theologie erworben.

In seiner Provinz war er Studentenmagister, von 1981 bis 1984 Provinzial, Schriftleiter der Zeitschrift „Vida Espiritual“ und in den Sektionen Spiritualität und kontemplatives Leben Mitarbeiter bei CELAM (Rat der Bischofskonferenzen Lateinamerikas). Von 1985 bis 1991 war er Definitor in Rom und von 1991 bis 1994 Rektor des Teresianums.

Nach seiner Rückkehr in seine Provinz erklärte er sich für einer Mitarbeit in der Generaldelegation Argentinien bereit, wo er 15 Jahre blieb; nach Kolumbien zurückgekehrt, wurde er für das Theologiekolleg in Bogotá destiniert, wo ein Krebs diagnostiziert wurde, zu dessen besserer Behandlung er nach Manrique umzog, wo er schließlich gestorben ist.

Bei seinem Abschied aus Rom, wo er insgesamt 12 Jahre dem Ordenszentrum gedient hat, schrieb er einen bewegenden Brief, in dem er für Gottes Barmherzigkeit dankte, wiewohl es nicht an schwierigen und unguten Zeiten gefehlt hat.

„Mir bleibt jetzt nur noch, mich von neuem in die Hände des Herrn zu begeben, um ihm zu geben, was er mir zum Weitergeben geschenkt hat. Das Beste in meinem Leben war immer das, was er mir gegeben hat. […] Mehr denn je möchte ich heute Epiphanie Gottes sein für viele Menschen, die ihn kennen und lieben wollen und für viele, die ihn weder in ihrem Leben noch in ihrer Geschichte entdeckt haben. […]. Vielleicht sage ich damit schon, dass ich in allem seinen Willen erfüllen möchte.“

Möge unser Mitbruder – P. „Pacho“ Jaramillo – in Frieden ruhen.

Braucht Spiritualität Kirche? Ideale, Schwierigkeiten und Hoffnungen (62. Woche der Spiritualität vom 14 . 18. März 2021 – 16 Stunden).

Nach einem der Pandemie geschuldeten Pause von einem Jahr wird die Woche der Spiritualität im Teresianum wieder durchgeführt, dieses Jahr zum ersten Mal als Videokonferenz.

100 Jahre nach der kühnen Prophezeiung von Romano Guardini (Es begann ein Prozess von unberechenbarer Bedeutung: das Erwachen der Kirche in den Seelen) scheint dieser Optimismus ein gewisses Unwohlsein auszulösen. Angesichts verschiedener Probleme in der Kirche, aber auch in anderen traditionellen Religionsgemeinschaften, entstehen viele Fragen zu diesem ersehnten geistlichen Phänomen in den Seelen. Was bleibt denn von diesem Ideal? Andererseits gibt es nicht wenige, die lieber von einem Erwachen der Spiritualität in der modernen Kultur sprechen als einer echten Alternative zum Leben in der Kirche. Durch solche Fragen angeregt, schlugen wir unseren Referenten vor, sich in diese provozierende Frage zu vertiefen: Braucht Spiritualität Kirche? Wir laden Sie ein, mit uns ihre Reflexionen zu hören.

Anmeldung über http://www.teresianum.net/es/62-settimana-di-spiritualita/

P. Patrizio ‚Sciadini, langjähriger Missionar in Brasilien und bis vor kurzem Generaldelegat in Ägypten, hat für dieses Josefsjahr ein interessante Buch über den hl. Josef herausgebracht, mit dem Titel „Caminhando con São José“.

Nach den Worten seines Autors möchte das Buch in erster Linie den Titel unterstreichen, den das Evangelium dem hl. Josef gibt: Der gerechte Mann, was für P. Patrizio „recht“ und „heilig“ bedeutet, eine Heiligkeit, die sich in der ihm aufgetragenen Sendung entfaltet, nämlich in der Familie zu Nazareth die Vaterfigur zu sein: Maria und Jesus zu schützen. Josef sei ein Mensch des Schweigens gewesen, aber gerade deswegen hat er die Fähigkeit zum Zuhören und zum Gehorsam gegenüber der Stimme des Herrn. Radio Vatikan und Vatican News haben über das Buch berichtet:

https://www.vaticannews.va/pt/igreja/news/2021-01/frei-patricio-caminhando-com-sao-jose.html

Am 30. Januar 1948 haben radikale Hinduisten in Neu Delhi Mahatma K. Gandhi ermordet. Zur Erinnerung an diese große Persönlichkeit wird an diesem Tag weltweit der Friedenstag gefeiert.

Unsere Mitbrüder in der Zentralafrikanischen Republik ließen sich diese günstige Gelegenheit in der momentan sehr schwierige Situation in diesem Land nicht entgehen und haben einen Tag des Gebetes für das ganze Land ausgerufen, an dem Muslime, Protestanten und Katholiken von Baoro teilnahmen.

So haben sich zu Gebet, Gesang und Freude ca. 2.000 friedliebende Menschen versammelt, um mit der Hilfe Gottes ein Zeichen der Hoffnung und Versöhnung gegen jede Art von Krieg zu setzen.

Vereinen auch wir uns mit ihrem Gebet und ihren Anliegen.

Die Kirche der Provinz Ibérica unseres Ordens in Barcelona in der zentralen Prachtstraße Avenida Diagonal, Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, feiert ihr 100jähriges Jubiläum (1921-2021).

Nach der Auflösung aller Konvente in Spanien um die Mitte des 19. Jahrhunderts kam 1896 eine Gruppe von Karmeliten nach Barcelona. Nach der Errichtung der Provinz Katalonien 1906 wurde sofort der Neubau eines Konvents geplant, dessen Grundstein am 25. März 1906 gelegt wurde, bereits im folgenden Jahr war die Kirche vollendet. 1913 wurde der Grundstein für die Kirche gelegt, die am 13. Januar 1920 unter Beisein ziviler, militärischer und kirchlicher Obrigkeiten eingeweiht wurde.

Die Erbauer inspirierten sich an der romanischen, byzantinischen, islamischen und modernen Kunst, was zu einem eigenwilligen Bau führte, einer Kirche im Basilika-Stil mit drei Schiffen, überhöht von einer mächtigen Kuppel. Die Mosaiken, die fast den gesamten Kirchenraum, besonders den Hochaltar, ausschmücken, sind von beachtlicher Qualität und erinnern an die byzantinische und damals moderne Kunst. Mit folgendem Link kann man einen virtuellen Gang durch die Kirche machen:

https://roundme.com/tour/228851/view/648703/

Vor 50 Jahren sind die ersten Missionare unseres Ordens aus der Provinz Krakau nach Burundi gekommen, der sie noch heute angehören.

Dazu haben die Mitbrüder eine liturgische Feier und auch andere Veranstaltungen organisiert, die besondere von den Pfarr- und karmelitanischen Gruppen durchgeführt worden sind. Den Festakt leitete Bischof Simon Ntamwana, mit der Teilnahme des Provinzpräfekten und verschiedener Künstler, die bei der Feier dabei waren, um die Jugendlichen mit ihren verschiedenen Darbietungen – Musik, Folklore, Malen, usw. – zu unterstützen.

Auch der Provinzdelegat der Provinz, P. A. M. Ikiurukwayo, war anwesend und unterstützte den Pfarrer P. P. Porwit, der die bunten Angebote und die reichen Begabungen der jungen Burundier hervorhob, und dem Land eine gedeihliche und friedliche Zukunft wünschte.

Bischof Ntamwana dankte den Karmeliten für die geleistete Arbeit und betonte die Notwendigkeit eines Pastoralzentrums für Jugendliche, um ihnen bei ihrem Entwicklungs- und Wachstumsprozess zu helfen, auch mit der Eröffnung neuer Erfahrungen, wodurch ihr Hineinwachsen in die Gesellschaft in einer sich ständig verändernden Welt erleichtert werden sollte.

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Der Obere unserer Mission in Sri Lanka, P. S. Arockiasamy, teilte uns mit, dass der erste Konvent unsers Ordens in diesem Land unter dem Vorsitz von Kardinal Malcolm Ranjith eingeweiht worden ist.

Wegen der Corona-Pandemie war die für März 2020 geplante Feierlichkeit, an der auch P. General Saverio Cannistrà teilnehmen sollte, verschoben worden, so dass sie endlich am 16. Januar 2021 stattfinden konnte, wegen Corona allerdings nur im Beisein unserer Mitbrüder, der lokalen Autoritäten und der nächsten Freunde.

Wir danken den Mitbrüdern, dass sie diese lang gewünschte Mission in diesem Land begonnen haben, die von der Generalkurie besonders begleitet wurde, als deren Vertreter P. Johannes Gorantla, der für diese Region zuständige Generaldefinitor als Vertreter des Ordensleitung, an der Feier teilnahm.

Wir stimmen ein in die Freude über diesen neuen Konvent des Karmels der hl. Teresa, aber auch in das Gebet für reiche apostolische Früchte.

 

Der Student unseres Ordens Abel de Jesús aus der Provinz Ibérica gewann den dritten Preis für junge Theologen, der von dem angesehenen katholischen spanischen Verlag PPC (Promoción popular cristiana) ausgelobt worden war.

Fray Abel (27), Student der Fundamentaltheologie an der Päpstlichen Universität Comillas in Madrid, gewann diesen Preis über Spiritualität im Digitalzeitalter mit dem einmütigen Votum der Jury. Seine Arbeit soll im März veröffentlicht werden.

Fray Abel ist seit 2016 Mitglied unseres Ordens und bemüht sich, im unermesslichen Meer der sozialen Medien die Glaubensbotschaft mit Hilfe der Spiritualität unserer Heiligen „herüberzubringen.“ Er verfügt über einen Youtube-Kanal mit zurzeit 5330 Abonnenten, auf dem er schon mehr als 60 Videos über Spiritualität, aber auch über andere Themen veröffentlicht hat, wie geistliche Werte im heutigen Film oder Literatur für Jugendliche.

Fray Abel ist auch auf Twitter und Facebook präsent.

Herzlichen Glückwunsch für diese Auszeichnung!

 

Bei der Veröffentlichung des Apostolischen Schreibens Patris Corde anlässlich der Ernennung des hl. Josef zum  Patron der Universalkirche hat Papst Franziskus ein Josefsjahr ausgerufen, mit der Intention, dass wir n diesen schwierigen Zeiten der Menschheit unsere Augen wieder auf das Gemeinwohl richten, auf jene, die fern vom Rampenlicht der Öffentlichkeit jeden Tag in Geduld ausharren und Hoffnung verbreiten und füreinander Verantwortung übernehmen, wie der hl. Josef, der Mann, der kaum wahrgenommen wurde, der Mann des täglichen, diskreten und verborgenen Dienstes. Ohne Zweifel ist seine Aufgabe in der Heilsgeschichte ohne Parallele.

Josef, der Jesus mit dem Herzen eines Vaters liebte, ist der zartfühlende, gehorsame und gastfreundliche Diener, stark, arbeitsam, der im Schatten tätig war, fernab jeglichen Rampenlichts.

Für den Teresianischen Karmel ist dieses Josefsjahr Anlass zu besonderer Freude, das uns die Möglichkeit bietet, die Präsenz des hl. Josefs in unserem Charisma wieder neu zu entdecken, wie es die hl. Teresa und andere herausragende Gestalten des Ordens, wie Jerónimo Gracián herausgestellt haben.

Am gleichen Tag haben auch die beiden Generaloberen O.Carm und OCD einen Brief an die Mitglieder ihrer Orden gerichtet mit dem Titel Der hl. Josef als Schutzpatron des Karmel. Brief der Generaloberen O.Carm. und OCD an die Familie des Karmel zum 150. Jahrestag der Ernennung des hl. Josefzum Schutzpatron der universalen Kirche.

 

Trotz der Probleme, die die Corona-Pandemie mit sich bringt, haben die Brüder, Schwestern und Laien unter Beachtung der von der Obrigkeit angeordneten Vorsichtmaßnahmen am Hochfest des hl. Johannes vom Kreuz, 14. Dezember 2020, ein dreifaches Jubiläum gefeiert.

Außer dem Fest des Heiligen wurde der 90 Jahre der Gründung des Klosters Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel und der hl. Therese vom Kinde Jesus und der 60 Jahre gedacht, seit Mutter Consuelo de Jesús aus Spanien gekommen ist; sie kam am 12. April 1960 im Alter von 32 Jahren ins Kloster zu Kota Kinabalu (damals Jesselton), war mehr als 30 Jahre Oberin der Kommunität und erfreut sich mit ihren 93 Jahren noch immer einer guten Gesundheit.

Der Feier stand Erzbischof John Wong vor, begleitet vom Hausgeistlichen P. Matthäus Lutam, P. Cosmas Lee und P. David Sham, zusammen mit anderen 30 Mitgliedern der karmelitanischen Familie, Der Erzbischof richtete einige bewegende Worte an Mutter Consuelo, deren Berufung er im Licht des Propheten Jesaja interpretierte und sie ermutigte, zusammen mit ihren Mitschwestern im Dienst der Orts- und Weltkirche die Wege der hellen Dunkelheit des hl. Johannes vom Kreuz zu gehen. Er dankte für ihr Dasein und für das Geschenk, das die Karmelitinnen mit ihren zur Zeit sieben Schwestern in Ausbildung bedeuten.

Nach der Feier lud die Vorsitzende des OCDS, Frau Celestine Jinu, alle anwesenden Gäste zu einer Agape im Außenbereich der Kapelle ein. Die Jubiläumstorte wurde von Erzbischof Won im Namen der Kommunität verteilt, die sie gebacken hatte.

Selbst in den lokalen Medien fand die Feier Aufmerksamkeit, wie man sehen kann:

http://www.heraldmalaysia.com/news/the-carmelite-community-celebrates-triple-joys-on-feast-of-st-john-of-the-cross/57099/1

Wir danken Frau Catherine Wan und ihrer Zeitung für diese Nachricht und die Fotostrecke.

 

Am 25. Dezember verstarb im St. Anne’s Krankenhaus in Milwaukee P. Reginald Thomas Foster, Mitglied der Provinz Washington unseres Ordens. Er war wegen einer Corona-Infektion acht Tage vorher ins Krankenhaus gebracht worden, wo er außer der täglichen Versorgung durch das Krankenhauspersonal auch täglich von Frau Dr. Azcueta begleitet wurde, die in der Provinz Washington für die Gesundheit verantwortlich ist, da Besuche von Seiten der Mitbrüder wegen der Corona-Pandemie verboten waren. Er hatte keine besonderen Lungenprobleme, sondern litt an einer Rachenschleimhautentzündung, begleitet von einem starken Husten, so dass man damit rechnete, dass er die Krankheit überwinden könnte; am Hl. Abend aber verschlechterte sich sein Zustand rapide, so dass er in den frühen Morgenstunden des 25. Dezember verschied.

Der auf der ganzen Welt als einer der besten Experten für lateinische Sprache und Kultur bekannte Reginald Foster wurde in Milwaukee am 14. November 1939 in einer bescheidenen Familie von Installateuren geboren, worauf er immer sehr stolz war. Von 1970 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2009 arbeitet er im Staatssekretariat, Abteilung lateinische Korrespondenz des Papstes. 30 Jahre lang war er Professor an der Gregoriana und hielt außerdem unzählige Kurse und Seminare in Latein, wo er nicht nur seine Kenntnisse in Latein einbrachte, sondern auch eine revolutionäre und immer personenbezogene Pädagogik verwendete, was ihm aufrichtige Hochschätzung seitens seiner Studenten verschaffte. Während seiner römischen Jahre hat er ein Programm für das Studium der lateinischen Sprache und die Kenntnis der Stadt Rom erarbeitet, das Aestiva Romae Latinitas hieß und völlig kostenlos war.

Seine Vorlesungen hatten stets einen großen Zulauf, und hörten erst kurz vor seinem Tod auf.

In Zusammenarbeit mit Daniel Patrick McCarthy veröffentlichte er an der Katholischen Universität von Amerika 2016 ein Manuale für den Lateinunterricht mit dem Titel Ossa Latinitatis Sola. Ad Mentem Reginaldi Rationuemque (The Mere Bones of Latin According to the Thought and System of Reginald). In ihm hat er seine Lehrmethode festgehalten, durch die er den Studenten nicht nur die Kenntnis des Lateinischen beibringen, sondern sie auch zum Schreiben und Sprechen animieren wollte.

2010 erhielt er von der Universität Notre Dame in Indiana den Titel Doctor Honoris Causa.

Möge P. Reginald Foster im Frieden Gottes ruhen.

 

1994 Latin Fanatic

DOC001 (59)

Die Zeitschrift LA OBRA MÁXIMA entstand im Januar 1921 dank des Missionseifers des Ehrwürdigen P. Juan Vicnte Zengoitita (1862-1943), der nach 17 Jahren fruchtbarer Missionsarbeit in Indien nach Spanien zurückkehrte, wo er mit seinem Einsatz für die Mission weitermachen wollte, indem er diese Zeitschrift ins Leben rief. Sie ist bis heute noch ein wichtiger Bezugspunkt für die Missionen innerhalb des Ordens, aber auch für das weite Feld der Missionen in der Welt.

LA OBRA MAXIMA erscheint monatlich und bringt nicht nur Nachrichten über die Missionen unseres Ordens, sondern möchte auch den kleinen christlichen Kommunitäten, die oft in den entferntesten Winkeln der Welt leben, eine Stimme geben, vor allem weil viele von ihnen wegen ihres Glaubens Verfolgung und Anfeindung erleiden müssen.

In Übereinstimmung mit den Vorgaben des Papstes möchte die Zeitschrift das Bewusstsein für die Missionen wecken und die Liebe zu den Missionen des Ordens, aber auch der Gesamtkirche vertiefen.

Dank dieser Bemühungen konnte die Zeitschrift im Lauf ihrer langen Geschichte schon viele Anfragen um Unterstützung, die bei ihr aus vielen Teilen des Ordens angekommen sind, positiv aufgreifen und helfen.

Es ist die Aufgabe des ganzen Teresianischen Karmel diese Medien zu pflegen, damit die Flamme des Missionseifers in unserem Orden weiter brenne und Menschen in Not durch uns Gottes Trost und die Hilfe ihrer Mitmenschen erfahren können.

Im Internet kann LA OBRA MÁXIMA besucht werden unter https://www.laobramaxima.es/www/portada.php

 

Am 8. Januar verstarb Bischof Oswaldo Azuaje OCD aufgrund einer Erkrankung am Corona-Virus. Nachdem er sich seit dem 3. Januar infolge einer Lungenentzündung unwohl gefühlt hatte, schien sein Zustand zunächst unter Kontrolle zu sein, doch da sich sein Zustand zusehends verschlechterte, versuchte man, mit einer Intubation abzuhelfen, was er aber nicht vertrug, so dass er bald daran starb.

Geboren am 19. Oktober 1951 in Maracaibo, verbachte Bischof Oswaldo, bedingt durch die Militärlaufbahn seines Vaters, den größten Teil seiner Kindheit in Mérida. Dort lernte er im September 1966 die Karmelitinnen kennen, die sich erst kurz zuvor in dieser Stadt niedergelassen hatten. Seit dieser Zeit träumte er davon, den männlichen Zweig von Teresas Karmel auch in Venezuela einzupflanzen, der heute dank seiner Initiative und anderer Mitbrüder, wie des mit dem Namen Pepe bekannt gewordenen, allerdings im März 2019 bereits verstorbenen P. José Ramón Castañeda, in Venezuela Fuß gefasst hat.

Sein Noviziat absolvierte Bischof Oswaldo im Desierto de las Palmas, Spanien, wo er auch seine Profess ablegte. Zur Vorbereitung auf das Theologiestudium am Teresianum in Rom (1972-1975), das er mit dem Bakkalaureat in Theologie abschloss, hat er ein Einführungsjahr im Konvent Stella Maris auf dem Berg Karmel absolviert. Die Diakonweihe erhielt P. Oswaldo durch Kardinal Knox am 16. April 1975 in Rom, die Priesterweihe am 25. Dezember in Mérida durch Bischof Ángel Pérez Cisneros. Danach setzte er seine Studien an der Accademia Alfonsiana in Rom in Moraltheologie fort und schloss sie 1978 mit „summa cum laude“ ab. Ein ergänzendes Studium in Geistlicher Theologie erfolgte 1995 am CITeS in Ávila.

Von 1978 bis 1984 weilte er auf Geheiß seiner Oberen in Costa Rica, wo er als Ausbilder und Oberer in San Ramón tätig war und in der Pfarrei auch die Familienpastoral voranbrachte; später war er von San José de Costa Rica aus Professor für Moraltheologie am interdiözesanen Seminar von Paso Ancho und zugleich auch am interkongregationalen Seminar, dazu Sekretär der Ordenskonferenz von Costa Rica und Schriftleiter der Zeitschrift „Senderos“.

Am 24. Juli 1984 kehrte er nach Venezuela zurück und war in den verschiedenen Konventen, wie Barquisimeto, Mérida und Potrero de Las Casas tätig, wo er verschiedene Aufgaben ausgeübt hat, wie Ausbildungsleiter, Hausoberer und Generaldelegat. Daneben war er Professor am Seminar Divina Pastora in Barqusimeto, im ITER (interkongregationale Fakultät) in Caracas und im Seminar San Buenaventura in Mérida. 1998 wurde er vom Erzbischof von Mérida, Baltasar Porras, zum Bischofsvikar für die Ordensleute in dieser Diözese bestellt und nahm als solcher an den drei Sitzungen des Plenarkonzils von Venezuela (2000-2005) teil und war an der Ausarbeitung des Dokuments über das Ordensleben beteiligt. Die Förderung des Ordensleben mit Hilfe der venezolanischen Ordenskonferenz war ihm immer ein großes Anliegen, was sich in der Programmierung zahlreicher Einkehrtage für Ordensleute zeigte. Insgesamt viermal war er Höherer Oberer unseres Ordens in Venezuela; zugleich galt seine Sorge auch der Familienpastoral, für die er Einkehrtage für Ehepaare, Jugendliche und Kinder organisierte. In Barquisimeto und Mérida war er Assistent der Marriage Encounters in Venezuela.

Am 30. Juni 2007 wurde er von Benedikt XVI. zum Weihbischof von Maracaibo ernannt und empfing in dieser Stadt am 31. August 2007 vom Erzbischof von Maracaibo, Ubaldo Santana, die Bischofsweihe.

Nach vier Jahren und acht Monaten Dienst in dieser Erzdiözese als Generalvikar und Regionalbischof wurde er am 3. April 2012 von Benedikt XVI. zum Bischof von Trujillo ernannt, wo er am 9. Juni des gleichen Jahres in sein Amt eingeführt wurde.

In der venezolanischen Bischofskonferenz war er in zwei Triennien Vorsitzender der Kommission für Jugend- und Universitätspastoral, von 2015 bis 2018 Vorsitzender der Ordenskommission und bis zu seinem Tod Mitglied der Liturgiekommission der venezolanischen Bischofskonferenz.

Außer seiner Muttersprache beherrschte Bischof Oswaldo fünf Sprachen: Italienisch, Englisch, Portugiesisch und Französisch; einige Jahre hatte er auch Klavier und Gesang studiert.

Unser Dank geht an Radio Paz der Diözese Trujillo, und insbesondere an seinen Direktor, P. Pedro Terán, für die Überlassung dieses Nachrufs.

Am 3. Dezember, dem Gedenktag des hl. Franz Xaver, erhielten wir in der Generalkurie die gute Nachricht, dass die Ergebnisse der Corona-Testungen alle negativ waren, womit die über einen Monat währende Ansteckungsgefahr in der Generalkurie überwunden war. Keiner der Angesteckten hat Gott sei Dank schwere Symptome aufgewiesen, so dass jetzt alle wieder gesund sind.

Nach Beendigung dieser Zeit der Ansteckung und Isolation kehrt nach und nach wieder das normale Leben in der Generalkurie ein. Am 5. Dezember konnte zum ersten Mal wieder eine gemeinsame Messe gefeiert werden, bei der wir der vielen Kranken gedachten, die noch an der Pandemie und ihren Folgen leiden, aber auch ihrer Familienangehörigen, des Pflegepersonals und anderer Personen, die bei der Bekämpfung der Pandemie mithelfen.

 

Am 6. November ist in Paris der Lehrstuhlinhaber für spanische Literatur und französische Dichtung Barnard Sesé gestorben. Als Mitglied der Spanischen Königlichen Akademie in Frankeich seit 1996 hat er einen großen Teil seines Lebens dem Studium spanischer Dichter und Schriftsteller gewidmet, was ihm 1980 den ersten Peis der Stiftung Antonio Machado mit einer Schrift über diesen andalusischen Dichter einbrachte.

Viele Werke hat er dem Studium der Poesie und Prosa der heiligen Teresa, aber vor allem des hl. Johannes vom Kreuz gewidmet, dazu viele Bücher und Schriften über unsere Heiligen und hat auch eine Biographie über Madame Acarie verfasst; er hat auch eifrig an verschiedenen Kongressen über die Mystiker des Karmel teilgenommen.

Er starb mit 91 Jahren als emeritierter Professor für Spanische Literatur an der Universität Paris X-Nanterre. Möge er ruhen in Frieden.