Am 16. April hat der Exekutivrat der UNESCO anlässlich des 150jährigen Geburtstags die Kandidatur Thereses von Lisieux für die Biennale 2022/2023 approbiert, was mit der Hundertjahrfeier ihrer Seligsprechung (29.4.1923) zusammenfällt. Präsentiert wurde diese Kandidatur vom französischen Staat und der Basilika von Lisieux. Mit der Biennale möchte die UNESCO „das Andenken an Menschen ehren, die sich im Bereich des Friedens, der Erziehung, der Wissenschaft, der Gesellschaftswissenschaften und der Kommunikation engagiert haben.“ Therese befindet sich im Kreis von 60 Persönlichkeiten, die von 47 Staaten präsentiert wurden. Unter ihren Konkurrenten befinden sich drei weitere Katholiken: Nikolaus Kopernikus aus Polen, Nerses aus Armenien und Mendel aus der Tschechischen Republik.

Mitte April hatte Therese schon die erste Etappe gewonnen! Sie ist die einzige Frau unter vier ausgewählten Persönlichkeiten, so dass sie Frankreich bei diesem Wettbewerb vertreten wird, bei dem auch Belgien und Italien Therese unterstützen. Die UNESCO hat erklärt, dass „die Feier dieses Jahresgedenkens dazu beitragen sollen, den Frauen, die durch ihren Einsatz die Werte des Friedens gefördert haben, mehr Wahrnehmung und Gerechtigkeit zukommen zu lassen,“

Da Therese in der katholischen Welt sehr bekannt ist (Lisieux ist der nach Lourdes besuchteste Wallfahrtsort in Frankreich), könnte diese Feier dazu beitragen, die Rolle der Frau in den Religionen bei ihrem Kampf gegen Armut und für die Förderung der Inklusion hervorzuheben.

Eine französische Heilige mit weltweitem Einfluss und Kirchenlehrerin: Die UNESCO könnte die hl. Therese als Weltkulturerbe ehren, was eine überraschende und außergewöhnliche Botschaft des Himmels in diesen Zeiten der Pandemie sein könnte. Allerdings werden wir erst im November 2021 erfahren, ob Therese tatsächlich von der UNESCO geehrt werde wird.

Teresa von Jesus ist einzigartig, zuallererst, weil sie heilig ist. Ihre Gelehrigkeit gegenüber dem Geist vereint sie mit Christus, so dass sie „ganz und gar in großer Liebe zu Gott entflammt ist.“ In schönen Worten drückt sie ihre Erfahrung aus, wenn sie sagt: „Ich habe mich ihm ganz hingegeben und bin so sehr verändert, dass mein Geliebte nur für mich und ich nur für ihn da bin.“ Jesus hat gesagt: „Wovon das Herz voll ist, geht der Mund über“ (Lk 6,45). Der Wagemut, die Kreativität und die Großartigkeit Teresas als Gründerin sind Frucht der Präsenz des Herrn in ihrem Inneren.“

Heiligkeit gibt es nicht nur für einige „Experten für das Göttliche“, sondern ist Berufung aller Glaubenden. Die Vereinigung mit Christus, die die Mystiker wie Teresa in besonderer Weise rein durch Gnade erfahren, empfangen wir in der Taufe. Die Heiligen regen uns an und motivieren uns, doch sind sie nicht dafür da, dass wir sie einfach kopieren, denn die Heiligkeit wird nicht kopiert, „weil uns das von dem einzigen und spezifischen Weg, den der Herr für uns vorgesehen hat, sogar abbringen könnte. Worauf es ankommt, ist, dass jeder Glaubende seinen eigenen Weg erkenne“, denn jeder von uns hat seinen eigenen Weg zur Heiligkeit und zur Begegnung mit dem Herrn,

Teresa lehrt uns, dass der Weg, der sie zu einer einzigartigen Frau und zu einer Bezugsperson für alle Jahrhunderte macht, nämlich der Weg des Gebetes, offen ist für all jene, die sich in ihrem Leben dem Wirken des Geistes öffnen; das Zeichen, dass wir auf diesem Weg voranschreiten, ist, dass wir immer demütiger und aufmerksamer für die Nöte unserer Schwestern und Brüder werden, immer bessere Söhne und Töchter des heiligen Volkes Gottes. Dieser Weg öffnet sich nicht für diejenigen, die sich für rein und vollkommen halten, wie die Katharer aller Zeiten, sondern für diejenigen, die im Bewusstsein ihrer Sünden die Schönheit von Gottes Barmherzigkeit entdecken, der alle aufnimmt, alle erlöst und alle zur Freundschaft mit sich einlädt. Es ist interessant, wie es das Bewusstsein, Sünder zu sein, ist, was den Weg zur Heiligkeit eröffnet.

Das Gebet machte aus Teresa eine einzigartige Frau, eine kreative und innovative Frau. Vom Gebet her entdeckte sie das Ideal der Geschwisterlichkeit, die sie in ihren Gemeinschaften verwirklichen wollte. Im Gebet fühlte sie sich als Braut und Freundin vom auferstandenen Christus angezogen; durch das Gebet öffnete sie sich der Hoffnung.

 

Aus: Osservatore romano, 152, Nr. 86 (48.709), 16. April 2021 (Italienisch).

Vom 12. – 15. April fand in Ávila anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Ernennung Teresas zur Kirchenlehrerin der Internationale Kongress „Teresa von Jesus. Eine außerordentliche Frau“ statt. Zur Eröffnung des Kongresses wurde ein Botschaft von Papst Franziskus verlesen, in dem er alle Teilnehmer begrüßte und hervorhob, dass „die Flamme, die Jesus in Teresa entzündet hat, in dieser Welt weiterleuchtet, aber immer mutige Zeugen braucht, die fähig sind, alle Mauern niederzureißen.“

Der Kongress, der sowohl Online als auch in Präsenzform stattfand, widmete sich in den vier Tagen seiner Dauer verschiedenen Themen über die Lehre Teresas für die Kirche und die Welt von heute.

Am Ende des Kongresses erwartete die Teilnehmer eine weitere Überraschung, die in einer Videobotschaft des Papstes bestand, was der Clou des Kongresses war. Der Papst benutzte die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass einer der charakteristischen Punkte Teresas ihre Vereinigung mit Christus und ihre Entschlossenheit, im Gebet zu verweilen, war. Dabei hat er alle ermutigt, den je eigenen Weg zu finden, und betont, dass „die hl. Teresa uns den Weg weist, der sie zu einer außergewöhnlichen Frau und in den Jahrhunderten zu einem Bezugspunkt für diesen Weg des Gebetes gemacht hat, der offen ist für alle, die sich in Demut dem Wirken des Geistes in ihrem Leben öffnen.“

Hier der Link für die gesamte Videobotschaft (auf Englisch):

https://www.osservatoreromano.va/en/pdfreader.html/ing/2021/04/ING_2021_017_2304.pdf.html

Während des Kongresses wurde zugunsten des Klosters in Alba de Tormes, wo sich Teresas Grab befindet, eine Online-Spendensammlung organisiert (http://congresosantateresadoctora.es ); außerdem beschlossen die Oranisatoren des Kongresses, den erwirtschafteten Gewinn diesem Kloster zu spenden.

 

Am 12. März ist Schwester Elsa Campa, Priorin der Karmelitinnen von Alba und Villagarcía de Campos (Spanien) und Präsidentin der Föderation der Karmelitinnen, von Papst Franziskus zur Konsultorin der Ordenskongregation (CIVCSVA) ernannt worden.

Schwester Elsa, können Sie sich für die, die sie nicht kennen kurz vorstellen?

Ich heiße Elsa Campa Fernández (Elsa vom Herzen Jesu), bin in einem kleinen Dorf im Norden Spaniens geboren, am 10 Juli 1982 in den Karmel zu Oviedo eingetreten, wo ich am 12. August 1985 zeitliche und am 10. Januar 1988 Feierliche Profess abgelegt habe.

Was bedeutet die Ernennung für Sie als Frau und als Karmelitin?

Als Frau finde ich es gut, dass uns die Kirche allmählich traut und an uns denkt, dass sie unsere Stimme hören möchte und all das anerkennt, was wir Frauen seit Generationen in Kirche und Gesellschaft leisten.

Als Karmelitin bedeutet diese Ernennung mehr Arbeit und mehr Sorgen, denn mein Alltag ist bereits ausgefüllt, doch bedeutet sie darüber hinaus auch eine kleine Anerkennung und ist eine Ehre für unseren Orden; das erfüllt mich mit Freude.

 

Am 11. April haben wir erfahren, dass der Papst auch unseren P. Denis Chardonnens, vormals Dekan der Päpstlichen Theologischen Hochschule und des Instituts für Spiritualität am Teresianum zum Konsultor der gleichen Kongregation ernannt hat. Er ist dort zurzeit Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie.

 

An beide ergeht unser herzlicher Glückwunsch, begleitet von unseren Gebeten.

 

Für seine sozial- und geisteswissenschaftlichen Studien hat P. Teófanes Egido den Preis der Region Kastilien-León für das Jahr 2020 erhalten.

Geboren 1936 in Gajates, Salamanca, hat unser Mitbruder sein ganzes Leben dem Studium der Geschichte gewidmet. Bis 2002 Professor für moderne Geschichte an der Universität Valladolid und 17 Jahre lang offizieller Chronist der Stadt Valladolid gilt P. Teófanes als einer der besten Kenner der Geschichte des 18. Jahrhunderts.

In der Begründung für die Preisverleihung hebt die Jury seine „fortwährende und herausragende Hingabe an die historische Erforschung und Lehre hervor, die in der Historiographie des 18. Jahrhunderts unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte der Mentalitäten Weichen für die Zukunft gestellt hat. […]. P. Teófanes hat mit seinen Studien entscheidend zur Identifizierung der jüdischen Ursprünge Teresas von Ávila und zur kritischen Annäherung an Martin Luther beigetragen, von dem er zum ersten Mal Schriften in seine kastilische Sprache übersetzt hat; dadurch hat er neue Studien- und Interpretationsperspektiven für die Frömmigkeit der Barockzeit eröffnet und wurde zu einem der größten Historiker der Region Kastilien-León.“

Die Preisverleihung fand am Mittwoch, den 21. April 2021 statt.

Herzlichen Glückwunsch für diesen Preis, P. Teófanes.

 

Im Jahre 2005 gehörten 4.000 Gläubige des Lateinischen Ritus zur Katholischen Kirche, das sind 0,6 % der Christen in diesem Land. Unser Orden kam 1623 in den Irak und ließ sich in Basrah nieder, 1721 wurde in Baghdad ein zweiter Konvent gegründet. Die Aufgabe der Mitbrüder bestand immer in der Betreuung der christlichen Gemeinden vor Ort. Heute ist die Situation der Christen an diesem Ort sehr prekär, wie im ganzen Land. Die Christen und vor allem die Ordensleute sind ständig Einschüchterungsversuchen von Seiten der Extremisten ausgesetzt. Wir haben einen Mitbruder dort, P. Ghadir, der in Baghdad tätig ist und von Freunden des Konvents unterstützt wird. Seit Oktober 2018 sind Schwestern vom “Carmel de St Joseph” in Baghdad, wo sie eine Schule leiten.

Hier ist der Facebook-Auftritt der „Familie des Karmel im Irak”:

https://www.facebook.com/carmeliraq/photos

Der mehrmals verschobene, aber vom Papst unbedingt gewollte Besuch im Irak fand schließlich vom 5.-8. März statt, und galt von Anfang an als ein historisches Ereignis. Zum ersten Mal war ein Papst in den Irak gekommen, der aber vor allem den Männern und Frauen eines unendlich reichen Landes galt, das zur Beute internationaler egoistischer und destruktiver Konflikte geworden ist. Dieser Besuch wird als eine heroische Tat des Hl. Stuhles im Kampf gegen Kriege und zugunsten der Menschenrechte sowie der Religions- und Gewissensfreiheit in die Geschichte eingehen.

Auf den Spuren Abrahams versuchte der Papst den wahren Glauben an Gott zu wecken, in einem mehrheitlich muslimischen Land, wo der Fanatismus eine beständige Gefahr bildet und der Jihadismus, vor allem des sog. Islamischen Staates, eine zweitausendjährige Kirche ausgerottet und über eine Million ihrer Gläubigen zur Flucht gezwungen hat, was eine düstere Zukunft verheißt.

Der Besuch war kurz. Der Papst hat die offiziellen Oberen und Vertreter der verschiedenen Religionsgemeinschaften getroffen, betete in einem großen christlichen Dorf in der Ninive-Ebene, das vom Islamischen Staat gedemütigt, verwüstet und entvölkert worden ist, das Angelus-Gebet. Vorher hat er sich in der vom Islamischen Staat halbzerstörten Stadt Mossul, aus der nach der Verfolgung der Christen und Jesiden viele Muslime vertrieben wurden, zum Gebet versammelt. Mit einer Messe im Stadion von Erbil, der Hauptstadt der Kurdenregion, ging dieser historische Besuch zu Ende.

Der Besuch darf als historisch bezeichnet werden, denn der Papst trat demütig und liebevoll auf, als Zeuge für Wahrheit und Hoffnung.

+ Jean Benjamin Sleiman OCD

Lateinischer Erzbischof von Baghdad

 

Ein am 13. Januar 2021 misslungener Staatsstreich hat die Bevölkerung der Zentralafrikanische Republik erneut in Panik versetzt. 2.385 Menschen sind vor den aufständischen Rebellen geflüchtet und haben im Konvent zum hl. Elias Zuflucht gesucht, zumeist Frauen und Kinder. Mit Hilfe einer ONG und der UN waren die Mitbrüder in der Lage, den dringendsten Bedürfnissen der Flüchtlinge abzuhelfen.

So war s möglich, 40 Tage lang den Lebensrhythmus im Konvent den Bedürfnissen anzupassen und das Zusammenleben zu lernen, die Brüder mit den Flüchtlingen, die Flüchtlinge mit der Angst und der Hoffnung, und alle mit der Ungewissheit. In dieser schlimmen Zeit sind im Konvent 7 Kinder auf die Welt gekommen, am 5. Februar kam der Bischof von Bouar, Mirek Gucwa, zu Besuch und hat an einem Gebet mit den Brüdern und den Flüchtlingen teilgenommen. Am 9. Februar ist auch Kardinal Dieudonné Nzapalainga, Erzbischof von Bangui, zu Besuch gekommen, begleitet von der „Piattaforma religiosa“ von Bagui, einem Zusammenschluss von Mitglidern der Katholischen Kirche, den Protestanten und Muslimen. Sie haben die Flüchtlinge ermutigt und unterstützt und die Mütter der neugeborenen Kinder gesegnet. Zum Abschluss der Begegnung beteten sie alle gemeinsam. An diesem Tag ist Bouar mit Hilfe der Russen vom Heer befreit worden.

Ab dem 13. Februar sind alle nach und nach wieder nach Hause zurückgekehrt. Während der Sonntagsmesse am 14. Februar hat eine Frau im Namen der Flüchtlinge den Brüdern gedankt. Bis jetzt sind nur Soldaten des Landes und Russen geblieben, die sich Wasser holen und zum Duschen kommen.

 

Am 19. März, dem Fest des hl. Josef, stand der Metropolitan-Erzbischof Marek Jędraszewski in der Kirche unseres Ordens dem Festgottesdienst vor und hat während der Feier das Dekret zur Erhebung der Karmelitenkirche in den Rang des Diözesanheiligtums des hl. Josef verlesen. Der Erzbischof betonte in seinem Dekret, dass die Stadt Krakau durch den Einfluss des Ordens und der Jahrhunderte langen Volkstradition den hl. Josef zu ihrem Patron ernannt hat. Im Jahre 1715 hat sich die Stadt Krakau in einer Zeit großer Not wegen der schwedischen Invasion und schlimmer Epidemien  vor dem Bild des hl. Josef, das später in der Karmelitenkirche aufgestellt wurde, dem Schutz dieses hl. Patriarchen anvertraut.

Auch heute fördern die Karmeliten die Verehrung des hl. Josef in Krakau. In der Kirche zur Unbefleckten Empfängnis ist der Ort, wo ein schlichter Durchreisender vom nahe gelegenen Bahnhof oder ein Student in Examensängsten sich dem Beschützer der hl. Familie anvertrauen. Mit seinem Dekret hat der Erzbischof die Karmeliten in ihrer Aufgabe bestärkt, durch die Spendung der Sakramente und die Volksfrömmigkeit auch weiterhin die Verehrung des hl. Josef zu fördern.

Rektor des neuen Heiligtums ist unser Mitbruder P. Damian Sochacki.

 

Vom 24.-29 Januar fand in Abidjan das Treffen der Höheren Oberen des Ordens des frankophonen Afrikas und Madagaskars statt, an dem folgende Mitbrüder teilnahmen: P. Daniel Ehigie (Definitor), P. Jérôme Paluku (Missionssekretär des Ordens), Albert Tampwo (Kommissar des Kongo), P. Jacques Mutimanwa (Kommissariatsrat des Kongo), P. Federico Trinchero (Provinzdelegat Zentralafrika), P. Domenico Rossi (Provinzdelegat Kamerun), P. Jean-Fabrice Delbecq (Provinzial von Avignon-Aquitanien), P. Émile M’Bra (bisheriger Präsident der Konferenz der Provinzialskonferenz Westafrika) und P. Jean-Baptiste Pagabeleguem (Provinzdeleagt von Westafrika).

Es wurde über die Vorbereitung der Kandidaten zur Feierlichen Profess gesprochen. Dabei soll das zweite Noviziat jedes Jahr gemeinsam gemacht werden. Es wurde beschlossen, dass ab 2022 jedes Jahr eine andere Zirkumskription die Planung und Durchführung übernimmt.

Im Oktober 2019 fand in Kamrun der vierte afrikanische Kongress des Teresianischen Karmel statt, der von den Obernkonferenzen der anglophonen und frankopohonen Regionen Afrikas veranstaltet worden war. Nach allgemeiner Einschätzung gilt ein solcher Kongress als gutes Mittel zur Förderung der Einheit zwischen den beiden Regionen. Die anglophone Region soll demnächst wieder einen solchen Kongress planen und durchführen.

Schließlich wurde noch über die Mission in Senegal gesprochen. Zurzeit leben dort vier Mitbrüder in zwei Häusern, Kaolack und Dakar, was zu wenig für ein normales Leben im Sinne unseres Ordens sind. Deshalb hat die Mutterprovinz Avignon-Aquitanien um Mithilfe gebeten. Schließlich hat sich die Provinzialdelegation Westafrika bereit erklärt, einen Mitbruder zu entsenden, ebenso auch das Kommissariat Kongo,

 

Am vergangenen 1. Fastensonntag wurde das Kloster der Karmelitinnen in Viiayawada eingeweiht und wieder eröffnet, nachdem die mit Hilfe der Generalkurie finanzierten Umbauarbeite abgeschlossen waren.

Am 22. Februar fand unter Vorsitz des Erzbischofs von Hyderabad Dr. Anthony Poola in der Stadt Secunderabab ein Symposium über Spiritualität mit mehr als 300 Teilnehmern statt. Referenten waren die Bischöfe von Warangal und Viiyaada, der Provinzial von Karnataka-Goa, P. Pius D’Souza und der Generaldefinitor für Indien, P. Johannes Gorantla.

Nach einer allgemeinen Darstellung von Themen zur Spiritualität und Mystik zeigte P. Johannes in großen Zügen die Spiritualität des Teresianischen Karmel auf.

Bei dieser Gelegenheit wurden auch einige Bücher von Karmeliten in Telegu vorgestellt, insbesondere der „Weg der Vollkommenheit, dessen Ausgabe mit Einleitung und Anmerkungen von P. Johannes besorgt wurde.

 

Die Schule zur Förderung des geistlichen Lebens ist ein Ausbildungsprojekt der Karmeliten der Provinz Mittelamerika, und ist schon seit mehr als 20  Jahren aktiv; ihr spezifischer Auftrag ist die Förderung der Bildung im Bereich der Mystik und der christlichen Spiritualität.

In ihrem Internet-Portal können wir lesen: „Mehr denn je braucht unser Leben als Christen, um überzeugend zu sein, eine echte Erfahrung der Begegnung mit Gott, der in unserem Herzen wohnt und uns seine Gegenwart mitteilen möchte. Das möchte diese Schule vermitteln.“

Das Programm funktioniert online und kann auf diesem Link eingesehen werden: https://esteprevirtual.com/

 

Gleich nach ihrer Ankunft begannen die aus der Provinz England-Irland gekommenen Missionare in Nigeria mit dem Apostolat in den Gefängnissen im Bereich der Diözese Enugu, wozu sie der Bischof eingeladen hatte. Die sozialen Nöte dieser Diözese brachten unsere Mitbrüder zu diesem Apostolat und dann zur Gründung der „Karmelitanischen Vereinigung für Gefangenenseelsorge“. Diese Wohlfahrtsvereinigung arbeitet in den Gefängnissen an der Verbesserung der Gefängnisinsassen in Nigeria.

So hat sie sich für die Revision der Strafgesetzgebung, der medizinischen Hilfeleistung, der kostenlosen Rechtsberatung für Gefangene und eine Begleitung nach der Entlassung aus dem Gefängnis eingesetzt.

Damit die ehemaligen Strafgefangenen nicht wieder in ihr altes Leben zurückfielen, wurde ein „Hoffnungszentrum“ gegründet, in dem ihnen mit Hilfe eines Bildungsprogrammes bei der Wiedereingliederung ins zivile Leben Hilfestellung gegeben werden soll.

Diese Vereinigung lebt von Hilfe, die von außen kommt. Die Karmeliten Nigerias und die ehemaligen Strafgefangenen danken der Italienischen Bischofskonferenz und vielen Spendern aus Italien, die mit ihrer freiwilligen Kirchenabgabe zum Unterhalt dieser Initiative beitragen.

Das Zentrum des Ordens mit P. General an der Spitze, dem Definitorium und P. Jerome Paluku, dem Generalsekretär für missionarische Zusammenarbeit, unterstützen diese Initiative ebenfalls, aber auch andere Spender, denen wir herzlich danken. Denen, die nach dem Lesen dieser Zeilen helfen wollen, danken wir schon im Voraus ganz herzlich; sie können es über das Missionssekretariat des Ordens tun.

Am 11. Dezember 2020 wurde die zu unserer Provinz Manjummel gehörende Pfarrkirche in Varapuzha vom Hl. Stuhl in den Rang einer Basilica Minor erhoben. Diese Nachricht wurde dem Provinzial, P. Thomas Marottikaparambil, am 28. Januar dieses Jahres mitgeteilt. Gefeiert wird dieses Ereignis am 13. März mit dem Erzbischof von Verapoli, Joseph Kalathiparambil.

Varapuzha liegt in den Außenbezirken von Kochi, das zum Staat Kerala gehört. Unser Orden fasste dort 1673 Fuß und die derzeitige Kommunität besteht aus fünf Mitbrüdern. Die ersten Karmeliten nannten diesen Ort bei ihrer Ankunft ´“Kleinrom des Ostens.“

Patron der Pfarrei ist der hl. Joseph; zu ihr gehört das am 15. August 1974 gegründete „Carmelite Welfare Center“, eine Einrichtung für Frauen und ihre Familien, die sich in einer Notlage befinden. Seit seiner Gründung hat dieses Zentrum zahllose Familien unterstützt, indem es Frauen ein sicheres Einkommen verschafft hat, die in Nähstuben arbeiteten.

Während wir der Provinz Manjummel gratulieren, beten wir für unseren Orden in Indien und hoffen, dass diese Ernennung viele geistliche Früchte bringe.

Wie bereits berichtet, hat die Katholische Universität Santa Teresa in Ávila zusammen mit der Diözese Ávila, dem Teresianischen Karmel und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zum 50jährigen Jubiläum der Ernennung Teresas zur Kirchenlehrerin einen Internationalen Kongress mit dem Titel „Eine Außerordentliche Frau. Teresa von Ávila – 50 Jahr Kirchenlehrerin“ organisiert.

Der Kongress wird zugleich als Präsenz- und auch als Online-Veranstaltung angeboten, und zwar vom 12. bis 15. April 2021 in den Sprachen Spanisch, Englisch und Deutsch.

Über den Link http://congresosantateresadoctora.es/kann man mehr Informationen zu diesem Kongress erhalten, wie Programm, Referenten und Anmeldemodalitäten.

 

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