Am Montag, 4. Oktober, wurde am Internationalen Teresianisch-Sanjuanischen Studienzentrum (CITeS) das neue akademische Jahr für eine der vielen akademischen, hier angebotenen  Weiterbildungen das Masterstudium in Mystik und Humanwissenschaften, eröffnet. Bei der Eröffnungsfeier um 9.45 Uhr drückte das Leitungsteam seine Freude darüber aus, dass es gelungen sei, mit diesem neuen Kursangebot zu starten, und das, obwohl der gegenwärtige Stand der Pandemie viele Studenten daran gehindert hat, nach Ávila zu kommen, sodass sie im ersten Trimester des neuen akademischen Jahres nur online an den Vorlesungen werden teilnehmen können.

Es werden zehn Studenten am Präsenzunterricht teilnehmen, und weitere 30 werden sich online dazu schalten; sie kommen insgesamt aus zwölf verschiedenen Nationen. Die Eröffnungsfeier schloss um 19.00 Uhr mit einer vom Direktor des CITeS, P. Francisco Javier Sancho Fermín, zelebrierten Eucharistiefeier. Der Generalsekretär des Studienzentrums, Jerzy Nawojowski, berichtete seinerseits über das akademische Jahr 2020-2021 und die akademischen und kulturellen Veranstaltungen während der Sommer 2020 und 2021.

 

Vom 11. bis 15. Oktober hat der neue Ordensgeneral P. Miguel Márquez in der Stammkommunität des Teresianum eine brüderliche Visitation gehalten. Er hat sich für das Leben und die Arbeit der Mitbrüder interessiert und konnte so Informationen aus erster Hand über die Aktivität unserer Theologischen Fakultät erhalten. Nebenher hat er sich auch im Internationalen Kolleg und der Spezialisierungskommunität sehen lassen und versprochen, bald auch dort Visitation zu halten.

Während seiner ersten Begegnung mit den Brüdern des Teresianum nach der Vesper am 11. Oktober hat P: General den Wunsch geäußert, alle Mitbrüder anzuhören, um jeden kennenzulernen und das Alltagsleben der Brüder in diesen Tagen zu teilen.

Der Besuch fand seinen feierlichen Abschluss am Tag der Eröffnung des Akademischen Jahres am Fest der hl. Teresa von Jesus, an dem P. Miguel der Eucharistiefeier vorstand. Der Präses, P, Christophe Betschart, hat seinen Bericht über die Aktivitäten des vergangenen akademischen Jahres vorgetragen; im Anschluss daran ergriff P: Ciro García das Wort und trug den Eröffnungsvortrag als seine letzte Vorleung vor, da er seine Aufgabe als Bibliothekar der Fakultät beendet hat und demnächst in seine Heimatprovinz zurückkehrt.

 

Am vergangene Juli ist endlich, nach langen Jahren des Wartens, im Rahmen einer feierlichen, von Kardinal Dieudonné Nzapalainga gefeierten Hl. Messe, der Grundstein für den neuen Konvent in Bangui gelegt worden. 2006 haben wir einen Konvent für die Brüder gebaut, der im Lauf der Zeit für immer mehr Menschen zu einem Bezugspunkt geworden ist, sodass schließlich das Stadtviertel den Namen Carmel bekommen hat. Im Lauf der Jahre stieg die Nachfrage für Tage im Kloster,  und es kamen immer mehr Menschen zur Hl. Messe; dazu hat die Kommunität im Jahre 2013 den Studienkonvent aufgenommen, und 2020 eine Landwirtschaftsschule eröffnet.

Alle diese Ereignisse haben uns veranlasst, über unsere Präsenz hier nachzudenken und die Voraussetzungen für die verschiedenen Unternehmungen zu schaffen, wie Ausbildung der Seminaristen, Kloster auf Zeit, und die Möglichkeit, den Gläubigen einen würdigen Raum zu bieten. Die Sonntagsgottesdienste finden unter einem Wellblechdach statt. Nach einer langen und geduldigen Entscheidungsfindung haben wir uns entschlossen, ein ganz neues Gebäude zu errichten, das aus drei Teilen bestehen soll: Einen Konvent mit 20 Zimmern und alle weiteren nötigen Räumen für die Kommunität; einen Gästetrakt mit 15 Zimmern mit Speisesaal und Versammlungsraum; eine große Kirche. Zurzeit besteht eine riesige Baustelle für den Konvent, wo wir bereits Ende nächsten Jahres zu wohnen hoffen.

Es geht um ein ehrgeiziges Projekt, das viel Geld kosten und uns die nächsten Jahre beschäftigen wird. Ohne die Unterstützung vieler Freunde hätten wir nicht den Mut gehabt, uns auf so ein Projekt einzulassen, dafür sind wir ihnen sehr dankbar.

Für mehr Informationen: www.amiciziamissionaria.it/Donazioni.aspx

 

Vom 9. – 15. Oktober fand im Rahmen des dem hl. Josef gewidmeten Jahres der 1. Interprovinzielle Kongress des Teresianischen Karmel statt, dessen Thema „Der hl Josef zwischen Schweigen und Tat‘“ lautete. Das von den beiden brasilianischen Provinzen OCD veranstaltete Ereignis wurde über You Tube des OCDS übertragen, so dass über 8000 Benutzer aus verschiedenen Ländern daran teilnehmen konnten.

Der Kongress war ein großes Ereignis der Geschwisterlichkeit und Weiterbildung für die gesamte teresianische Ordensfamilie Brasiliens und ist ein bedeutendes Zeugnis für die Verbundenheit der drei Zweige (Brüder, Schwestern, Laien) des Ordens. Sie haben die gesamte Organisation übernommen und so die Liebe zum hl. Josef zum Ausdruck gebracht.

Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, an verschiedenen Bildungsangeboten teilzunehmen und die Spiritualität über den hl. Josef zu vertiefen: Bibel, Lehre der Päpste, Volksfrömmigkeit, Kunst usw., mit verschiedenen Kunst-Performances, insbesondere mit einem musikalischen Wettbewerb zu Ehren des hl. Josef. Die Eröffnungs- und Schlussgottesdienste wurden von den beiden Provinziälen OCD Brasiliens gefeiert, während die letzten drei Tage als Triduum zu Ehren Teresa gestaltet worden sind.

Dieser interprovinzielle Kongress zu Ehren des hl. Josef hat das 150-jährige Jubiläum der Ernennung des hl. Josef zum Schutzherrn der Kirche unter dem Patronat der hl. Teresa gefeiert; wir hoffen, dass er für das Volk Gottes reiche Frucht bringe und zum Segen für die gesamte karmelitanische Familie Brasiliens werde.

 

Die selige Maria Felicia de Jesús Sacramentado (von Jesus im Allerheiligsten Sakrament) OCD, mit Kosenamen „Chiquitunga“ (“Winzig-Kleines”), ist die erste Selige Paraguays. Sie starb am 28. April 1959 im Alter von 34 Jahren. Vor drei Jahren wurden ihre Reliquien zur fachmännischen Konservierung nach Rom gebracht. Dabei wurden zwei Reliquiare angefertigt, von denen das eine zur Verehrung durch die Gläubigen seinen festen Platz bei den Unbeschuhten Karmelitinnen von Asunción haben soll, während das andere, dem Wunsch Chiquitungas entsprechend, als reisender Reliquienschrein in den entlegensten Gegenden Paraguays unterwegs sein wird.

So war nun die Zeit gekommen, dass die Reliquien nach Paraguay heimkehrten. Am 18. September feierte die Paraguayische Gemeinde Roms in der Pfarrei Santa Teresa d’Ávila einen Dankgottesdienst; am 21. verließen Chiquitungas Reliquien dann die Generalkurie und Rom. Unter den Anwesenden waren der Botschafter Paraguays bei der italienischen Republik, Roberto Melgarejo, der Botschafter Paraguays beim Hl. Stuhl, Alfredo Ratti, unser P. General, P. Miguel Marquez OCD, und der Generalpostulator, P. Marco Chiesa OCD.

Zur Feier der Ankunft der Reliquien waren an die 2.000 Personen zum Internationalen Flughafen Silvio Pettirossi gekommen, darunter auch Chiquitungas leibliche Schwester, Mirella Guggiari. Noch am Flughafen feierte der Bischof von Asunción, Bischof Adalberto Martínez, eine hl. Messe; danach wurden die Reliquien mit einem Feuerwehrfahrzeug, in Prozession von den Gläubigen begleitet, in den Karmel gebracht. Die einen liefen in der Prozession mit, die anderen säumten den Weg, um mit lauten Freudenrufen Beifall zu klatschen und Blumen auf den Prozessionsweg zu streuen. Begleitet wurde der Zug von Einsatzkräften der staatlichen Polizei; am Karmelitinnenkloster wurden die Reliquien dann von Musikkapellen der Polizei und des paraguayischen Militärs begrüßt.

Papst Franziskus hat der Bevölkerung Paraguays anlässlich der Rückkehr Chiquitungas in die Heimat einen Gruß geschickt und in einem von seinem Staatssekretär, Kardinal Pietro Parolin, unterschriebenen Brief seine Freude darüber zum Ausdruck gebracht und die Jugend Paraguays zu einem Leben in Glauben, Hoffnung und Liebe nach dem Beispiel der Seligen ermuntert.

Diritti fotografici Paraguay: © 2021 Grupo Nación

 

Diese Worte der Video-Botschaft von P. General vom vergangenen 9. August sollen am Anfang dieser etwas ungewohnten Mitteilung stehen. Wie bekannt, wird das Generalkapitel ab Montag, den 30. August in Rom stattfinden. Insgesamt sind 96 Mitbrüder aus den fünf Kontinenten zusammengerufen; dazu kommen vier Laien-Mitbrüder, die von ihrem alltäglichen Leben Zeugnis ablegen, und sechs junge, zwischen 1982 und 1993 geborene Mitbrüder, die uns ihre Freuden, Erwartungen und Träume vom Karmel der Zukunft mitteilen sollen. Dazu kommen noch elf weitere Mitbrüder, die dem Kapitel für verschiedene Dienste zur Verfügung stehen, wie Sekretariat, Übersetzungen, Liturgie, Kommunikation, Kirchenrecht usw.

 

Es ist also der gesamte Orden, der sich hier für dieses große Ereignis in seiner internationalen Dimension zusammenfindet. Es geht darum, „auf das zu hören, was der Geist den Kirchen sagt“ (Off 2,7), um „die Zeichen der Zeit zu erkennen“ (Mt 16,3), und dann „Zeugen für Christus zu werden, angefangen in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde“ (Apg 1,8), oder, um es mit den Worten unserer hl. Mutter Teresa zu sagen: „Ich dachte darüber nach, was ich für Gott tun könnte. Dabei dachte ich, dass das Erste wohl wäre, der Berufung zum Ordensleben nachzukommen“ (V 32,9).

 

Die Corona-Pandemie und ihre verschiedenartigen Beschränkungen haben die Vorbereitung des Kapitels schwieriger gemacht. Leider können einige Mitbrüder nicht kommen, für andere (Brasilien und Indien) bedurfte es großer Mühe und vieler Bitten, um die notwendigen Erlaubnisse zu bekommen. „Geduld erreicht alles.“ Einige Teilnehmer sind schon in Rom oder in Italien, um die von den Gesundheitsbehörden erforderte Quarantäne zu absolvieren. Die Mitbrüder im Teresianum haben dafür in einem Flügel des Gebäudes 40 Zimmer zur Verfügung gestellt.

 

Am Abend des 30. August werden alle im Tagungshaus der Christlichen Schulbrüder versammelt sein, das ca. 25 Minuten Fußweg in westlicher Richtung vom Vatikan entfernt ist. Es hat Platz für 180 Personen und verfügt über die für ein Generalkapitel notwendigen Einrichtungen. An diesem Ort mit seinem 5 Hektar großen Park wird das 92. Generalkapitel unseres Ordens stattfinden.

 

Um die Verbundenheit mit Euch zu erleichtern, könnt Ihr den Ablauf des Kapitels auf drei Kanälen mitverfolgen:

 

Unsere Informationen wird es in vier Sprachen geben: Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch. Jeden Abend gibt es eine Zusammenfassung der Tagesereignisse, doch die Wahlergebnisse werden wir weitergeben, sobald sie vorliegen. Wer nicht über Facebook oder Twitter verfügt, kann auf unserem Internet-Auftritt durch zwei Fenster alle Nachrichten abrufen.

 

Beten wir weiterhin für dieses Kapitel und den ganzen Orden, damit auch wir die folgenden Worte der Apostelgeschichte nacherleben können: „Die Kirche … hatte nun Frieden; sie wurde gefestigt und lebte in der Furcht des Herrn. Und sie wuchs durch die Hilfe des Heiligen Geistes“  (Apg 9,31).

 

 

 

DT Videomessaggio 2021 08

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Am Sonntag, 6. Juni, kamen im Carmel de la Paix in Mazille in Frankreich Buddhisten, Juden, Christen verschiedener Konfessionen, Muslime und Nichtglaubende zusammen, um über das Thema der Vergebung zu sprechen. Wegen der Gesundheitsvorschriften durfte nur eine kleine Anzahl zusammenkommen; das Thema des diesjährigen Treffens war im Jahre 2018 nach verschiedenen Terrorangriffen entstanden, die Frankeich in den letzten Jahren heimgesucht hatten.

Der im Jahre 1971 eingeweihte Karmel zu Unserer Lieben Frau vom Frieden ist das Werk des katalanischen Architekten José Luis Sert (1902-1983), eines Schülers von Le Corbusier, der auch der Architekt der Stiftung Maeght in Saint-Paul-de-Vence und der Stiftung Joan Miró in Barcelona ist.

Das erste interreligiöse Treffen im Karmel von Mazille fand 2006 statt und war aus dem Wunsch der Diözese Autun entstanden, sich nach dem Beispiel der Treffen von Assisi zu engagieren. Das erste Treffen begann mit einem Gebet, das zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten stattfand, dem ein Austausch darüber folgte, was denn Beten sei. Da der Karmel von la Paix im ökumenischen Dialog schon Erfahrung hatte, wurde er von ganz allein zum Ort für interreligiöse Treffen, in die die Schwestern ganz eingebunden sind.

Dieser Einsatz der Karmelitinnen von Mazille hat seinen Ursprung im Gebet, insbesondere in der Feier des Stundengebets. „Die Liturgie muss eine Schule des Friedens sein, denn sie ist ein Schule, die das Leben authentisch macht. Es hat nur in Bezug zum alltäglichen Leben Sinn, andernfalls gibt es keinen Grund, um sich während das Tages so oft zum Gebet zu treffen. Die Liturgie ist ein Erfordernis, ein Ansporn, andernfalls verkommt sie zu einem Schlafmittel. Im Mittelpunkt der Liturgie steht ein Wort, nämlich Christus, der den Hass getötet und den Frieden errungen hat.“

 

Hier ein kurzer Link dazu:

https://vodeus.tv/video/le-carmel-de-la-paix-1531

 

Am 2. Juni ist im Konvent Avon bei Paris eine Gedenkstätte zu Ehren von P. Jacques de Jesús eingeweiht worden. Der Tag begann mit einer von Bischof Nahmias von Meaux gefeierten Messe, an der auch unser P. General und Bischof Follo, dem Ständigen Vertreter des Hl. Stuhls bei der UNESCO, teilnahmen.

Dann fand ein Essen im Garten des Kloster statt, an dem ca. 100 Menschen teilnahmen, die irgendwie in Verbindung mit P. Jacques standen: der Karmel mit Brüdern Schwestern und Mitliedern des OCDS und die Karmelitanische Familie, Vertreter des Judentums (Yad Vashem), die örtliche jüdische Gemeinde und ein Vertreter der Botschaft Israels, die Bürgermeisterin Landrätin sowie der Senator  Ouzoulias, dessen Großvater P, Jacques wegen des Widerstands ansprach, sowie andere Vertreter des öffentlichen Lebens: Familienangehörige von P. Jacques, Nachkommen von Freunden von ihm, Ex-Schüler des Kleinen Seminars, Vertreter aus dem Bereich der Erziehung, der Militärs und der Gesellschaft.

Auf dem Konventfriedhof, wo P. Jacques beerdigt ist, konnte P. Provinzial, Christophe-Marie Baudouin, 150 Personen begrüßen. Von Seiten der Gemeinde wurde ein Kranz niedergelegt, während in einem Moment des Schweigens die Musikgruppe Note Solidaires auftrat. Anschließend sind die Bürgermeisterin von Avon, die Vertreterin der Botschaft Israels, der Vertreter von Yad Vashem, ein ehemaliger Student des Kleinen Seminars, der am Tag der Festnahme von P. Jacques und der drei jüdischen Kinder anwesend war (15. Januar 1944), der Reihe nach im Kreuzgang des Klosters zu Wort gekommen. Zuletzt zerschnitt unser P. General das Band, um damit die offizielle Eröffnung der Gedenkstätte zu bezeugen. Während die ersten Besucher eintrafen, wurde für alle Teilnehmer ein Ehrenwein kredenzt.

Die Gedenkstätte ist an den Tagen Mittwoch bis Samstag bei freiem Eintritt geöffnet von 14.30 bis 17.00

 P. Jacques de Jesús (1900-1945) ist 1931 in den Orden eingetreten und hat 1934 das Seminar zur hl. Therese vom Kinde Jesus gegründet, wo er neue und innovative Erziehungsmethoden eingeführt hat, die sich auf Vertrauen und Eigenverantwortung der Kinder gründeten. Nach seiner Verwicklung in den Widerstand gegen die Nazis machte er aus seinem Seminar einen Zufluchts- und Durchgangsort für Widerstandskämpfer und Juden. Im Februar 1943 nahm er drei jüdische Kinder auf, wurde aber denunziert, so dass die Gestapo am 15. Januar 1944 in die Schule eindrang und P. Jacques und die Kinder verhaftete. Die Kinder kamen in Auschwitz um, P. Jacques wurde nach Mauthausen-Gusen in Österreich deportiert. Als die Amerikaner das Lager befreiten, wurde er zum Vertreter des Internationalen Komitees der Deportierten gewählt, doch starb er aufgrund der Entbehrungen am 2. Juni 1945. Er ist einer der Gerechten der Nationen, sein Seligsprechungsprozess ist eingeleitet.

 

https://jacquesdejesus.com/

 

Das Wohnhaus der Familie Ahumada in Gotarrendura war ein beliebter Erholungsort für den Adel im 16, Jahrhundert. Dabei handelte es sich um die Mitgift von Beatriz de Ahumada, der  Mutter Teresas, die ihr Vater, Alosnso de Cepeda, durch den Erwerb eines Taubenhauses erweitert hat. Dieser Taubenhaus hat sich in Teresas Seele eingeprägt, so dass sie alle ihre Konvente “Taubenschläge” nannte und ihre Schwestern “Tauben.” Teresa hat diesen Besitz auf ausdrücklichen Wunsch ihrer Mutter geerbt, da sie deren Zuneigung zu diesem Taubenhaus kannte. Von dem damaligen Besitz ist heute nur noch ein kleiner Teil übrig, ein Obstgarten und das Taubenhaus.

Am Samstag, 12 Juni, wurde in diesem Taubenhaus eine Theaterszene aufgeführt in der Form, dass Teresa ihrem Besitztum dort einen Besuch abstattete. Die sie begleitende Schwester besichtigte das Taubenhaus, während Teresa ihre Kindheitserinnerungen vortrug. Höhepunkt war der Moment, als Teresa in Begleitung ihres Vaters die vier Bewässerungsweisen und die Gebetsstufen erklärte.

Das Theaterstück wurde von einer Gruppe von Lehrenden und Studierenden der Katholischen Universität von Ávila geschaffen, es ist die Frucht der Nachforschungen der Professorin María Jesús Carravilla im Zusammenhang mit der Feier des 50jährigen Jubiläums der Ernennung Teresas zur Kirchenlehrerin. Die Hauptprobe fand am 12. April während des Internationalen Kongresses „Mujer excepcional“ statt. Die Regie und die Umsetzung sind von Juan José Severo Huertas gemacht worden.

Am 12. April sind auch der Garten und der Teresa-Brunnen eingeweiht worden.

 

Dr. Patrick DiVietri OCDS, pastoraler Mitarbeiter, staatliche geprüfter Psychotherapeut, Professor für Philosophie und Theologie, Musiker, Komponist, Autor und Familienvater, ist der Direktor des Family Life Instituts (Manassas, VA, USA), aber vor allem ein Mann mit dem festen Willen, zuerst und immer Gottes Willen zu erfüllen. In diesem Sinn ist seine Musik auch aus Liebe zu Gott und zu Gottes Ehre und zum Wohl aller konzipiert.

Als Künstler hat er schon 1981 ein Musikstück „Portrait of a Saint“ für Gitarre komponiert, und jetzt eine KARMELITANISCHE KANTATE. Die Poesien und die Musik kreisen um das alles einende Band, die Liebe, die nicht nur ein Band, sondern auch die Kraft ist, die den Menschen zur Ganzheit führt, und ihn so an die anderen und an Gott bindet. Diese Ganzheit – eine Frucht der Tugend – erlaubt dem Menschen, ganz bei sich zu sein, denn nur dann ist er frei, um sich dem Geliebten und Gott zu schenken, und sich dem zu widmen, was edel ist und der Würde des Menschen entspricht.

Die Kantate beginnt und endet mit Poesien, in denen Menschen Gott ihre Liebe und Sehnsucht nach Vereinigung mit ihm zum Ausdruck bringen. Die erste spricht von einem Jugendlichen, der „wie Gott“ sein möchte und bemüht ist, allein gegen das Böse und für das Wohl aller zu kämpfen. Das zweite Gedicht über die hl. Teresa ist ähnlich, doch macht sie das nicht allein. Beide Gedichte sind vom Ziel bestimmt, sich aus Liebe zu Gott dem Bösen zu widersetzen und andere dazu zu ermutigen. Um das zu erreichen beschließen beide, ihr ganzes Leben Gottes Willen und Liebe zu widmen.

 

Mehr Informationen auf  https://www.cantatacarmelita.org/

 

Gegründet am 31. Mai 1946 feiert unser Karmel in diesem Jahr sein Kronjuwelenjubiläum: 75 Jahre betende Anwesenheit in der Erzdiözese Lipa (Batanga, Philippinen). Es ist für uns eine besondere Gnade gewesen, dass unser Gründerbischof Alfredo Verzosa mit seinem Weihbischof Alfredo Maria Obviar beide heute Diener Gottes sind und der Seligsprechung entgegengehen. Bischof Versoza hatte Mutter Teresa von Jesus geschrieben: „Ich danke Ihnen von Herzen, meine liebe Mutter, für ihre Arbeit in meiner Diözese und die Gründung dieses Karmels von Lipa, Perle für meine Augen und den Rest meines Herzens.“

Wer hätte damals an die Gründung eines Karmels geglaubt, als Lipa in einer der am meisten heimgesuchten Gebiete eines gerade zu Ende gegangenen Krieges lag? Dazu bedurfte es des unbeugsamen Glaubens seiner verborgenen Heiligen. Die Gründerinnen aus dem Karmel zu Manila waren: Teresa von Jesus, Maria-Cäcilia von Jesus, Maia vom, hl. Joseph, Anna-Maria von Jesus, Alfonsina von Maria, Maria Elisabeth vom Herzen Jesu, und Carmen vom Guten Hirten. Das Charisma unseres Karmel ist die barmherzige Liebe Gottes. Und aus tiefstem Herzen danken wir Gott für diese 75 Jahre karmelitanischer Präsenz in Lipa. Die Entwicklung unseres Karmel ist ein Zeugnis der Liebe und des treuen Dienstes für unsere hl. Mutter Kirche, in der Hingabe unserer Herzen für die Seelen, insbesondere die Priester. Zurzeit sind wir 22 Schwestern mit jungen und viel versprechenden Berufungen.

Zum Abschluss erinnern wir an die Worte unserer Gründerin, Maria-Cäcilia von Jesus, im Jahre 1970: „Der Karmel von Lipa ist der Karmel der Barmherzigen Liebe Gottes. Die vergangenen Jahre sind eine Offenlegung des Geheimnisses Gottes in seiner sich zu uns neigenden Liebe und Barmherzigkeit… Ja, Gott ist der Lehrmeister der Geschichte. Licht und Schatten offenbaren seine Macht, wir sind ausgestreckt auf das Ziel hin. Mit vertrauensvollem Herzen erheben wir unsere Augen zu unserer hl. Mutter Teresa, damit sie in uns ihren doppelten Geist erneuere, und auch wir tapfere, selbstlose und wahre Töchter der Kirche sein können.

 

Dieses Treffen fand vom 3. bis 20. Mai 2021 statt; es nahmen Schwestern aus 11 Klöstern aus sechs Ländern, die diese Föderation bilden, daran teil: Kamerun, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Kongo Brazaville, Elfenbeinküste, Ruanda. Trotz vieler Beschränkungen konnten mit Ausnahme des Karmels in Guitega insgesamt 21 Schwestern aus allen Klöstern anreisen.

Die Wahlen brachten folgende Ergebnisse: Sr. Aténaïz vom Hl. Geist aus dem Karmel Grand Bassam ist für ein zweites Triennium wiedergewählt worden. Sr. Françoise Aimée du Crucifié aus dem Kloster Kigali wurde erste Ratsschwester, Sr. Thérèse de Jésus aus Lubumbashi RDC wurde zweite, Sr. Marie Irène de Jésus aus Yaoundé wurde dritte Ratsschwester und Schatzmeisterin. Sr. Marie Clémentine de l’Enfant Jesus aus Kananga wurde vierte Ratsschwester und Sr. Marie Claver vom Guten Hirten aus Cyangugu, Ruanda, Vertreterin.

Am Abend des 4. Mai kamen P. General und P. Jean-Joseph Bergara, der Generalprokurator des Ordens, zur Versammlung. P. General hielt einen Vortrag zum Thema „Die Ausbildung der Karmelitinnen im Lichte der neuen Anweisungen über ‚Die Kunst der Suche des Antlitzes Gottes‘“. Anschließend beantwortete Fragen, die ihm die Schwestern vorlegten. Am Abend vor seiner Abreise veranstalteten die Brüder und Schwestern des Kommissariats ein großes Fest zu Ehren ihres großen Gastes mit Speisen, Getränken sowie Gesängen und Tänzen aus ihren Heimatländern.

Nach der Abreise von P. General blieb P. Bergara noch eine Woche mit einer Vortragsreihe über das kontemplative Leben im Geist des Karmel unter Berücksichtigung der neuesten Dokumente des Lehramtes. Die derzeitigen Herausforderungen, vor denen die Klöster stehen gaben Anlass zu vielen Fragen.

Die Schwestern konnten sich über einen Besuch von Kardinal Fridolin AMBONGO, Erzbischof von Kinshasa, freuen, der ihnen Neuigkeiten aus seiner Diözese mitteilte und sie in der Schönheit der kontemplativen Berufung bestärkte.

 

Am 15. Mai haben wir die Nachricht vom Tod von P. Domingo Ángel Fernández Mendiola erhalten, der im Alter von 96 Jahre in Vitoria-Gasteiz, Spanien, gestorben ist. 1939 in Larerea ins Noviziat unseres Ordens eingetreten, promovierte er später in Kirchengeschichte und wurde zum Verfasser eines Dutzends Bücher, war Direktor des Institutum Historicum Teresianum in Rom, Professor und Rektor am Teresianum, mehrmals Provinzial der Provinz Navarra, und hat insbesondere durch die 25 Jahre, die er in Indien verbracht hat, den Orden und die Kirche geprägt. Er war Professor und letzter europäischer Rektor des Päpstlichen Serminars zum hl. Josef in Alwaye, bis heute noch das größte Seminar der Kirche, war 1972 einer der Förderer des Päpstlichen Instituts für Theologie und Philosophie, erster Präsident des Berufsorientiertungszentrum (POC) in Kochi, was später zum Sitz der Katholischen Bischofskonferenz von Kerala wurde.

Kardinal George Alencherry hat unserem P. General seine Anteilnahme übermittelt und dem Verstorbenen für alles gedankt, was er für die Kirche in Indien getan hat. „Mit großer Trauer habe ich heute Morgen die Nachricht vom Tod von P. Domingo Fernández OCD in Spanien erfahren. Er hat 25 Jahre lang mit großem missionarischem Eifer die Ausbildung der Seminaristen geleitet und eine Generation von Priestern herangebildet, die zutiefst fromm und in ihrem Glauben engagiert waren. […]. Er war gebildet, freundlich, und warmherzig und von den Studenten und Dozenten geschätzt. Er war demütig, standfest und äußerst höflich im Umgang mit allen, die mit ihm zu tun hatten. Die Kirche in Indien ist ihm zu größtem Dank verpflichtet.“

Danken wir Gott für das Geschenk des Lebens dieses Mitbruders.

 

Geboren am 11. Mai 1921 in Sittard, Niederlande, lebt unser Mitbruder bis heute im Teresianum zu Rom, wo er sein Leben in der Lehre Gott geweiht hat, als Doktor in Moraltheologie, Professor am Teresianum, an der Päpstlichen Universität Urbaniana, als Dekan der Fakultät für Moraltheologie an der Lateran-Universität, als Konsultor für die Glaubenskongregation, als Mitglied auf Lebenszeit der Päpstlichen Akademie Pro Vita.

Wie es sich gehörte, wurde sein 100. Geburtstag von den Mitbrüdern aus verschiedenen Gemeinschaften in Rom, Ordensschwestern und Freunden, mit denen unser Mitbruder verbunden ist, gebührend gefeiert. Leider konnte wegen der Corona-Pandemie von seiner Familie niemand kommen. Die feierliche Eucharistie wurde von Kardinal Giovanni Battista Re, dem Dekan des Kardinalkollegiums, geleitet. In seiner Predigt erinnerte er an die politischen und kirchlichen Ereignisse der hundert Jahre Lebenszeit unseres Mitbruders, an sein Lebens als Ordensmann und Forscher; am Schluss hat zu einem Gebet und der Hinwendung zu den wesentlichen Werten des Lebens eingeladen, trotz aller Veränderungen.

Nach der Eucharistie haben sich alle unter Beachtung der vorgeschriebenen Normen zu einem Festmahl versammelt. Bei 100 Jahren – da muss man schon feiern!

Herzliche Glückwünsche lieber P. Bonifacio, und weitere gnadenreiche Jahre!

 

Wie jedes Jahr, so hat auch heuer der interprovinzielle Rat in Indien ein zweites Noviziat von sieben Wochen zur Vorbereitung auf die Feierliche Profess organisiert. 25 Mitbrüder kamen aus diesem Grund nach Pushpadan, einem geistlichen Zentrum des Ordens in der Stadt Kozhikode in der Provinz Manjummel. In früheren Jahren wurde das zweite Noviziat abwechselnd von den einzelnen Provinzen organisiert, doch stellte sich dieser Ort im Lauf der Zeit als der geeignetste Platz dafür heraus.

Verantwortlich für das Programm ist P. Antony Ittikunnath, dem die Patres der Kommunität und viele andere kompetente Mitbrüder aus den anderen Provinzen Indiens zur Seite stehen. Der für Indien zuständige Generaldefinitor Johannes Gorantla war am 28. April zu Besuch und hielt einen Vortrag über die Erklärung zum Charisma des Ordens.

Trotz der schwieriger Lage haben die indischen Provinzen diesen Kurs nicht abgesagt, der normalerweise mit den Exerzitien für die Feierliche Profess endet, die sie nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatprovinzen dort ablegen.