Am Sonntag, den 21. November, haben die Karmeliten der Provinz Ibérica den 75. Gründungstag der Pfarrei zum hl. Dominikus in Santa Cruz de Tenerife, Spanien, gefeiert. Bischof Bernardo Álvarez Afonso leitete am Christkönigsfest den feierlichen Gottesdienst, an dem anlässlich einer Sitzung im Konvent von SantaCruz der gesamte Provinzrat teilgenommen hat..

Es war für alle ein Tag der Freude, der Erinnerung an vergangene Tage, der Feier der Gegenwart und der zuversichtlichen Hoffnung für die Zukunft. Unter dem Altar in der Kirche befand sich ein bis in die kleinsten Details liebevoll nachgebautes und beleuchtetes Modell der Pfarrkirche, vor dem der Schriftzug „Gracias“ prangte. Es ist der von jedem Gott in seinem Sohn, dem König des Alls abgestattete Dank, durch seine Hingabe in die Hände des Geistes. „Mögen die Worte der hl. Teresa den wahren Geist ausdrücken, der auf den Wogen dieses Lebens unsere Kirche zum hl. Dominikus leitet: ‚Jetzt fangen wir an; und schauen wir darauf, immer wieder anzufangen und weiterzugehen, vom Guten zum Besseren.‘“ (Gründungen 29,32).

 

Die Mitbrüder unserer Provinz Karnataka-Goa haben in der Pfarrei zu Unserer Lieben Frau vom Berg Karmel in Benoni einen Gebetsgarten angelegt, der am 21. November, dem Christkönigsfest, von Erzbischof Buti Tlhagale von Johannesburg eingeweiht worden ist.

Während der Eucharistiefeier hat der Erzbischof allen gedankt, die an diesem so schönen Garten mitgewirkt haben, wo die Menschen Gott treffen und zugleich auch Heilung finden können. P. Arvin Tauro, Oberer und Pfarrer, hat seinerseits allen gedankt, die diesen Traum von einem Garten verwirklicht haben. Bei dieser Gelegenheit hat der Erzbischof auch den Tabernakel für die Kapelle des Gästehauses benediziert.

Auch die übrigen Mitglieder des Konvents, Mari Joe, Bonifacio D’Souza, John D’Souza, Rayan Pais und Antony Stephen haben an der Feier teilgenommen.

 

Samstag, 20. November 2021

Möge diese Synode im Geist Gottes gelebt werden! Wir bedürfen tatsächlich immer des erneuernden Wehens Gottes, der uns vor Abkapselung befreit, Totem Leben gibt, Ketten sprengt und Freude verbreitet, unb uns dahin bringt, wo Gott uns haben möchte, nicht dahin, wohin uns unsere Ideen und persönlichen Vorlieben bringen würden. Wir müssen den Geist öfter und  inständiger anrufen, ihn demütig anhören, mit ihm gehen, wie der Herr es wünscht, gelehrig und mutig, damit wir uns beim synodalen Geschehen nicht von der Enttäuschung besiegen lassen, damit der prophetische Geist nicht versiegt und wir uns nicht in sterilen Diskussionen verlieren.

Komm, Geist der Liebe, öffne unsere Herzen fürs Zuhören. Komm, Geist der Heiligkeit, Schöpfer, erneuere Gottes Volk in der Treue und erneuere durch es das Antlitz der Erde.

 

Am 20. November, dem liturgischen Gedenktag des hl. Rafael Kalinowski, hatten die Mitbrüder des Provinzvikariats Belarus unter der Leitung des Vorsitzenden der weißrussischen Bischofskonferenz und des Diözesanbischofs von Vitebsk, Aleh Butkevich, der die Exerzitien hielt, einen Einkehrtag. Er ermutigte sie, in diesen schwierigen Zeiten für das in Belarus lebende Volk Gottes Hirten zu sein und ein dem Evangelium gemäßes Ordensleben zu führen.

Der OCDS wächst in Belarus. Am Samstag, 27. November, hat in Miadziel während einer Eucharistiefeier Frau Anna Lutskaya ihr Versprechen abgelegt. Der Feier stand P. Peter Frostega, der Vikar der Unbeschuhten Karmeliten in Belarus, vor.

 

Liebe Brüder und Schwestern

Mit Weihnachten stehen wir auch am  Ende des Jahres, und wenn ich ein „Wort des Jahres” auswählen sollte, dann würde ich sagen „Dankbarkeit.“ Für Menschen, die ums Überleben kämpfen, könnte dieses Wort wenig Sinn haben, zumal die Pandemie alles noch verschlimmert hat. Warum, also, sollten wir danken?

Sowohl im Sekretariat für missionarische Zusammenarbeit als auch in der Ordensleitung ist die Wirkung unserer Unterstützung in den verschiedenen Teilen der Missionen Eurer Großzügigkeit und Eurer Unterstützung zu verdanken. Viele unserer Missionare sind sehr dankbar und froh, weil Gott Euch auf ihren Weg geleitet hat, um sie zu unterstützen. Ein herzliches Vergelt’s Gott, und möge der gute Gott Eure Gebete erhören.

Das Jahr 2021 ist für die ganze Welt, aber insbesondere für das Sekretariat für missionarische Zusammenarbeit ein „überlanger Advent“ gewesen; alle möchten wissen, wann die Pandemie zu Ende ist. Viele von uns sind gereizt, frustriert, ungeduldig und besorgt. Trotzdem sind wir alle eingeladen, mit Hoffnung und Dankbarkeit in die Zukunft zu blicken, aber auch mit einem erneuten gegenseitigen Einsatz für Gottes größtes Geschenk an die Menschheit durch seine Geburt, da er denen entgegenkommt, die Weihnachten nicht feiern können. Euch allen, die ihr unsere Missionare und ihre alltäglichen Entbehrungen in euren Gebeten mittragt; Euch allen, die ihr das missionarische Anliegen in Euren Familien und Euren Freunden und Bekannten wachhaltet; Euch allen, die Ihr finanziell dazu beitragt, um unsere Missionsprojekte zu unterstützen; Euch allen danke ich aus ganzem Herzen! Wir sind Euch wirklich dankbar! Ohne Euch können wir nichts tun, aber mit Euch können wir alles tun.

Möge Gott Euch segnen.

Liebe Schwestern,

ich bin mit meinem Mitbrüdern gerne hierhergekommen, da es mein Haus, unser Haus ist. Wir sind hier, um Dank zu sagen, um mit Maria, der Königin der Tugenden und der Kirche unser Magnificat zu singen: Danke für das, was uns heute in dieser schwierigen Zeit geschenkt wird, indem wir das überkommene Erbe annehmen, das wir reichlich empfangen haben, aber auch die vor uns liegende Zukunft annehmen. Alles, was mit Francisco Palau zu tun hat, ist mir sehr vertraut und Quelle der Freude: Livron, Aitona, El Montsant, Perpignan, Ibiza, el Vedrá, Tarragona … In einigen seiner Grotten habe ich geschlafen und gebetet, um die Kraft zu erhalten, die ihn beseelt hat, und für das Feuer zu danken, das er in sich trug. Ich bitte ihn, uns auch in dieser entscheidenden und einmaligen Zeit zu entflammen.

 

Wir leben in schwierigen Zeiten: Pandemie, ausgebrochene Vulkane, die alles mit sich fortreißen, Klimawandel, ökologische Katastrophen, Ungewissheit, Flüchtlingsströme, die sich auf den Weg machen und oft nicht ankommen, lautlose Kriege…

 

Das Leben von Francisco Palau verlief in einer gefahrvollen Zeit, ohne Navigationsgerät, geleitet von oft kleinsten Funken von Hoffnung auf eine neue Zukunft. Bei jedem versperrten Weg, öffnete sich ein neuer, ungewohnter, außerhalb des Gewöhnlichen. „Von 1843 bis 1855 habe ich ein Gebirge durchquert, bei Nacht, ohne Pfad, mit Prüfungen von allen Seiten […], in der Hoffnung, dass nach diesem Schatten ein Licht aufstrahle, das den Weg erleuchten würde“ (Brief vom 1. Juni 1855). Jedes Mal zeigt es sich, dass man leichter und besser vorankommt, wenn man in der Vertrautheit des Leibes Christi unterwegs ist. Das Leben des sel. Francisco Palau ist eine einzigartige Mischung von Schwierigkeiten und Chancen, von Widerstand und Begeisterung, von Scheitern und Vertrauen. Es ist ein bewegtes und tiefes Leben, nüchtern und verwurzelt, bekämpft und leuchtend, eingeengt und frei. Francisco ist ein wahrer Meister für Neubeginn und Resilienz.

 

Er ist auch ein mutiger Entdecker der Wege der Innerlichkeit. In der Grotte der Kontemplation empfängt er die Fruchtbarkeit für seine Sendung. Dort kennt sein pastoraler Eifer keine Grenzen und keine Angst, da er nicht sich selbst sucht, und nicht befürchtet, sich zu verlieren. Er sucht nur, was er liebt, was er „meine Geliebte“ nennt. Er sucht nicht seine Selbstverwirklichung, sondern lässt sich zu einem Werkzeug umformen. Er ist ein unermüdlicher Missionar. Er scheint zum Schweigen und zur Isolation verbannt, doch aus seiner Asche ersteht er leuchtender, demütiger, rebellischer, gehorsamer, mehr Mann der Kirche. Er ist in die Kirche verliebt, die für ihn die personifizierte Liebe Christi ist, sein mystischer Leib. Seine Erfahrung mit der Kirche ist außerordentlich. Die Kirche ist seine Geliebte. Genau sie, die ihn verwundet und misstrauisch beäugt hat, wurde zum Gegenstand seiner Liebe. Welch bewundernswerte Treue!

 

Es gibt vieles in uns und in unserer Zeit, das durch Francisco Palau erleuchtet wird, so dass er sehr aktuell ist. In ihm finden wir viel Lebensweisheit. Er hindert uns nicht daran, uns zu verlieren und Risiken einzugehen, denn er erhellt unsere Nacht.

 

Das 19. Jahrhundert ist eine Zeit voller Chancen, obwohl offensichtlich alles zum Schlechten hinneigt: Krieg (Invasion der Franzosen), Exklaustration, Vertreibung mit Exil in Frankreich, Pest, Ansteckung, Tod. Solche Ereignisse kennzeichnen das Jahrhundert, in dem Francisco Palau gelebt hat, sie haben ihn zu dem Mann und Heiligen gemacht, der er ist: Das Feuer des Elias, die Liebe zur Kirche Teresas, die Umwandlung in der Verbannung, die Abgeschlossenheit in den Grotten seiner Innerlichkeit, die missionarische Kreativität. Inmitten von Scheitern und Konflikten besitzt er eine geheimnisvolle Fruchtbarkeit.

 

In seiner Grotte hat Francisco eine entscheidende und wichtige Sendung gefunden: nicht tun um des Tuns willen; sich nicht um das eigene Schicksal sorgen, sondern sich selbst vergessen, damit Gott seinen Planverwirklichen kann; die Herausforderung des Kampfes der Seele mit Gott annehmen und sich seinem Plan ergeben. Hier vernimmt man das Wort Gottes, seine Stimme, wie Elias, der dem Engel gehorcht und sich in die Wüste führen lässt und den Weg bis zum Horeb geht, wo er von neuem dass Säuseln des Schweigens Gottes vernimmt.

 

Heute ist Gottes Wort schön und gerecht; hören wir es mit dem Herzen von Francisco Palau:

 

  • GESALBT, gesandt, um die Befreiung und den Armen ein Jahr der Gnade anzukündigen;
  • GEFÜHRT zu dieser Mission, in die dunklen Täler, doch du gehst mit mir, mein Hirte;
  • AUFERBAUT, GEEINT mit Christus, unserem Haupt, für die Auferbauung des ganzen Leibes;
  • GESANDT in die ganze Welt, zur Verkündigung… Treibt Dämonen aus… Sprecht in einer Sprache, die alle verstehen, die Sprache echter und freier Liebe, heilt.

 

Ich bitte Francisco Palau, dass er uns erleuchte, und uns etwas von seiner kontemplativen und missionarischen Glut gebe, von seiner Schöpferkraft und Fähigkeit, sich auf den Weg zu machen. Möge er uns herausfordern, unsere Dämonen vertreiben und uns ermutigen und zu demütigen Söhnen der Kirche machen.

 

Ich bitte dich, Francisco Palau, uns bei der Neuentdeckung unserer Sendung zu helfen:

 

  • Es gibt eine Sendung in die Grotte der Kontemplation, den Kampf der Seele mit Gott, sei es zum Leben oder zum Tod. Wir müssen zulassen, dass Gott uns eine Sendung überträgt, dass er uns von neuem erobert. Das scheint mir ein schöner Plan, die beste Strategie zu sein, sich in Christus zu verlieben.
  • Es gibt eine Sendung zu unseren nicht so nahen Nächsten hin, die ein unerforschtes Land sind, und eine Sendung zu den ganz Nahen, um ihnen zuzuhören, sie zu verstehen, sie zu begleiten.
  • Es gibt auch eine Sendung ins Scheitern, ins Dunkel und in die Nacht, in eine neue Geschichte, dessen Protagonist Gott ist, ein neues Buch Meiner Beziehungen mit Jesus, der Kirche, der Geliebten.
  • Es gibt eine Sendung in die Abnahme, die Schwäche und Gebrechlichkeit unseres demütigen Heeres, das dem Goliath entgegentreten muss, und das ist besser als stark und zahlreich zu sein.
  • Es gibt eine Sendung ins Herz der alten Schwester, die sich nur noch schlecht bewegen kann, für die, die depressiv ist, für die, die sich um die Eltern kümmern muss und ihnen einen Teil oder auch die ganze Zeit widmen muss; für die Oberin und für die, die es nicht ist; für die, die sich müde und überarbeitet fühlt. Das ist heute eine neue Sendung, die es zu entdecken gilt. Dabei ist es schön, dass wir Geschwister sind, um sie gemeinsam zu entdecken und uns bei unserem gemeinsamen Dienst gegenseitig zu helfen.

 

„Ich war in meiner Grotte im Gebet versunken, und da vernahm ich die liebevolle Stimme des Vaters, der zu mir sprach: ‚Komm, meine Tochter, komm.‘ Und die Stimme seines Sohnes: Komm, meine Braut, komm.‘ Und die Tochter des Ewigen Gottes, der bei mir war, stieg auf zu den Wolken, die den Berg bedeckten und zu mir sagte: ‚Komm mit mir, und ich stieg auf den Gipfel dieses Berges.“ (Meine Beziehungen mit der Kirche, am Nachmittag des 11. Mai 1865).

 

20. März 1872: Nächstes Jahr werden es 150 Jahre seit seinem Heimgang sein, und so beginnen wir, das zu feiern. Am Ende seiner Tage hat Francisco Palau sein Leben, sein Schweigen, seine Worte, seine Katechesen und sein Gründungswerk mit dem Geschenk seines Lebens bekräftigt. Ausgesetzt, verwundet und besiegt von seinen Nächsten, um sie zu retten, ohne dabei jemals abgesichert zu sein. Das ist das Siegel für Authentizität, sein Leben hinzugeben. Aber um es hinzugeben, muss man es in der Grotte des Schweigens und der Brüderlichkeit pflegen, sich pflegen und sich pflegen lassen. Herzlichen Dank an Euch alle, dass ihr Euch der Pflege so vieler Menschen gewidmet habt, Euch selbst in Pflege genommen habt und Euch pflegen lasst.

 

Miguel Márquez Calle OCD

Gedenktag des sel. Francisco Palau y Quer, 7. November 2021

Am 21. Oktober hat P. Pedro Zubieta sein 75jähriges Professjubiläum gefeiert. Es war am 21. Oktober 1946, als der junge Pedro in Larrea (Spanien) seine erste Profess ablegte, um Jesus im Karmel nachzufolgen.

Die Studien absolvierte er in Vitoria, Bilbao und Rom, wo er 1954 zum Priester geweiht wurde. Sein langes Leben kann so zusammengefasst werden: Von 1956 bis 1991 Rom und ab 1992 Peru. In Rom war er zuerst Professor und dann fast 25 Jahre Generalsekretär, als unser Orden an der Neufassung der Konstitutionen arbeitete, an der er aktiv teilgenommen hat. In Peru war er vor allem in der Ausbildung der jungen Mitbrüder in den beiden Konventen in Lima, Pando und Cercado, tätig. Hier fühlt er sich zuhause, wie er selbst sagt; hier hat er gelernt, was es bedeutet, Priester zu sein, denn in den langen Jahre seines Dienstes in der Verwaltung hatte er kaum Gelegenheit, pastoral tätig zu sein.

Wir danken Gott zusammen mit ihm für das Geschenk des Lebens in unserem Orden; mit seiner Schlichtheit, Herzlichkeit und seinem unermüdlichen Arbeitseifer ermutigt er uns zur Nachfolge Jesu.

MALAWI :

Am 15. Oktober hat Papst Franziskus Bischof George Desmond Tambala zum Erzbischof von Lilongwe ernannt.

Bischof Tambala war seit  2016 Bischof von Zomba. Geboren am 11. November 1968 in Zomba, hat er am 15. August 1995 seine Feierliche Profess abgelegt und wurde am 13. April 1996 zum Priester geweiht. 1998 hat er am CITeS in Spanien studiert und an der Theologischen Fakultät in Burgos in Spanien das Lizenziat erworben. In seiner Heimat hat er verschiedene Aufgaben versehen, als Pfarrvikar in Kapiri bei Lilongwe, Postulantenmagister, Professor für Spiritualität, Oberer des Exerzitienhauses der Erzdiözese Blantyre. Als er zum Bischof ernannt wurde, war er Definitor für Afrika und Madagaskar.

 

KOREA:

Am 28. Oktober hat Papst Franziskus Bischof Peter Chung Soon-taek zum Erzbischof von Seoul und zum Apostolischen Administrator der Diözese Pyongyang in Nordkorea ernannt.

Bischof Peter wurde am 5. August 1961 in Daegu geboren, studierte an der Universität von Seoul Chemie (1983-1986), dann von 1986 bis 1992 an der Katholischen Universität von Seoul Philosophie und Theologie. Am 25. Januar 1992 hat er im Karmel Feierliche Profess abgelegt und wurde m 16. Juli 1992 zum Priester geweiht. Von 1993 bis 1997 war er Novizenmeister und dann zwei Jahr Studentenmagister. Von 1999 bis 20094 hat er am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom Hl. Schrift studiert. 200t wurde er in Korea Provinzrat und 2009 Definitor in Rom für den Fernen Osten und Ozeanien. Am 5. Februar 2014 wurde er zum Bischof geweiht.

Vorbereitung auf Weihnachten mit den Karmeliten

Seit 2011 bieten die Karmeliten zur Vorbereitung auf die beiden großen Feste Weihnachten und Ostern Online-Exerzitien an. Heute folgen mehr als 81.000 Menschen in elf Sprachen diesen Einkehrtagen: Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Deutsch, Polnisch, Rumänisch, Niederländisch, Tschechisch und Indonesisch.

Nach einer Einführung, die am 24. November verschickt wurde, kommt jeden Freitag eine E-Mail, die in word oder als pdf heruntergeladen werden kann.

Die beiden Leitgestalten der diesjährigen Exerzitien sind Therese (1873-1897) und Maria Montessori (1870-1950), beides Doktorinnen. Erstere führt die Kirche zur geistlichen Kindschaft, letztere führt die Kinder zur Kirche. Als Prophetinnen schöpften sie aus der gleichen Quelle, dem Evangelium. Durch ihre Stimme lüftete Gott den geheimnisvollen Schleier seines Antlitzes als Kind. Jede Woche kommt:

  • Eine aufs Evangelium, gegründete Meditation
  • Einen kurzen Video zum besseren Verständnis des Evangeliums
  • Hinweise für die praktische Verwirklichung
  • Den Adventskalender für das tägliche Gebet

Kostenlose Anmeldung mit Auswahl der Sprache bei www.webretiro.karmel.at

 

Wegen des Lärms und des beschränkten Lebensraumes haben wir beschlossen, das Zentrum der Hauptstadt Tschechiens zu verlassen und in ein kleines Dorf im Osten von Prag mit dem Namen Drasty zu ziehen, wo wir einen Bauernhof in einem äußerst schlechten Zustand erworben haben. Zunächst haben wir zwei bestehende Gebäude in Stand gesetzt, nämlich das zukünftige Gästehaus, in das wir im Februar letzten Jahres eingezogen sind, und ein Mehrfamilienhaus, in dem jetzt einige Freunde unserer Kommunität leben.

Jetzt starten wir mit dem Bau des eigentlichen, dem hl. Josef geweihten Klosters mit der der hl. Teresa geweihten Kapelle. Wegen der gestiegenen Preise für alle Baumaterialien aufgrund der Corona-Krise werden wir vorerst nur den Rohbau errichten können und nur einen Teil ausbauen, wo wir einziehen werden,

Da uns das nötige Geld fehlt, können wir die Kapelle, die Pforte und die Arbeitsräume nicht vollenden und deshalb leider die Klausur nicht schließen. Wir sind schon froh, dass in diesem Jahr mit dem Bau des Klosters und der Kapelle begonnen werden konnte, und vertrauen das ganze Werk dem Schutz des hl. Josef an. Wir wollen allen Kommunitäten und Wohltätern danken, die uns beim Bau geholfen und mit ihrem Gebet unterstützt haben.

www.karmeldrasty.eu

https://www.youtube.com/watch?v=6AAmyI-Z2A4

 

Nach einem ersten Versuch im Jahre 1867 in der Nähe von Genf hat im August 1914 Frau Delaître, eine französische Witwe, mit Hilfe einiger Wohltäter aus der Region Paris das kleine Schloss Lully in der Schweiz erworben mit dem Ziel, dort eine Kommunität von Beterinnen für die Einheit der Christen zu etablieren. 1921 sind die Karmelitinnen von Narbonne aus Frankreich dorthin gezogen, und am 29. September 1921 wurde in Lully in der Nähe von Freiburg die erste Hl. Messe gefeiert, wodurch unser Orden in der Schweiz Fuß fasste. 1933 kehrten die Schwestern nach einer Apostolischen Visitation wieder nach Narbonne zurück, während sich der Orden zusammen mit dem Bischof an die Priorin Maria Agnes von der Unbefleckten Empfängnis des Karmel in Fontainebleau wandte. Sie hat sofort erkannt, dass man einen anderen Ort suchen müsse, den sie oberhalb des Dorfes Le Pâquier fand. Dort wurde das Kloster errichtet und am 15. Oktober 1936 von Bischof Besson eingeweiht.

Am 26. September 2021 eröffnete ein feierlicher Gottesdienst mit dem Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, Charles Morerod, das Jubiläumsjahr. Bis zum 15. Oktober 2022 sind verschiedene Veranstaltungen geplant, wie eine Jugendwallfahrt, eine Gebetsvigil, eine Begegnung mit unseren Familienangehörigen, eine Rundfunkmesse und eine Wallfahrt von Lully nach Le Pâquier für die Einwohner dieser Gegend. Es sollen auch zwei Bücher herauskommen: Ein Bildband für Weihnachten und eine Buch über die Gründungsgeschichte.

 

Die Glocken der Basilika von Lisieux haben die gute Nachricht verbreitet: Therese von Lisieux wurde in den Kalender 2022/2023 aufgenommen, dem sich auch die UNESCO anlässlich des 150jährigen Jubiläums der Geburt Thereses (1873-2023) anschließt.

Damit ist gesagt, dass Therese durch die Werte der UNESCO Kultur, Wissenschaft und Erziehung die Straßen für Christus öffnen kann. Das Generaldefinitorium hat sich in seinem Schlussdokument dafür ausgesprochen, dem Orden im Lauf der kommenden sechs Jahre die autobiographischen Schriften Thereses zur Lektüre vorzuschlagen.

Am 8. Oktober 2021 um 18.00 Uhr fand im Diözesanzentrum Obermünster  in Regensburg der Festakt zum 300- jährigen Jubiläum des „Echten Regensburger Karmelitengeists“ statt. Seit 1721 wird im Karmelitenkloster St. Josef am Alten Kornmarkt der Karmelitengeist hergestellt und das immer mit der gleichen Rezeptur. Das Geheimnis (Arcanum) wird immer von zwei Ordensbrüder weitergegeben.

Für festliche Musik sorgte das Barockorchester RUBIO der Uni Regensburg. Den Festvortrag hielt Herr Dr. Dr. Thomas Richter, Apotheker und Germanist. Er führte durch die Geschichte von einem spätmittelalterlichen Melissen-Traktat zum Regensburger Karmelitengeist in einem interessanten und aufschlussreichem Vortrag. Das persönlich gehaltene Grußwort des Bischofs wurde von Ordinariatsrätin Frau Maria Luisa Öfele verlesen. Herr Stadtrat Dr. Thomas Burger überbrachte die freundlichen Grüße der Stadt. Am Ende seines Grußwortes ernannte Provinzial P. Dr. Raoul Kiyangi OCD, den Geschäftsführer der „Geistfabrik“ Herrn Albert Aufschläger zum „Ehrenkarmeliten“.

Einen schönen Abschluss fand der Festakt in dem, von P. Matthäus Bochenski OCD aufgenommenen, Film „Der Geist der Karmeliten“ – Eine kleine Dokumentation über das wahrscheinlich am besten geschützte Geheimnis in Regensburg. Der Film erlaubte einen Blick hin-ter die Mauern des Karmelitenklosters von St. Josef und in den Betrieb der „Geistfabrik“.

 

Am 7. Oktober ist P. Patrizio Sciadini zum “Ritter des Ordens Stella d’Italia” geschlagen worden. Der Botschafter Italiens, Giampaolo Cantini, hat dabei den Ernennungstext für diese Auszeichnung verlesen:

„Bei der Ausübung seines Dienstes als Ordensmann und Priester hat sich P. Patrizio durch seine außerordentliche Hingabe und tiefe Menschlichkeit ausgezeichnet.

Im Stadtviertel von Shoubra, in dem der Konvent der Karmeliten in Kairo liegt, hat er sich selbstlos und großherzig für die Armen und Kranken verausgabt, von denen vielen in dem, dem Konvent angegliederten Krankenhaus versorgt werden, das mit der Schenkung „iside2019“ verbessert worden ist. ‚Sehr zahlreich.sind die von ihm in der derzeitigen Covid-19-Krise für die Patienten initiierten und durchgeführten Hilfsaktionen.

Unter den letzten italienischen Priestern, die es noch in Ägypten gibt, ist er eine Bezugsperson für die Landsleute, denen er immer seine besondere Aufmerksamkeit gewidmet hat. Mit seiner täglichen Aktivität inkarniert P. Patrizio sehr gut die Werte der Solidarität und Selbstlosigkeit und erweist sich mit seinem Vorbild als Zierde für seine Nation.

Für seine in der Förderung der Freundschaft und Solidarität zwischen der italienischen und ägyptischen Kommunität erworbenen Verdienste, insbesondere durch die Förderung und Verbreitung caritativer Werke, hat der Herr Präsident der Republik, on. Prof. Sergio Mattarella, auf Vorschlag des Außenministers, on. Luigi di Maio, beschlossen, P. Patrizio mit dem Titel Ritter des Ordens Stella d’Italia auszuzeichnen.“

 

Im Rahmen der Feiern zu Ehren unserer hl. Mutter Teresa von Jesus haben wir in einer Eucharistiefeier für die Casa Monte Carmelo in Lepaterique gedankt.

Wir sind sehr glücklich, denn heute ist ein bedeutungsvoller Tag, weil in diesem für den Teresianischen Karmel wichtigen Haus die erste Hl. Messe gefeiert werden konnte, allerdings noch in dem als Speisesaal vorgesehenen Raum, so dass dort das erste Bankett eine Eucharistiefeier war. In Zukunft wird dieses Haus unter dem Patrozinium der hl Teresa, jener außerordentlichen, heiligen Kirchenlehrerin, die immer eine Inspirationsquelle ist, junge Frauen aufnehmen, die in den umliegenden armen und weit entfernten Dörfern zu Hause sind und dort keine Möglichkeit für Schuldbildung haben, damit sie sich hier weiterbilden und auf ihr Leben in Familie, Kirche und Gesellschaft vorbereiten können.

Wir danken Gott, weil wir mit Unterstützung vieler Menschen, Pfarreien und Institutionen diese Räume für junge Frauen haben einrichten können. Insbesondere geht unser Dank an das Zentrum des Ordens, das uns über den Missionssekretär P. Jerôme Paluku einen ansehnlichen Betrag hat zukommen lassen, und danken auch der italienischen Bischofskonferenz für ihre großzügige Unterstützung.