Seit der Gründung der Missionszeitschrift La Obra Máxima durch P. Juan Vicente Zengoitita OCD im Januar 1921 hat sie verschiedene Wandlungen durchgemacht. Dank der Zusammenarbeit vieler Karmeliten ist sie zur Stimme unserer Missionare geworden, die uns durch ihre Schriften und ihr Zeugnis von den Schwierigkeiten und Herausforderungen nicht nur in den Missionen, sondern im Leben des ganzen Ordens berichten.

Die Zeitschrift La Obra Máxima wurde von der Provinz Navarra in spanischer Sprache gegründet und ist deshalb nur Lesern zugänglich, die des Spanischen mächtig sind. Deshalb hat sich ihr Schriftleiter, P. Joan Korta, bemüht, sie auch in Englisch und Französisch herauszubringen. Nach mehrjährigen Vorbereitungen sind nun im Januar die beiden ersten Nummern auch in diesen Sprachen herausgekommen, so dass sie nun mehr Kommunitäten des Ordens zugänglich sind.

Es ist wichtig, dass der ganze Orden von diesem Projekt erfährt und es unterstützt, um auf diese Weise vom Leben und Zeugnis unserer Mitbrüder Kenntnis zu erhalten, die in den Missionsländern das Evangelium verkünden.

https://www.laobramaxima.es

 

Der Ausbruch eines unterirdischen Vulkans vor der Insel Tonga am Samstag, den 15. Januar, hat auf verschiedenen Inseln des Südpazifik Tsunamis ausgelöst, die zu einem Anstieg des Meeresspiegels entlang der Küste Perus und der Pazifikküste der USA und zu Warnungen vor Tsunamis in Japan geführt haben. Zwei Inseln wurden fast total zerstört, so dass sie nicht mehr bewohnbar sind. Glücklicherweise hat Gott Tonga beschützt, und obwohl der Ausbruch gewaltig war, sind nur drei Menschen zu Tode gekommen. Es hätte viel schlimmer ausgehen können.

Unser Orden ist in diesem Teil der Welt durch unsere Schwestern präsent, die in Sicherheit sind. Ihrem Erzählen nach war es schrecklich und gewaltig, doch waren sie dank des Schutzes Gottes in Sicherheit. Sie haben das Gebet aller Schwestern und Brüder gespürt. Als der Vulkan ausbrach, bebte das Kloster, und einige Stunden später hat sich der Himmel verfinstert, und überall hin fiel Asche auf die Dächer wie Hagel. Die Schwestern stiegen aufs Dach, um die Asche herunterzuräumen, unterstützt von Mitgliedern des OCDS und der Pfarrei. Das größte Problem war Trinkwasser, denn die Asche hatte alles verschmutzt. Gott sei Dank ist aus Neuseeland und Australien Trinkwasser geliefert worden.

 

Vom 24. – 28. Januar tagte die französischsprachige Konferenz der Oberen unseres Ordens von Afrika und Madagaskar in Dakar. Elf Vertreter der fünf von den sechs Zirkumskriptionen unserer Konferenz – Kongo. Kamerun, Zentralafrika, Westafrika und Senegal – waren anwesend; der Vertreter Madagaskars hatte sich entschuldigt.

P. General hat uns mit einer Botschaft Mut zugesprochen, um unsere brüderliche Verbundenheit und die Zusammenarbeit zu bestärken. Unser Austausch ging über Zusammenarbeit bei der Ausbildung in den verschiedenen Phasen (einschließlich der Ausbilder und Oberen). Verstärkung der Zusammenarbeit mit den Zirkumskriptionen des englischsprachigen Afrika, das jährliche zweite Noviziat (das dieses Jahre in Kinshasa stattfindet), die Kongresse der Karmelitanischen Familie in Afrika, die Veröffentlichung von Büchern für die Bedürfnisse in unseren Zirkumskriptionen.

An einem freien Tag haben wir die Dakar vorgelagerte Insel Gorée besucht, von wo aus Tausende Sklaven nach Amerika verbracht wurden.. Einige Mitbrüder, die schon früher angereist waren, konnten unsere Schwestern in Sébikotane, die Benediktinerarbeit von Kur Moussa oder unseren Konvent in Ndiaffate besuchen.

 

Unser P. General, Miguel Márquez, ist vom 19. Januar bis zum 3. Februar im Heiligen Land gewesen, denn gemäß einer auf das Generalkapitel von 1632 zurückgehende Tradition ist er als Ordensgeneral immer auch der Prior des Klosters auf dem Berg Karmel, was auch von Nr. 193 der Ausführungsbestimmungen bestätigt wird.

Seinen eigenen Worten nach ging er als pilgernder General dorthin, da er unsere Schwestern und Brüder in Israel und Palästina besuchen, ihnen zuhören und ihre Lebensbedingungen kennenlernen wollte. So hat er die Brüder im Konvent auf dem Berg Karmel, die Mitbrüder der Pfarrei zum hl. Josef in Haifa und die vier Kommunitäten unserer Schwestern in Bethlehem, Nazareth, Jerusalem und Haifa besucht. Auch die karmelitanischen Kongregationen und unsere Laien kamen nicht zu kurz. Schließlich hat P. General auch dem Patriarchen Pierbattista Pizzaballa einen Besuch abgestattet.

Am Fest der Darstellung Jesu im Tempel und dem Tag des Geweihten Lebens hat er seinen Besuch abgeschlossen.

 

Auf Bitten des Bischofs von Ávila, Gil Tamayo, hat Papst Franziskus der Diözese Ávila anlässlich der Vierhundertjahrfeier der Heiligsprechung Teresas ein Jubiläumsjahr gewährt, das vom 12. März 2022 bis zum 12. März 2023 dauert. Es fällt mit dem Jubiläumsjahr zusammen, das der Papst der Diözese Ávila gewährt hat für den Fall, dass der 15. Oktober auf einen Sonntag fällt, was 2023 der Fall ist.

Eröffnet wird es mit einem feierlichen Gottesdienst, der am Sonntag, 13. März, in der Kirche unserer Brüder in Ávila gefeiert und vom spanischen Fernsehen übertragen wird.

Laut Jubiläumsdekret ist diese Kirche die Jubiläumskirche, wo man zu den gewohnten Bedingungen einen vollkommenen Ablass gewinnen kann.

Der Karmel von Hai Phong in der Diözese Nam Am wurde vom Karmel in Hue gegründet. Zwei Jahre nach seiner Gründung nimmt er weiter Gestalt an, sowohl an Zahl als auch an Gebäulichkeiten. Am 16. Dezember haben die beiden Schwestern Maria-Francisca Tran Thi Phuong e Maria-Machele Dang Thi Le während der vom Apostolischen Administrator der Diözese gefeierten Messe ihre Feierliche Profess abgelegt, womit ein neuer Abschnitt in der Entwicklung dieses Klosters beginnt.

Danken wir dem Herrn für das Geschenk ihres Lebens und sein Wohlwollen mit uns.

Wegen der Pandemie konnten nur wenige Personen an der Feiere teilnehmen. Am Ende der Messe hat die Priorin dem Erzbischof, den anwesenden Priestern und Gläubigen von Dong Con herzlich gedankt.

 

In dieser dramatischen und schrecklichen Stunde möchte ich den gesamten Orden (Brüder, Schwestern und Laien) inständig bitten, als vorrangige und dringende Aufgabe intensiv und mit all unserem  Glauben für das gesamte ukrainische Volk zu beten, das in dieser Zeit unter Beschuss steht – vereint mit dem Appell und dem verzweifelten Ruf von Papst Franziskus an das ganze Volk Gottes.

Ich stehe in Kontakt mit unseren Brüdern und Schwestern in der Ukraine: den beiden Gemeinschaften der Karmelitinnen in Kiew und Charkiw, und unseren Brüdern in Berditschew. Der Delegat, Pater Jozef reist gerade nach Kiew, um bei einem unserer Mitbrüder und bei der Gemeinschaft der Nonnen zu sein. Einige Schwestern aus Kiew haben beschlossen, nach Polen zu gehen und sich in Sicherheit zu bringen. Die Gemeinschaft in Charkiw hat beschlossen, nicht zu gehen und im Kloster zu bleiben. Sie sind die Schwestern, die der Grenze zu Russland am nächsten sind.

Heute sind wir alle die Ukraine! Heute Morgen erzählte mir die Priorin in Charkiw, dass sie in diesen Tagen keine hl. Messe haben. Ich habe ihnen gesagt, dass die Eucharistie des ganzen Ordens eins mit ihnen ist. Wir fühlen eine tiefe Verbundenheit mit dem Karmel und dem ukrainischen Volk. Wir sind in diesem Moment alle EINS mit unseren brennenden Lampen.

Mit Maria und Josef und allen Heiligen des Karmel beten wir zu dir, Herr, für die Menschen in der Ukraine.

 

Am 16. Dezember 1971 kamen die Patres Nicolò Ellena, Marco Conte, Mazzocchi und Carlo Cencio in der Pfarrei zum hl. Michael in Bozoum an, um dort den Kapuzinern zu helfen, unter denen damals P. Armando Gianni war, der spätere Bischof von Bouar. So begann die Mission der Provinz Genua in diesem Land. 1972 gründete P. Carlo in Baoro die Pfarrei zum Kinde Jesus. 1982 wurde die Mission vom Provinzrat in den Rang einer Delegation erhoben.

Die Eucharistiefeier am 20. Dezember eröffnete die Feierlichkeiten, denen der Ortsbischof Mirek Gucwa vorstand. Unsere Freude war nicht nur wegen der großen Zahl von Gläubigen groß, die daran teilnahmen, sondern auch weil die beiden Mitbrüder Martial und Jeannot-Marie zu Priestern geweiht worden sind.

Dieses Jubiläum ist ein Anlass, um all denen zu danken, die auf die eine oder andere Weise mitgeholfen habe, dass der Karmel in Zentralafrika Wurzeln schlagen und die kommenden 50 Jahre in der Gemeinschaft mit vielen Mitbrüdern aus Zentralafrika vorbereiten konnte.

 

„Unterwegs zur Einheit“ war das Motto für das interprovinzielle Treffen, das noch der frühere Generaldelegat des OCDS, P. Alzinir Debastiani, angeregt hat, um den Entwurf für ein gemeinsames Ausbildungspapier für alle Provinzen des OCDS in Italien auf den Weg zu bringen. Das war 2017 mit der Erarbeitung eines Ausbildungspapier aller sechs Provinzen Italiens.

Die Zusammenführung der verschiedenen Vorschläge mit ihren unterschiedlichen Akzenten und Vorstellungen ist sicherlich die schwierigste Aufgabe gewesen. Diese Vielfalt, die zweifellos auch eine Quelle der Bereicherung ist, erforderte eine große Anstrengung, für die wir der nationalen Ausbildungsverantwortlichen, Frau Brigida Silvana De Grandi, herzlich danken, ebenso wie Maria Lupi, die ihr bei der Abfassung des Endtextes zur Seite stand. Der am 18. August 2021 vom Definitorium für fünf Jahre ad experimentum approbierte Text geht jetzt den Ausbildungsverantwortlichen der einzelnen Gemeinden zu, wo er bei der gesamtmenschlichen, christlichen und karmelitanischen Ausbildung der Kandidaten wertvolle Hilfe leisten wird.

Vertrauen wir dieses Projekt Maria und dem hl. Josef an, damit es für den OCDS auf seinem Weg in der momentanen Situation der Kirche auf dem synodalen Weg reiche Früchte bringe.

 

Am 11. Dezember 2021 haben sechs Mitglieder des OCDS in Hafnarfiördur während einer Messfeier ihre ersten Versprechen abgelegt. Der Feier stand der Provinzial der Provinz Warschau, P. Jan Piotr Malicki vor, begleitet von P. Robert M. Marciniak, dem Provinzdelegaten für den OCDS in Island.,

Da diese Gemeinde die erste und einzige ihrer Art in Island ist, handelt es sich um ein außerordentliches Ereignis in diesem Land. Offiziell war sie 2019 errichtet worden, aber die Mitglieder trafen sich schon seit 2011 regelmäßig unter der Leitung von Mutter Agnes, einer Karmelitin aus Hafnarfiördur, die auch weiterhin die geistliche Begleitung wahrnimmt.

Mögen die Mitglieder des OCDS in Island ihre Berufung vertiefen und immer mehr die Reichtümer des Charismas des Teresianischen Karmel entdecken und bezeugen.

Am 4. Januar sind unsere beiden Mitbrüder Masin Digal und Liudas Parichha aus der Provinz Delhi auf tragische Weise ums Leben gekommen. Aufgrund der Pandemie waren sie bei ihren Familien und machten am 4. Januar zusammen mit einigen Angehörigen eine Wallfahrt zum Marienheiligtum Kandhamal, als der Fahrer die Kontrolle über das Fahrzeug verloren hat und sie 20 Meter in die Tiefe stürzten. Frater Masin ist noch am Unfallort, während Frater auf den Weg ins Krankenhaus verstorben ist. Insgesamt gab es drei Tote und sechs Verletzte. Am Nachmittag des 5. Januar fand der Trauergottesdienst für unsere Mitbrüder statt.

P. General hat den Mitbrüdern der Provinz und den Familienangehörigen sofort seine Beileidsbekundung übermittelt. „Wenn wir leben, leben wir für den Herrn, und wenn wir sterben, sterben wir für den Herrn“. So gehören wir dem Herrn, ob wir leben oder ob wir sterben (Röm 14,8). Unsere Gebete gehen zu den Brüdern der Provinz Delhi und ihren Familien.

 

Das Jahr 2021 war für die Kongregation der Karmelitinnen vom Kinde Jesus ein Jubiläumsjahr, denn vor genau 100 Jahren wurde diese Kongregation am 31. Dezember vom Diener Gottes P. Anselm Gądek OCD und der Dienerin Gottes Sr. Teresa Kierocińska gegründet. Heute gehören in elf Ländern ca. 450 Schwestern zu ihr. P. General hat am 31. Dezember an den Feierlichkeiten in Sosnowiec teilgenommen und bei der von Ortsbischof Grzegorz Kaszak zelebrierten Festmesse die Homilie gehalten.

Insgesamt war P. General vom 27. Dezember bis 2. Januar in Polen und hat verschiedene Klöster von Brüdern und Schwestern besucht: Am 27. Dezember in Posen, dann in Zwola, am folgenden Tag die Brüder in den beiden Konventen in Warschau und ein Schwesternkloster, vom 29.-30. Dezember die jeweils beiden Konvente von Brüdern und Schwestern in Krakau und auch die Missionskarmelitinnen in Krakau.

Nach der Feier in Sosnowiec reiste P. General nach Przemyśl und besuchte unterwegs die Schwestern in Tarnów und Rzeszów, hat am Neujahrstag bei den Brüdern in Przemyśl gepredigt und mit dem Bischof der Lateiner von Przemyśl Adam Szal gespeist; am Nachmittag reiste er nach Lublin weiter und hat dabei auch die Schwestern in Dys besucht.

Es war eine kurze, aber sehr intensive Reise, die ihm einen ersten Kontakt mit den Brüdern und Schwestern in Polen erlaubte.

 

P. Rómulo Cuartas Londoño (1948-2021) stammte aus Kolumbien, ist am 2. Februar 1969 in den Orden eingetreten und wurde am 3. Juli 1977 zum Priester geweiht. An der Päpstlichen Universität Javeriana in Bogotá hat er das Lizenziat in Pastoraltheologie erworben und 2004 mit der Arbeit „Trinitätsspiritualität bei Teresa von Ávila“ den Doktortitel in geistlicher Theologie an der Päpstlichen Universität Comillas in Madrid. 2019 hat er 52 Jahre Profess gefeiert und konnte auf ein erfülltes Leben zurückblicken: Professor, Pfarrer, Provinzial, Vorsitzender der kolumbianischen Ordensobernkonferenz, Verfasser zahlreicher Bücher zur karmelitanischen Spiritualität und einer der Hauptakteure bei der Errichtung des CITeS, dessen stellvertretender Direktor er seit 2004 war.

Er verstarb am 21. Dezember infolge eines Sturzes bei einer Rehabilitationsmaßnahme. Am 24. Dezember fand der Trauergottesdienst statt. Möge der Herr ihn in seiner Barmherzigkeit zu sich aufnehmen.

 

Am 24. November 2021 hat der Karmel zur hl. Therese vom Kinde Jesus in Quezon City seinen 95. Gründungstag gefeiert. Aus diesem Grund hat der Apostolische Nuntius auf den Philippinen, Erzbischof Charles J. Brown, zusammen mit Bischof Honesto F. Ongtioco, Bischof von Cubao, und unseren Mitbrüdern, einen Dankgottesdienst gefeiert.

Der Karmel zur hl. Therese von Lisieux wurde 1926 in Magdalena Estates (Nuova Manila) gegründet, die Geschichte der Töchter Teresas auf den Philippinen begann allerdings schon 1923, als vier französische Karmelitinnen aus Hue in Vietnam auf dem Fluss Jaro in Iloilo ankamen. Dort richteten sie das erste Kloster der Karmelitinnen auf den Philippinen ein. Das alte Gebäude trug im 2. Weltkrieg Schäden davon, die derzeitige Kapelle und das Kloster wurde dank der Almosen vieler Bewohner von Nuova Manila in den 50er Jahren errichtet.

Die hl. Therese ist eine der Patroninnen der Philippinen, wo sie sehr verehrt wird. Ihre Reliquien waren schon viermal da.

 

Am 11. Dezember haben die Karmelitinnen nicht den Grundstein ihres zukünftigen Klosters gesegnet, sondern das erste Holzstück. Am 30. Oktober 2016 hatte ein Erdbeben mit der Stärke von 6,5 zu Beginn der Messe das Kloster der Schwestern vollständig unbenutzbar gemacht. Am Abend dieses Tages haben die Schwestern ihr Kloster verlassen und zunächst bei den Karmelitinnen von Fano Zuflucht gefunden, bis sie sich im Juli 2017 in ein leerstehende Gebäude der Augustinerinnen von Cascia begeben konnten. Schon zu Beginn des Jahres 2017 hatte ihnen ein Freund des Klosters empfohlen, das gesamte Gebäude abzureißen und einen neuern Konvent aus Holz zu erbauen. Allmählich verfestigte sich diese Idee als die beste, schnellste, umwelt- und materialschonendste Lösung angesichts von Erdbeben.

Am 11. Dezember war nun der Tag der Segnung des Baubeginns, aber vor allem großer Freude und Heimkehr. Vertrauen wir dem Herrn die Karmelitinnen und die Arbeiten für das neue Kloster an.

 

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