Vom 4. bis 11. September organisierten die Diözese Tumaco und das Sozialministerium von Tumaco die Woche für den Frieden, die in diesem Jahr unter dem Motto „Auf dem Weg zur Wahrheit, ein Land der Hoffnung und der Würde“ stand. Die Eröffnung fand in Anwesenheit des Bischofs von Tumaco, Monsignore Orlando Olave, der Mitarbeiter des Sozialministeriums, der Medien und zahlreicher Künstler statt. Die Friedenswoche wurde mit einem Marsch in den Farben von For Life and Peace eröffnet.

Zur Eröffnung der Friedenswoche segnete Monsignore Orlando Olave eine Statue der hl. Therese vom Kinde Jesus, die im Park der Karmelitenpfarrei aufgestellt wurde. Die Statue erinnert an den 150. Jahrestag von Teresas Geburt und ihre Anerkennung durch die UNESCO als wichtige Persönlichkeit für die Menschheit, als Beispiel für eine Frau, die die Werte des Friedens gefördert hat.

Am 8. September wurde die Ausstellung „Galería de la Memoria“ auf dem Platz der Pfarrei St. Therese vom Kinde Jesus in Verantwortung des Hauses der Erinnerung von Tumaco eröffnet. Dieser Raum soll das kollektive Gedächtnis all derer stärken, die Protagonisten oder Zeugen der sozialen Kämpfe und der Zeitgeschichte unseres Landes waren. Die Familien, Kameraden und Freunde all dieser Persönlichkediten sind in die Galería eingeladen worden. Wir gedenken ihrer, um uns zu erinnern und uns zu verpflikchten, dass sich die Ereignisse, die unser Land mit Blut beflecken, nicht wiederholen dürfen.

 

Die Vereinigung „Cuore Amico Fraternità Onlus“ (www.cuoreamico.org) aus Brescia, Italien, wird am 22. Oktober Pater Cesare Busecchi, OCD, aus der Provinz Venetien, den XXXII Cuore Amico Award in Anerkennung seiner langjährigen Missionsarbeit in Madagaskar überreichen. Pater Cerare bat 1987 darum, dorthin zu gehen. Seine erste Missionserfahrung machte er im Wald, wo er die großherzige Aufnahme durch die Menschen erlebte und… Wildtiere! Anschließend wurde er zum Pfarrer in Itaosy, einem Vorort von Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars, ernannt: Er war für 9 Kirchen mit einer Bevölkerung von 120.000 Einwohnern zuständig, von denen 40.000 Katholiken waren. Hier wurde Pater Cesare mit dem Elend der Menschen konfrontiert, die auf der Suche nach einer besseren Zukunft vom Land in die Stadt kommen.

Achtzig Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, und seit Covid hat sich die soziale Lage weiter verschlechtert. Vor allem die Zahl der Kinder, die in der Hauptstadt auf der Straße leben, ist exponentiell gestiegen. Genau diese Kinder kommen in den Genuss des Preises Cuzoire Amico. Der Traum von Pater Cesare ist es, den Kindern und Familien zu helfen, die in den Tunneln der Hauptstadt schlafen. Er besitzt bereits ein Stück Land, auf dem er ein Haus für die isolierten Kinder, kleine Häuser für Familien und eine Schule bauen möchte und wo er den Menschen helfen kann, das Land zu bewirtschaften.

 

Vom 1. bis 10. September begaben sich 10 Mitbrüder aus den Provinzen Deutschland und Österreich auf die Spuren des hl. Johannes vom Kreuz in Andalusien – entsprechend dem Fortbildungsprogramm der deutschen Provinz.

Vorangegangen waren den Exkursionen Vorträge von P. Ulrich und begleitet waren sie von Eucharistiefeiern an den Orten, an denen Johannes vom Kreuz gelebt hatte. Erster Standort war Úbeda. Wir fuhren von dort aus nach Beas, nach Granada mit Besuchen der Schwestern und der Brüder und einem langen Verweilen im Carmen de los Mártires, an einem anderen Tag nach La Peñuela (La Carolina), wo wir in der Ermita des Heiligen Gottesdienst feierten, zur „Spargelbrücke“, die dank der Trockenheit aus dem Stausee aufgetaucht war, und nach Baeza.

Zweiter Standort war Sevilla. Von dort aus besuchten wir die Kathedrale, unsere Schwestern im Barrio de Santa Cruz, die Mitbrüder in Santo Ángel, mit denen wir ein Abendessen teilten und deren reiches Museum wir bewunderten. In Córdoba besichtigten wir die Mezquita-Catedral, machten einen Gang durch das ehemalige Judenviertel mit dem Konvent des Johannes vom Kreuz, den jetzigen Konvent der Mitbrüder und die Ermitas. Eine weitere Fahrt führte uns zu den Karmelitinnen von Antequerra, die uns ihr einzigartiges Karmelmuseum zeigten, und in die geschichtsträchtige Stadt Ronda.

 

Das Treffen der Unbeschuhten Karmelitinnen der Föderation zum Heiligen Geist fand erneut im Karmelitenkloster in Przemyśl statt. Eine Gruppe von Schwestern arbeitete an der neuen Ratio, einem Dokument, das bei der Erstausbildung und der Weiterbildung hilft. Diese Kerngruppe war von den Schwestern der Föderation per Briefwahl gebildet worden und setzt sich aus Schwestern aus den Klöstern Przemyśl, Rzeszów, Dys, Tarnów, Katowice und Dietva in der Slowakei zusammen. Die Präsidentin der Föderation, Sr. Teresa, die Ausbildungsbeauftragte der Föderation, Sr. Cecylia, und der Assistent der Föderation, P. Krzysztof Górski, nahmen ebenfalls an dem Treffen teil.

Sr. Lidia Wrona, eine Missionskarmelitin, war eingeladen worden, an diesem Tag mitzuarbeiten. Sie teilte ihre Erfahrungen mit der Arbeit im Rat ihrer Kongregation mit und lud uns ein, vor allem auf den Heiligen Geist zu hören und uns von ihm leiten zu lassen und dem Weg zu folgen, den die Kirche uns zeigt. Auf dem Programm standen persönliches Gebet, Momente der Reflexion und des Austauschs, aber auch frohe Begegnungen mit der Gemeinschaft der Brüder aus Przemysl.

 

Am 7. August trafen sich im Namen der Kommission für Spiritualität der lateinamerikanischen Oberen die Patres Leonel Ceniceros, Provinzial von Mexiko, Milton Moulton, Kommissar von Chile, Robin Calle, Delegierter von Ecuador, und Martín Martínez vom Generalat via Zoom, um die Reflexionsgruppe der CICLA formell zu gründen. Sie wird sich aus 19 Brüdern zusammensetzen, die von ihren jeweiligen Oberen ernannt werden. Zwölf Brüder konnten an dieser Sitzung teilnehmen, sieben waren verhindert.

Bei diesem Treffen haben wir neben der Konstituierung der Gruppe auch ihr allgemeines Ziel dsefiniert, nämlich ein beratendes Gremium zu sein, das die Höheren Oberen bei ihren Überlegungen zu entscheidungsrelevanten Fragen unterstützt. Spezifischere Ziele sind die Vorbereitung von Ausbildungstreffen wie das „Spiritualitätstreffen“, das „Alacar-Treffen“ (OCD und OCarm), die Ausbildung von Ausbildern, usw. Darüber hinaus wird sich die Gruppe bemühen, die Zusammenarbeit und die Förderung unserer geistlichen Zentren zu unterstützen. Außerdem wurden der Koordinator und der Sekretär der Gruppe ernannt. Die nächste Sitzung wird im November stattfinden.

Am Samstag, den 17. September, dem Fest des hl. Albert von Jerusalem, fand in Madrid die Wahl des ersten Vorsitzenden und der ersten Provinzräte der iberischen OCDS-Provinz zur hl. Teresa von Jesus statt.

Der Provinzial, P. Antonio Angel Sánchez Cabezas, und der Generaldelegierte des OCDS, P. Ramiro Casale, begleiteten diese erste Provinzversammlung. Pater Ramiro teilte seine Pläne und Ideen für die unmittelbare Zukunft des OCDS in der Welt mit.

Die Vereinigung der verschiedenen OCDS-Provinzen in der Iberischen Provinz hat mehrere Jahre gedauert, und allen, die daran mitgearbeitet haben, wurde herzlich gedankt. Der Weg geht weiter mit Gottes Hilfe und der wertvollen Mitarbeit der Karmelitenpatres. Ein brüderliches Essen bildete den Abschluss dieser wichtigen Veranstaltung.

Wir versichern den neuen OCDS-Provinzrat und seinen Präsidenten unserer Gebete.

 

Süd-Kerala

Mit großer Freude und tiefer Dankbarkeit gegenüber Gott und der Gottesmutter vom Karmel feierten die Karmeliten der Provinz zum hl. Josef von Süd-Kerala das Silberjubiläum der Ordensprofess der Brüder Francis Sales, Marydasan K.S., Joseph Anthony, Shajers Robert und Jess Martin. Die Dankesmesse wurde am 10. September 2022 um 10.30 Uhr im Provinzhaus St. Joseph, Kottiyam, gefeiert. Die Feier wurde durch die Anwesenheit und die Gebete von Familien, Verwandten, Freunden und Ordensleuten aus vielen Gemeinden bereichert.

 

Generalkurie

Am Dienstag, 20. September, feierten die Brüder des Generalats das 25-jährige Jubiläum der Ordensprofess der Brüder Robert Maria, Rafał und Jerome. Am Mittag versammelte sich die ganze Gemeinde zur Dankesmesse. Mehrere Brüder, Verwandte und Freunde kamen zu uns, um mit uns zu feiern. Anschließend trafen sich alle zu einem herzhaften und festlichen Mittagessen. Möge der Herr und seine heilige Mutter unsere Brüder und ihren Dienst im Dienste des Ordens und der Kirche segnen.

 

Am Samstag, den 21. August 2022, fand im spirituellen Zentrum Marie Reine du Carmel in Gitega das zweite Jugendfestival zum Thema „Blick in die Zukunft. Empathie und der Wille zur Versöhnung“ statt. Dieses Thema bildete den Abschluss eines Jahres des Gemeinschaftsapostolats, an drei Wochenenden der gesamtmenschlichen Ausbildung junger Menschen gewidmet war. Der Titel des Festivals spiegelt die wichtigsten Haltungen wider, die sich aus dieser Bildung ergeben: den Zustand der sog. „reinen Generation“ mit ihren Gräueltaten und Spaltungen, die in der turbulenten Vergangenheit Burundis Tod und Ressentiments gesät haben, in eine Weltanschauung und in Tun zu übersetzen und Zeugnis für die Einheit abzulegen und mit Blick auf das Beispiel der Zeugen, in diesem Fall der 44 Märtyrer der Einheit von Buta (30. April 1997), sensibel zu sein für gewaltfreie Kommunikation und deren Pflege.

Die Hauptrolle bei den Aufführungen überließ man den jungen Leuten. Auf vielfältige Art und Weise zeigten sie ihre Talente, indem sie dieses Thema mit Gesang, Tanz, Theater und großer Kreativität wunderbar konkretisierten. Vier Dimensionen kommen in dieser Initiative zusammen: die künstlerische Entfaltung, die spirituelle Durchdringung, die generationenübergreifende Beziehungsfähigkeit und die Effizienz der Arbeit im Team mit präzisen Zielen.

 

Am Sonntag, den 17. Juli feierten die Karmeliten von Senegal im Rahmen der jährlichen Wallfahrt zu Ehren der Muttergottes vom Berge Karmel bei den Karmelitinnen von Sébikotane ihre 20-jährige Anwesenheit im Senegal. Rund 600 Personen kamen aus den verschiedenen Kirchengemeinden von Dakar, aber auch aus anderen Regionen Senegals. Nach einem Vortrag von P. Marie-Laurent über die Geschichte der Karmeliten und ihre Niederlassung im Senegal, aber auch über ihre Berufung, wurde von Bischof Martin Boucar Tine, dem Bischof von Kaolack, der Diözese, in der wir leben, eine feierliche Messe gefeiert.

Nach dem Mittagessen folgte eine Zeit der eucharistischen Anbetung in der Kapelle der Karmelitinnen, gefolgt von einer feierlichen Vesper, bei der etwa fünfzig Personen das Skapulier erhielten. Der Tag endete mit einer Vorstellung der karmelitischen Familie im Senegal: Karmelitinnen seit 1950, Teresianische Missisonskarmelitinnen seit 1984, Karmeliten seit 2002, OCDS, Verein Amis du Carmel, Jugendgruppe Les Thérésiens, Aspiranten usw.

Wir danken für diesen herrlichen Tag, der einen Meilenstein für die Einwurzelung des Karmel im Senegal darstellt.

 

Die Brüder Bruno de Jésus (Adje K. Messan) und Emmanuel-Marie de la Croix (K. Dogbevi) wurden am Samstag, dem 6. August 2022, in Adamavo, in der Pfarrei zur hl. Therese von Lisieux vom Erzbischof von Lomé, Nicodème A. Barriga-Benissan, zu Priestern geweiht. Zusammen mit ihnen wurden neun weitere Diakone aus verschiedenen Ordensgemeinschaften geweiht.

Sie hatten sich in Exerzitien, die P. Bernard Halla OCD zum Thema “Vertrautheit mit Christus, die Grundlage eines erfolgreichen Priestertums” auf diese Weihe vorbereitet.

Möge der Herr den priesterlichen Dienst unserer beiden Brüder segnen und fruchtbar machen. Möge Gott den Karmel segnen und mit heiligen Berufungen erfüllen. Wir gratulieren unseren Brüdern Bruno de Jésus, Emmanuel-Marie de la Croix, der Provinzdelegation der heiligen Teresia Benedicta vom Kreuz und der Iberischen Provinz ganz herzlich!

 

Am 4. Juli 2022 trafen sich 19 Brüder mit einfacher Profess im geistlichen Zentrum „THERESIANUM“ in Kinshasa (DRC). Sie kamen aus dem Kommissariat Kongo, dem Kommissariat Madagaskar, der Provinzdelegation Kamerun, der Delegation Zentralafrika, der Delegation Westafrika (Elfenbeinküste-Togo-Burkina-Faso) und dem Regionalvikariat Burundi-Ruanda. Bis Ende September werden sie gemeinsam drei Monate lang Ausbildung, brüderliches Leben und Erfahrungsaustausch erleben.

Um den Brüdern in dieser Zeit der Vorbereitung auf die feierlichen Gelübde zu helfen, werden 13 Karmeliten abwechselnd wöchentliche Kurse über die Theologie des gottgeweihten Lebens und der Gelübde im afrikanischen Kontext halten, wobei auch Fragen der Güterverwaltung nicht vergessen werden. Was die karmelitanische Dimension betrifft, so stehen das Leben, die Hauptwerke und die Lehre unserer heiligen Eltern auf dem Programm, ebenso wie die Regel, die Konstitutionen und die Ausführungsbestimmungen.

Mit dieser Tagung möchte die Frankophone Konferenz von Afrika und Madagaskar die Ausbildung im Charisma der Auszubildenden vervollständigen und sie auf die Feierliche Profess vorbereiten. Der Schwerpunkt wird auf die menschliche, religiöse und spirituelle Vorbereitung gelegt, um jedem Kandidaten zu helfen, in der Verpflichtung zu reifen, die er eingehen wird.

 

Der 13. Juli 2022 war ein Tag großer Freude für die Karmeliten in Vietnam: Das Kloster wurde benediziert und der Altar der ersten Kapelle des Ordens in Vietnam konsekriert.

Die Geschichte der Karmeliten in Vietnam war von Anfang von Höhen und Tiefen und ständigen Herausforderungen geprägt, und ist es auch heute noch. Im Jahr 1961 feierte das Karmelitinnenkloster St. Joseph in Saigon sein hundertjähriges Bestehen. Es war eine Gelegenheit für einige junge Vietnamesen, den Orden der Karmeliten zu entdecken. Sie wurden zur Ausbildung nach Montpellier in der Provinz Avignon-Aquitanien (Frankreich) geschickt, legten 1968 ihre feierlichen Gelübde ab und wurden am 6. August 1971 im Karmelitinnenkloster in Saigon (Vietnam) zu Priestern geweiht. Die kirchliche und gesellschaftliche Krise im Jahre 1968 und der Vietnamkrieg beendeten die Präsenz der Brüder in Vietnam.

Am 19. Juni 1998 beschlossen der Generalobere, Pater Camilo Maccise, und Pater Charles Serrao nach einem Besuch in Vietnam, neue Berufungen zur Ausbildung auf die Philippinen zu schicken. Um die Gründung der ersten Gemeinschaft von Brüdern in Vietnam vorzubereiten, kaufte das Ordenszentrum 2002 mit Hilfe der Karmelitinnen ein Haus in Cao Thai, das groß genug war für vier oder fünf Personen und sich in der Nähe der örtlichen Pfarrei befand. Die ersten vietnamesischen Ordensbrüder kehrten am 12. Juni 2011 nach Vietnam zurück, im Dezember des gleichen Jahres genehmigte Kardinal Gioan Baotixita Phạm Minh Mẫn, Erzdiözese Saigon, die Errichtung einer neuen Gemeinschaft in seiner Diözese. Da das Haus verfallen und zu eng geworden war, beschloss man, das Kloster neu zu errichten.

Am 13. Juli 2022 konsekrierte Bischof Joseph Nguyen Nang in Anwesenheit von Pater Provinzial Dan Lim, der Brüder und einer großen Versammlung von Gläubigen den Altar der Kapelle der Karmeliten. Alle vietnamesischen Brüder sangen und lobten Gott mit großer Dankbarkeit und Freude. Möge der Herr weiterhin seinen Segen über die Kirche und den Karmel in Vietnam ausgießen.

 

Vom 17. bis 24. Juli fand im CITeS das Erste Internationale Treffen zum Thema Jugend, Mystik, Humanismus statt: „Die Herausforderung der Innerlichkeit“.

Während der ersten fünf Tage des Treffens wurden fünf Themen behandelt: „Das Labyrinth: die Herausforderung der Innerlichkeit“, mit Josep Otón, „Die Freiheit, man selbst zu sein“, mit Mario Piera Gomar, „Jesus, die Mystik, die menschlich macht“, mit Francisco Javier Sancho Fermín, „Ich bin ich und meine Beziehungen, und ohne sie bin ich verloren“, mit María Ángeles Almacellas, und „Die Pilger des Lebens“, mit Pater Miguel Márquez Calle, General des Teresianischen Karmel. Nach jedem Vortrag wurden den Jugendlichen eine Reihe von Aktivitäten vorgeschlagen: die Gestaltung von Labyrinthen, ein Workshop zum Nachdenken in der Gruppe, ein Moment des persönlichen Nachdenkens und der Stille sowie das Anhören verschiedener Lebenszeugnisse.

Das Programm der Tagung umfasste auch zwei kulturelle Aktivitäten. Die erste, am Nachmittag des 21., Donnerstag, war einem Besuch der Teresa-Orte in der Stadt Ávila gewidmet, die zweite, am Samstag, den 23., eine Pilgerfahrt nach Alba de Tormes an s Grab Teresas von Ávila.

 

Nachdem der Bischof von Ávila, Monsignore Gil Tamayo, mit Unterstützung des Karmelitenordens einen formellen Antrag an den Vatikan gestellt hatte, übermittelte der Nuntius Seiner Heiligkeit in Spanien am 13. Juli das Dekret, mit dem der Kirche des Klosters der heiligen Teresa von Jesus, die auf dem Geburtshaus der Heiligen von Ávila errichtet wurde, der Titel einer Basilica Minor verliehen wurde. In seinem Schreiben bezeichnet der Apostolische Nuntius diesen Ort als “wichtig für die Diözese Ávila und für die Weltkirche“.

Am Samstag, den 27. August um 20 Uhr, leitete Bischof Gil Tamayo die Feier, in der die Kirche La Santa zur Basilika Minor erhoben wurde. Es ist ein einzigartiger Moment für den Teresianischen Karmel, für die Diözese Ávila und für alle, die die heilige Teresa von Jesus lieben, und ein echtes Geschenk in diesem Jubiläumsjahr, in dem wir den vierhundersten Jahrestag ihrer Heiligsprechung feiern.

 

Unser Orden nimmt die Kirche und das Volk Nicaraguas in die Arme. Heute sind wir alle Nicaraguaner. Der Teresianische Karmel möchte seine volle Solidarität mit der nicaraguanischen Kirche zum Ausdruck bringen, die wegen ihrer Treue zum Evangelium und ihrer Verteidigung der Würde und Freiheit der Menschen leidet.

Ich möchte den ganzen Orden bitten, gemeinsam zu beten, und “barmherzig widerständig” und beharrlich zu sein.

Die Spiritualität und das Gebet im Karmel sind immer eine Quelle der Wahrheit und des Mutes, mit der Kirche, mit den Leidenden und mit den Armen solidarisch zu sein. In Nicaragua haben wir eine Pfarrei, je ein Kloster der Schwestern und Brüder und den OCDS. Es sind Orte, wie so viele andere in Nicaragua, deren einziges Interesse darin besteht, das Evangelium zu leben und zu verkünden, indem sie die Würde eines jeden Menschen und seine Freiheit mit Gebet und Selbstlslosigkeit leben und dafür Sorge tragen. Mit den Unbeschuhten Karmeliten und Karmelitinnen und dem OCDS zünden wir unsere Lampen an und bitten um Licht, Weisheit, Demut und Zuhören, für diejenigen, die die Autorität haben, zu dienen  und Freiheit und Wahrheit zu verteidigen.

Liebe Kirche von Nicaragua, mit Teresa von Jesus und Johannes vom Kreuz, mit allen Heiligen des Karmel wollen wir für euch alle um demütige Kühnheit und Stärke derer für die bitten, die mitten unter den Menschen sind, um Leben zu schenken und Samen der Geschwisterlichkeit und der Versöhnung zu säen. Wir machen Euren Schmerz und Eure Unruhe zu unserer eigenen.

Wir beten inständig, ohne den Mut zu verlieren, ohne den Kopf zu verlieren, dass in jeder Stadt, in jedem Land, in Nicaragua und in ganz Lateinamerika immer Wege des Friedens, des Dialogs, des Respekts, des Zusammenlebens in der Vielfalt des Glaubens und der Hoffnung gefunden werden und dass das Evangelium weiterhin ein Same des Friedens in der Wahrheit sein möge.

Wir drücken Euch unsere brüderliche Freundschaft und unsere Nähe im Gebet aus, im Vertrauen auf das Wort Jesu: „Ich bin bei euch alle Tage, bis ans Ende“.

Mit großem Bedauern haben wir von der gewaltsamen Verhaftung von Bischof Rolando Álvarez Lagos, dem Bischof der Diözese Matagalpa, durch die Polizei erfahren. Als Teresianische Karmeliten, ‚Söhne der Kirche‘, sind wir sehr traurig, dass das Volk von Nicaragua einen weiteren treuen Diener des Evangeliums verliert. Ich lade Sie ein, für diesen Bischof, der die Menschenwürde im Namen Christi verteidigt, zu beten, dass seine Integrität geachtet wird und er unverzüglich freigelassen wird.

 

P. Miguel Márquez Calle OCD

Ordengeneral

Rom, 19. August 2022