Von Donnerstag, dem 26. Mai, bis Sonntag, dem 29. Mai 2022, hat die Gemeinschaft der Karmeliten in Gitega etwa 50 Jugendliche, die in den Sekundarschulen und Universitäten der Städte Jumbura und Gitega studieren, zu sich eingeladen.

Sie sind gekommen, um sich in dieser der Bewahrung der Schöpfung bestimmten Sitzung dem Gebet, dem Studium und Besinnung zu widmen; Anlass war der 7. Jahrestag der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus, und die Absicht war es, die Öffentlichkeit für die dringende Notwendigkeit des Schutzes und der Förderung der Umwelt gemäß dem Stockholmer Übereinkommen (1972), der Erklärung von Rio (1992), dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (1993), der Erklärung von Johannesburg (2002) und eben der Enzyklika Laudato sí von 2015 zu sensibilisieren. Diese Sitzung ist Teil eines kontinuierlichen Bemühens um einen Bewusstseinswandel und um konkrete Programme für die Bewahrung der Schöpfung, damit wir uns nicht am Leben aller Lebewesen schuldig machen.

Die Gemeinschaft unseres Ordens in Gitega wird von der Diözese Stockholm (Schweden) wirtschaftlich unterstützt, wofür wir uns von ganzem Herzen bedanken. Wir sind auch dankbar, dass der Generaldefinitor des Ordens, P. Jean-Baptiste PAGAUEMBELEG, an der gesamten Sitzung teilgenommen hat.

 

Der zweite Noviziat des Jahres 2022 in Pushpadaan (Calicut) mit dem Thema „Die leeren Hände“ ist soeben zu Ende gegangen. Die Teilnehmer kamen aus sieben Provinzen: 9 aus Manjummel, 2 aus Südkerala, 6 aus Malabar, 3 aus Delhi, 6 aus Andhra Pradesh, 5 aus Karnataka-Goa und 3 aus Tamil Nadu. P. Antony Ittikunnath war der Koordinator dieser Sitzung. Experten aus verschiedenen Bereichen hielten im Zusammenhang mit unserem Ordensleben Vorträge zu verschiedenen Themen. Die Tagung wurde am 3. April 2022 von P. Thomas Marottikaparambil OCD, dem Provinzial von Manjummel, in Anwesenheit von 34 Mitbrüdern feierlich eröffnet.

Einmal pro Woche trafen sich die Mitbrüder in Gruppen zu Themen über die Spiritualität der hl. Therese von Lisieux. Am Sonntag konnten die Brüder Ausflüge machen. An manchen Tagen zeigten die Brüder ihre Talente in Handarbeit und Gartenarbeit, denen sportliche Aktivitäten folgten. Jeden Donnerstag erledigten die Mitbrüder Hausarbeiten und trafen sich zum Abendessen. „Wir konnten sogar den Medienraum nutzen, um von unseren Brüdern produzierte Filme anzuschauen. Für die spirituelle Begleitung stand ein externer Beichtvater zur Verfügung, doch konnten sich die Mitbrüder an jeden Pater der Gemeinschaft wenden, Jeden Samstagabend gab es Anbetung und die Vesper“.

Dieses Zweite Noviziat endete mit einem einwöchigen Exerzitienkurs von P. Augustine Steejen, OCD am 15. Mai 2021.

 

Während die Weltkirche am 6. Juni das Hochheilige Pfingstfest feierte, beging die Provinz zur hl. Teresa von Jesus in großer Dankbarkeit den 75. Jahrestag der Anwesenheit der Karmeliten auf den Philippinen.
Alles begann im Jahr 1947, als sechs Mitbrüder der Provinz Washington in den „vernachlässigtsten“ Gemeinden der Präfektur Infanta ihre Arbeit aufnahmen. Einige Zeit später hat der Apostolische Nuntius auf den Philippinen, Bischof Egidio Vagnozzi, den Generaloberen des Ordens, P. Silverio de Santa Teresa, gebeten, den Karmeliten auf den Philippinen die Gründung eines Konventes zu erlauben. Dies war dank der Provinz England-Irland möglich, die bereit war, drei Mitbrüder zu entsenden. Diese drei irischen Karmeliten begannen ihre Gründung im Herzen des Landes und arbeiteten hauptsächlich mit den Karmelitinnen und den Mitgliedern des OCDS zusammen, indem sie Exerzitien und Einkehrtage anboten.

Anlässlich des Jubiläums gab es iin Bacolod City ein Triduum über die Wichtigkeit der Mission in der Kirche. Nach der Abschlussfeier fand eine Prozession zu Ehren der Heiligen des Ordens statt. In Manila und anderswo wurde ein Gedenkvideo über die Arbeit der Patres gezeigt. Die Feierlichkeiten hatten ihren Höhepunkt mit der Eucharistie unter dem Vorsitz von P. Juan Agruda OCD in Konzelebration mit Brüdern aus den verschiedener Gemeinschaften, bei mit der ein Dankesbotschaft des Provinzials, P. Daniel Lim OCD verlesen wurde.

Derzeit besteht die Provinz Philippinen aus 49 Mitbrüdern mit feierlichen Profess, 17 Studenten, 9 Novizen und 8 Postulanten. Heute setzt die Provinz mit Dankbarkeit und Eifer die Arbeit fort, die dank des Gebetes unserer hl. Teresa von Jesus und des hl. Johannes vom Kreuz durch den Einsatz amerikanischer und irischer Mitbrüder ihren Anfang nahm

 

Am 7. Juni gründet Bischof Aloisius Nguyen Hung Vi im Beisein vieler Menschen offiziell das St. Joseph-Kloster in der Stadt Kon Tum im zentralen Hochland von Vietnam.

Der Bischof brachte seine tiefe Dankbarkeit für diese Stiftung zum Ausdruck und betonte die wichtige Rolle des Gebets für das Glaubensleben der Christen: „Ein Leben im Gebet geht weiter und stille Opfer sind wie Lungen, die Gottes Segen in die Diözese von Kon Tum bringen“.

Das neue Kloster besteht aus 11 Schwestern mit feierlicher Profess und vier Novizinnen aus dem Kloster Saigon. Seit der Ankunft der ersten Karmelitinnen aus Frankreich im Jahres 1862 in Saigon (heute Ho Chi Minh Stadt) sind in Vietnam 11 Klöster mit etwa 300 Mitgliedern entstanden.

 

Am Freitag, dem 10. Juni, erhielt unser Bruder Kardinal Anders Arborelius OCD von S.M. dem König von Schweden die Medaille am Band des Serafino-Ordens, 12. Grades, für seine bedeutenden Beiträge zum Leben der schwedischen und internationalen Kirche. Die Verleihung der Medaillen fand im Palast von Stockholm statt. Wir gratulieren unserem Mitbruder zu diesem Preis!

In einem in der italienischen Jesuitenzeitschrift “La Civiltà” veröffentlichten Interview mit den Direktoren der europäischen Kulturzeitschriften des Jesuitenordens vom 19. Mai dieses Jahres hat der Papst unseren Bruder als Beispiel genannt. Bei der Frage „wie man in einer Kultur evangelisiert, die keine religiöse Tradition hat“, wie in Schweden, hat sich Papst Franziskus auf unseren Mitbruder bezogen:

„Ich weiß nicht, wie ich diese Frage beantworten soll, denn nur wer dort in einem solchen Kontext lebt, kann die richtigen Wege verstehen und finden. Ich möchte jedoch auf einen Mann hinweisen, der ein Vorbild ist: Kardinal Anders Arborelius; er hat vor nichts Angst. Er spricht mit jedem und er legt sich mit niemandem an. Er zeigt immer auf das Positive hin. Ich denke, ein Mensch wie er kann den richtigen Weg weisen.“

https://www.laciviltacattolica.it/articolo/papa-francesco-in-conversazione-con-i-direttori-delle-riviste-culturali-europee-dei-gesuiti/

 

Der Generalobere, P. Miguel Márquez Calle, hat im Rahmen der Pastoralvisitation durch den Definitor, P. Martín Martínez Larios, vom 25. April bis 28. Mai der Provinz U. L. Frau vom Berge Karmel (Südbrasilien) einen Besuch abgestattet.

Der Ordensgeneral traf alle Mitbrüder und sprach mit ihnen über die Chancen, Schwächen und Möglichkeiten unseres Ordens in dieser Region. Außerdem nahm er an einem Treffen mit dem OCDS und an einem Treffen mit der Föderation U. L. Frau vom Berge Karmel der Karmelitinnen teil. Es waren intensive Tage des Nachdenkens, des Studiums und der Austausches. „Der Besuch hat uns wieder bewusst gemacht, dass es nicht angeht, alleine zu gehen, denn ein Karmelit kann seine Berufung nur im Austausch mit seinen Brüdern und Schwestern angemessen leben“.

 

Die Versammlung der Höheren Oberen von Europa und dem Nahen Osten, an dem 21 Mitbrüder teilgenommen haben, fand vom 30. Mai bis 3. Juni 2022 in Lisieux statt. P. General. Miguel Márquez und die beiden für Europa zuständigen Definitoren, Roberto Maria Pirastu und Christophe-Marie Baudouin, waren anwesend.

Themen des Treffens waren die Aktualisierung des Statuts der Konferenz, die Zusammenarbeit bei der Ausbildung in Europa, einschließlich des Zweiten Noviziats, das Treffen der Studenten Europas und den Weltjugendtag in Lissabon im Jahr 2023.

Außerdem wurde ein neuer Präsident der Konferenz gewählt: Pater Fausto Lincio aus der Provinz Lombardei.

Die Aufenthalt in Lisieux bot den Mitbrüdern eine gute Gelegenheit, die mit der hl. Therese verbundenen Orte, insbesondere den Karmel, die Buissonnets und die Basilika kennenzulernen.

 

Die CICLA (Interregionale karmelitanisch-Teresianische Konferenz für Lateinamerika) veranstaltete vom 19. bis 23. April in Mexiko ihr Triennal-Treffen mit den dazugehörenden Provinziälen, Kommissaren, Delegierten und Regionaloberen; es sind die Patres Evertón Berny, Emerson Santos, Carlos Ospina, Leonel Ceniceros, Jacinto de los Santos, Milton Moulthon, Rodrigo Segura, Alfredo Amesti, Ricardo Prado, Cristóbal Domínguez, Robin Calle, Obdulio Penayo. P. Luis Beltrán konnte aufgrund von Visumproblemen nicht teilnehmen.

Das Motto dieses Treffens war: „Das ist Eure Sprache“ (CV 20,4), mit dem Ziel, über die gemeinsamen Merkmale nachzudenken, mit denen man das Charisma in Lateinamerika lebt. Wir haben die Agenda in drei Etappen aufgeteilt: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (Programmplanung de CICLA):

CICLA in der Vergangenheit. Wir erinnern wir uns an den „Stamm von dem abstammen“, an Mitbrüder, die einen bedeutenden Beitrag zur Erneuerung des Charismas in Lateinamerika geleistet haben.

CICLA heute. Wir tauschten uns über die Merkmale unseres Verständnisses und unserer Lebensweise des Charismas auf persönlicher und provinzieller Ebene aus..

Die Art und Weise, wie mit diesen Fragen umgegangen wurde, fand in einem Klima brüderlicher und vertrauensvoller Kommunikation statt. Wir danken allen Anwesenden und beten, dass das Treffen reiche Früchte trage.

 

Am 18. Mai 2022 ernannte der Heilige Vater unseren Mitbruder P. Ángel Zapata Bances OCD zum Bischof von Chimbote, Peru.

P. Ángel, am 3. August 1959 in Lima geboren, trat im März 1979 unserem Orden bei, legte am am 14. März 1982 seine zeitliche und 1986 in Rom seine feierliche Profess ab, und wurde am 22. März 1987 in der Pfarrei zum hl. Apostel Jakobus in Lima zum Priester geweiht.

Von 1984 bis 1987 studierte er Theologie an der Päpstlichen Theologischen Hochschule Teresianum, Rom (Italien) und erlangte dort von 1993 bis 1997 das Lizenziat in Theologie.

P. Ángel hatte folgende Aufgaben inne: Ausbilder (1986-1999, in Peru und Rom, Italien), Pfarrvikar und Pfarrer (1997-2008 in Peru), Regionalvikar und Kommissar in Peru (1999-2005; 2008-2016); Mitglied des Vikariatsrates (2005-2007). Seit 2018 war er Pfarrer der Pfarrei zum hl. Josef in Lima und Oberer dieser Gemeinschaft.

Der Herr segne ihn für die neue Aufgabe, zu der er ihn gerufen hat.

 

Mit Freude und Dankbarkeit konnten sich die Ausbilderinnen der St. Teresa Association vom 7. bis 12. März dieses Jahres zum ersten Mal versammeln.  Wegen der Pandemie mussten wir sie im November 2020 absagen.

Im März kamen unsere Ausbilderinnen aus allen Staaten der USA und zwei Klöstern in Kanada im Renewal Center in Maryhill in Louisiana zu einem Präsenztreffen zusammen, wie vom Cor Orans 119 festgelegt. Unsere Begegnung war von P. Daniel Chowning, OCD, angeregt worden, der uns wunderbare Vorträge über die Kunst der Suche nach dem Antlitz Gottes hielt.  Nach jedem Vortrag haben wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt, um an den Fragen zu arbeiten, die er uns gestellt hatte, um uns zu einer Vertiefung der gestellten Themen zu verhelfen.

Es war eine sehr fruchtbare Woche, und wir haben viele Punkte zum Nachdenken in unsere Kommunitäten mitgebracht, und uns vorgenommen, uns um eine bessere Ausbildung zu bemühen. Es war sehr nützlich, mit anderen Gemeinschaften und Ausbildern über den Ausbildungsmodus in ihren Gemeinschaften zu sprechen. Es ist uns allen noch deutlicher geworden, wie der Heilige Geist unser Ordensleben und unsere Ausbildung unter der Führung unserer heiligen Mutter, der Kirche, leitet. Die hl. Teresa würde sagen, dass wir glücklich zu nennen sind, uns Töchter der Kirche nennen zu dürfen.

 

Die Kommission zur Neufassung des Ratio Institutionis des Ordens, die vom letzten Kapitel gefordert wurde, hielt am 4. April ihr erstes Treffen per Zoom ab. Die von P. General Miguel Márquez konstituierte Kommission besteht aus folgenden Mitbrüdern:

Martín Martinez (Vorsitzender), Mexiko, Jean-Baptiste Pagauem (Sekretär), Provinzdelegation Westafrika, Daniel Chowing (Koordinator -Washington), Halluendo Amit (Philippinen), Tadeus Dim (Nigeria), Antony-Joseph Pinelli (Paris), Juan Miguel Henriquez Tobar (Internationales Kolleg, Rom), Johanes Gorantla (Seminarium missionum, Rom).

Bei diesem ersten Treffen ging es um gegenseitiges Kennenlernen und den Austausch über Bildungsangebote und Wünsche für die Aktualisierung der Ratio. Die Vielfalt der Kommissionsmitglieder, der Kulturen und Sprachen ist eine Herausforderung und ein konstruktives Element. Einer der Wünsche des Ausschusses besteht darin, dass die Ratio mit praktischen Kriterien und Erfahrungen für die Aneignung des Charisma versehen wird, aber auch die Ergebnisse aus dem ganzen Orden berücksichtigt, und nicht nur Überlegungen der Kommissionsmitglieder. Daher werden die Ausbilder und die Auszubildenden mittels eines zu erstellenden Fragebogens aufgefordert, ihre Bewertung der derzeitigen Ratio vorzunehmen und Empfehlungen für ihre Aktualisierung abzugeben.

Die nächste Arbeitssitzung findet am 12. Juni statt.

 

Die Schwerstern und Brüder des Ordens in Österreich feiern in diesen Jahr:

  • 400 Jahre Teresianischer Karmel in Österreich mit der Gründung des Männerklosters in Wien am 4. Februar 1622
  • 350 Jahre Gründung des Klosters Linz am 19. September 1674
  • 300 Jahre Weihe der Karmelitenkirche in Linz am 25. September 1726.

Das Jubiläumsjahr begann am 28. Mai 2022 mit einer feierlichen Messe unter Leitung von Kardinal Christoph Schönborn OP, Erzbischof von Wien.

Aus diesem Anlass geplante Projekte sind eine Ausstellung über den Tertesianischen Karmel mit dem Titel „400 Jahre Freundschaft mit Gott. Gemeinschaft – Gebet – Gaben“, die diesen Sommer in Wien und Linz zu sehen sein wird. In der Ausstellung geht es um die Geschichte des Ordens, aber auch um das tägliche Leben, die Heiligen und die Spiritualität des Ordens.

P. Dominicus a Jesu Maria OCD (Domingo Ruzzola – 1559-1630), dem die Gründung des Ordens in Österreich zu verdanken ist, wird im Jubiläumsjahr eine wichtige Rolle spielen. Es werden verschiedene Bücher über ihn veröffentlicht, es wird ein Symposium geben und eine kleine Dauerausstellung in der Karmelitenkirche von Wien-Döbling.

Darüber hinaus sind zwei Ausstellungen über zeitgenössische Kunst (Gottfried Löcker OCDS und Sonja Meller) geplant. Ziel dieser Ausstellungen ist es, die Spiritualität und das Charisma des Teresianischen Karmel  in neuer Weise verständlich zu machen.

Die genauen Daten dieser Veranstaltungen werden laufend auf der Homepage des Teresianischen Karmel in Österreich (www.karmel.at) veröffentlicht.

 

Am 13. Mai 1997 gründete P. Camilo Maccise, der damalige Generalobere, die Provinz Mittelamerika aus den Konventen in den sechs Nationen: Panama, Costa Rica, Nicaragua, Honduras, El Salvador, Guatemala. Am gleichen Tag des laufenden Jahres wurde der 25. Jahrestag der Gründung der Provinz Mittelamerika in einer Messe unter dem Vorsitz von Bischof Oswaldo Escobar Aguilar OCD im Konvent in El Salvador gefeiert.

Dieses Jahr steht auch für den Beginn einer neuen Phase: Am 13. Mai fand das erste Provinztreffen der Räte des Teresianischen Karmel Schwestern –  Brüder –  Laien statt, Ergebnis einer jahrelangen Zusammenarbeit und des Dialogs zwischen den drei Zweigen des Ordens.

An diesem Jahrestag gratulieren wir unseren Schwestern und Brüdern und danken Gott für all die geleistete Arbeit und hoffen, dass sich ihr Motto „Wagen wir das Leben“ weiterhin bewahrheitet.

 

Am 13. Mai fand im Teresianum (Rom) ein akademischer Tag statt, an dem der 25. Jahrestag der Ernennung Thereses zur Kirchenlehrerin gefeiert wurde.

P. François-Marie Léthel stellte in der Vormittagssitzung „Die Geschichte einer Seele als theologische Synthese“ vor, und P. Bruno Moriconi sprach von „Therese als einer starken Frau“. In der Nachmittagssitzung griffen die Professoren P. Francesco Asti, Sr. Antonella Piccirilli und P. Emilio Martínez das Thema auf: „Warum zählt die Kirchenlehrerin Therese auch heute noch in der Kirche“. Auf dem Youtube-Kanal des Teresianum www.youtube.com/c/teresianumroma können die Vorträge angehört werden.

Um 18 Uhr würdigte P. General Miguel Márquez Calle OCD, der Großkanzler des Teresianum, die Patres Léthel und Moriconi. Er sprach seine Bewunderung für unsere beiden Professoren aus und dankte ihnen für all die Jahre ihres Engagements in der akademischen Lehre und Forschung. Danach wurde ihnen die Sondernummer der Zeitschrift Teresianum überreicht, die „Studien zu Ehren von Bruno Moriconi und François-Marie Léthel“ enthält.

Wir schließen mit den Worten von P. General: „Danke, lieber Pater und Bruder François-Marie Léthel, für deine Leidenschaft und Begeisterung in allem, was du tust und lebst. Danke, dass dein Leben und deine Hingabe den „Seelen“ gilt. Danke für deine Bereitschaft, das zu leben, was Gott Dir als seinem Jünger anbietet. Vielen Dank, lieber Pater und Bruder Bruno, für deine Menschlichkeit, für das Zeugnis der menschlichsten Seite der Theologie, dafür, dass du Christus in den Mittelpunkt gestellt hast und für die Kunst, wichtige Dinge mit einfachen Worten zu sagen, danke dafür, dass du uns die Tugenden gelehrt hast, die für gewöhnliche Menschen möglich sind.“

 

Die Eucharistie mit den Schwestern von Kharkiv ist eine schöne Zeit des Gebets, der Danksagung und  des Singens, das Hoffnung und Leben überbringt.

Ich bin sehr gerührt von der Begegnung mit ihnen. Am Morgen haben wir uns ausgiebig über das ausgetauscht, was wir erlebt haben. Die Schwestern müssen mir sagen, was ihnen passiert ist. Die Panik, die Angst, den Klang lauernder Bomben, die Unsicherheit, ihr Widerstand wegzugehen, dann ein Exodus ohne Zeit zum Nachdenken und die Anwesenheit des Hirten, des Bischofs, der sich auf einer unsicheren Straße den Weg zu ihnen bahnt, die Eucharistie feiert, tröstet. Austausch in der Gemeinschaft mit unterschiedlichen Meinungen, Zweifel und Gebete um Licht. Und dann sagte der Bischof ein Wort, das alle schockierte: „Morgen früh müssen wir aufbrechen, die Gefahr droht“ (am Tag zuvor hatten sie beschlossen, trotz der Gefahr zu bleiben). Aber kurze Zeit später war es noch drängender und unumstrittener: „In einer Stunde sind die Autos an der Tür und man muss raus“. Das Allerheiligste muss konsumiert werden, und nur das Notwendigste kann mitgenommen werden, und dann der Aufbruch auf einem unsicheren Weg, der Gefahrenzonen möglichst vermeidet. Wie viel Angst haben sie, bis sie endlich in eine sichere Zone kommen, dabei ist sogar eines der beiden Autos verloren gegangen, und dann die Unruhe, bis sie wieder zusammenkommen. Stunden des Wartens an der Grenze, und endlich die Heimat zu verlassen, in der der acht Schwestern aus der Ukraine immer gelebt haben, und in der die drei polnischen und slowakischen Schwestern so lange gelebt haben. Als die Nachricht von den Gräueltaten der tschetschenischen und skrupellosen russischen Armee ankam, blieb nur noch die Flucht als Ausweg übrig. (In der Chronik der letzten Tage habe ich vieler Details ausgelassen, die aber meine Ohren und mein Herz nicht vergessen haben).

Ich höre zu, als sogar die Tränen flossen. Und in der Zwischenzeit ehren sie mich mit Osterliedern und einer Freude, die mich zum Weinen bringt, ohne zu verstehen, wie so viel Schmerz und so viel Leben möglich sind. Die Freude ist so groß, die sie über meinen Besuch empfinden, und ich über ihren Dank. Die Priorin weint, wenn sie erzählt, und auch die Schwestern.

Sie fragen mich, welches Wort ich ihnen mitgebe, um diese Zeit durchzustehen. Ich sage ihnen, dass das wichtigste JA im Jetzt wird, und dass Johannes vom Kreuz und Teresa von Jesus das Fruchtbarste in ihrem Leben in den trostlosesten und schwierigsten Momenten extremer Fragilität erlebten; dass, bevor ihr in das gelobte Land kommt, das Gott euch schenken will, dieser Moment, den ihr erlebt, ein privilegierter Moment der Verbundenheit und Hingabe ist. Wir sind hier im Karmel, um Leben zu geben. Und wir hätten nie gedacht, wohin uns der Herr führen würde, aber wir wissen, dass er unser Zuhause und unser unendlicher Trost sein wird. Der Karmel wird in den Stunden der Armut wiedergeboren.

Die Präsidentin der Föderation, die wie eine Mutter für sie war und alles vorbereitet hat, ist gekommen, und auch die Provinzoberin der St. Josefs-Schwestern, die sie an diesem Ort aufgenommen hat, und auch die Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingsfamilien vorbereitet war.

Wir tauschen uns über viele Details aus, doch vor allem Umarmungen, die in dieser unsicheren Kälte so notwendig sind. Mir wurde eine schöne Figur Unserer Lieben Frau von der Ukraine geschenkt, die jetzt über meinem Bett hängt.

Wir verabschieden uns mit dem Segen, ich segne sie und fühle mich gesegnet. Sie verabschieden uns bis auf die Straße mit Gitarre und Trommel so voller Freude, dass ich gar nicht weggehen wollte. Der ganze Karmel ist in diese Verbundenheit einbezogen, und die ganze Ukraine darf sicher sein, dass der ganze Karmel ohne Unterlass und ohne Pause dafür betet, dass Friede werde.

Bevor wir Tschenstochau verlassen, statten wir den Schwestern dieser Stadt einen Besuch ab, die so begeistert auf den Segen in der Kirche warten. Ein sehr schneller und sehr froher Besuch.

Ich beende meine Reise durch die Länder der Ukraine und Polens. Ich werde nie vergessen, was ich erlebt habe. Es fällt mir schwer, alles zu verdauen, und die Hilflosigkeit angesichts des Erlebten macht sprachlos. Ich habe mich dazu verleiten lassen, ohne Angst zuzuhören, zu fühlen, zu weinen und mich von denen, die ich trösten wollte, umarmen zu lassen. Ich habe Mitbrüder umarmt, die stark wirken und viele trösten müssen, und ich habe mich für ihren Blick bedankt. Ich segnete eine junge Soldatin, die mich bat, für sie zu beten, bevor sie an die Front ging, und sie entwaffnete mich mit dem Lächeln einer jungen Frau, die alles verloren hat, was sie in ihrem Haus bei Mariupol hatte.

Danke für die Begleitung auf diesen schrecklichen Weg in das Zentrum des Krieges. Wir müssen mit den Waffen des Lichts vorbereitet sein, dass uns niemand das Lächeln und die Hoffnung nimmt; das ist der größte Schatz, den ich aus der Ukraine mitnehme. Sie sind nicht ein paar abgeschlachtete Arme, sie sind ein Volk, das aus seiner Asche auferstehen wird, weil sie Glauben haben und in ihrer Wunde uns alle zum Leben erwecken und uns aufrichten.

Danke für eure Gebete. Mein letztes Wort ist der Dank an die einfachen Menschen, die Mitbrüder, die Schwestern, und Danke für das Lächeln der Kinder und die Umarmung der Großmütter, die meine Hände fest gedrückt und geküsst haben. Mein Vergelt’s Gott an euch alle! Ihr sollt wissen, dass wir an Eurer Seite bleiben werden. Und die Liebe wird über Schrecken und Grausamkeit siegen.

Gott segne uns alle. „Friede sei euch, ich bin es,“ sagt Jesus, „Ich werde bei euch sein, jeden Tag bis zum Ende.“