Am 2. November 2022 begann für die Karmelitinnen mit zeitlicher Profess der Klöster der Assoziation von Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel ein neues Studienjahr.

Wir danken Gott, dass er uns erlaubt hat, diesen zweiten Abschnitt des fünfjährigen Zyklus der Erstausbildung für die zeitlichen Professen der Assoziation zu beginnen. Nach dem Lehrplan beginnt jeder Zyklus im November und endet im August des folgenden Jahres. Die Ratio unserer Assoziation (aktualisiert nach Cor Orans und angepasst an Vietnam) sieht für dieses Jahr zehn Studienthemen vor, vier über den Orden und sechs über Theologie. Die Karmelitenpatres aus Vietnam werden uns dabei helfen, die mit dem Orden verbundenen Themen zu behandeln. Zu den theologischen Themen werden Dominikaner und Redemptoristen sowie Priester aus der Erzdiözese Saigon sprechen.

Möge Gott, der Vater, unsere Arbeit segnen. Mögen die selige Jungfrau Maria, die Königin des Karmel, und alle Heiligen des Ordens für uns Fürsprache einlegen.

 

Der 6. November 2022 markiert einen sehr wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Vikariats der Karmeliten in Tansania: das Rubinjubiläum (40 Jahre) der Präsenz des Ordens in Tansania. P. Praveen Frank, Regionalvikar, und P. George Santhumayor, Provinzial, standen der Eucharistiefeier vor. Alle Brüder waren bei diesem großen Ereignis anwesend.

Zu Beginn der Eucharistiefeier wurde die Geschichte des Ordens und des Vikariats verlesen und das Logo des Rubinjubiläums vorgestellt. Anschließend wurde die Jubiläumskerze angezündet. Alle von uns betreuten Pfarrgemeinden waren vertreten und brachten zahlreiche Gaben und Geschenke mit. so dass eine große Versammlung bei diesem fröhlichen Ereignis anwesend war. Nach dem Gottesdienst wurde die Jubiläumstorte angeschnitten und eine große Feier veranstaltet.

 

Vom 7. bis 10. November 2022 fand in unserem Spiritualitätszentrum in Guadalajara (Jalisco) die 56. Versammlung der COPEFOR (Ständige Ausbildungskommission) der Karmel-Familie in Mexiko statt.

Die Schwestern und Mitbrüder die die neuen Generationen, die ihr Leben Gott weihen wollen, begleiten, trafen sich zum Thema: „Förderung einer Annäherung an die globale Realität und die Jugend nach der Pandemie im Licht der biblischen Anthropologie und der karmelitischen Spiritualität, um die neuen Generationen junger Menschen zu verstehen und zu begleiten“.

Wir danken Gott für diese Zeit der Gnade, in der wir durch Gebet, Reflexion, Studium, Geschwisterlichkeit und Begegnungen mit anderen die Vorsehung Gottes erlebt haben, die uns die notwendigen Einsichten und Werkzeuge gegeben hat. Sie ermöglichen es allen Ausbildern des Ordens, auch weiterhin Ordensberufungen zu begleiten, die ihre Nachfolge Christi intensiver leben und zur Fülle ihres Lebens und ihrer Berufung gelangen wollen.

 

Drei-Räte-Treffen

Am 30. Oktober fand in unserem Exerzitienhaus Birkenwerder ein Treffen des Provinzrates, des Föderationsrates unserer Schwestern und einer Vertreterin des Nationalrates des OCDS statt. Dieses in jedem Triennium einmal stattfindende Treffen soll den Austausch von Information unter den drei Zweigen unseres Ordens in Deutschland fördern und das gemeinsame Apostolat in der heutigen Zeit besser sichtbar machen.

Dabei wurde der Vorschlag diskutiert, dieses sog. „Drei-Räte-Treffen“ jedes Jahr zu halten, um zu noch mehr Austausch und Zusammenarbeit zu kommen.

 

Provinztag 2022 in der Deutschen Provinz

Zum diesjährigen Provinztag waren 28 Mitbrüder in unseren Konvent nach Regensburg gekommen, da erfreulicherweise viele indische Mitbrüder aus den sechs Kommunitäten in Deutschland der Einladung des Provinzials P. Raoul Kiyangi gefolgt waren.  Der Prior und Pfarrer des Münchner Konvents, P. Bruno Piechowski, stellte sehr anschaulich das Klosterleben Thereses von Lisieux vor, wie es sich vor allem in den Aussagen zu den Prozessen abbildet. Wir konnten feststellen, dass die Kommunität in Lisieux damals nicht sehr exemplarisch war, so, dass wir uns umso mehr vom Beispiel Thereses, gerade hinsichtlich ihrer Nächstenliebe, herausgefordert fühlten. Das gab dann genügend Anregung für den Austausch zunächst in Kleingruppen und dann im Plenum.

Mit der Vesper in der Klostergruft und einer kräftigen Brotzeit des stets gastfreundlichen Konvents in Regensburg schloss dieser schöne Begegnungstag ab.

 

Vom 4. bis 6. November 2022 fand im Geistlichen Zentrum des Ordens „Casa S. Silvestro“ in Monte Compatri bei Rom die Vollversammlung des OCDS der Provinz Mittelitalien zur endgültigen Überarbeitung des Provinzstatuts „ad experimentum“ statt. Den Vorsitz führte die Provinzpräsidentin des OCDS Laura Isotton in Zusammenarbeit mit den Provinzrätinnen Gabriella Stilli, Elena Primicerio und Hartine Benussi. Der letzte Tag war der Ausbildung der Laienkarmeliten und der geistlichen Beiräte gewidmet, an dem Dr. Mara Cerroni zum Thema: „Die Familie, Wiege der Identität, des Gewissens und der Beziehung zu Gott, im Licht der Mystiker und des Aufrufs zur Kontemplation“ sprach.

Den Abschluss bildete die feierliche Eucharistiefeier, in der Fiorella Manetta und Paolo Papo von der OCDS-Gemeinde in Monte Compatri ihre endgültigen Versprechen ablegten.

Neben dem Besuch des Provinzials konnte sich der Plenarrat am Ausbildungstag über die Teilnahme einiger geistlicher Beiräte freuen.

 

Die 14. Generalversammlung der Föderation des Teresianjschen Karmel auf den Philippinen, die vom 8. bis 12. November 2022 in Iloilo City stattfand, fiel mit dem Beginn des hundertjährigen Bestehens des Karmelitinnenklosters von Jaro zusammen. In dieser Stadt wurde am 9. November 1923 der erste Konvent der Karmelitinnen des Landes gegründet. Vier französische Schwestern kamen aus Hue (Vietnam) und folgten dem Ruf des Bischofs von Jaro, Bischof James P. McCloskey.

Die Hundertjahrfeierlichkeiten wurden unter dem Vorsitz von Erzbischof Jose Romeo Lazo mit einer Messe eröffnet.  In seiner Predigt lud der Generaldefinitor P. Chris Surinono OCD die Schwestern ein, “mit der Kirche, in der Kirche und für die Kirche zu fühlen und von der heiligen Therese vom Kinde Jesus die heilende Kraft des Gebets zu lernen.”

Diese Versammlung hat uns die Notwendigkeit vor Augen geführt, Berufungen zu fördern.  P. Danilo Lim OCD, Provinzial und Ordensassistent, half uns, über die Nutzung der Medien und ihre Rolle bei der Förderung von Berufungen sowie über die Notwendigkeit einer ganzheitlichen menschlichen Bildung nachzudenken. Während des Treffens mit den Schwestern sprach der Generaldefinitor P. Chris Surinono OCD über das „geschwisterliche Leben im Geist der heiligen Teresa“.

 

Alle Fragen bezüglich des WJT2023 und des Internationalen Jugendtreffens OCDS sind an jmj2023@carmelitas.pt zu richten. Darüber hinaus werden alle Informationen über den WJT2023 und das Internationale Jugendtreffen OCD über dieselbe E-Mail kommuniziert und sind auf der Website http://jmj2023.carmelitas.pt/ verfügbar.

 

INFORMATIONEN ÜBER DAS INTERNATIONALE JUGENDTREFFEN OCD

 

Ort: Fatima, Portugal

Datum: 31. Juli 2023, von 10 Uhr bis 20 Uhr (Änderungen vorbehalten)

 

Kontakt

Jede Gruppe sollte eine E-Mail an jmj2023@carmelitas.pt richten, in der sie ihre Absicht zur Teilnahme an dem Treffen mitteilt, und die Gruppe vorstellt (Land, Art der Karmelitenkommunität [Schwestern, Brüder, OCDS, Pfarrei, Schule, kirchliche Bewegung usw.], den Namen der verantwortlichen Person) und die ungefähre Anzahl der Teilnehmer angibt.

 

Anmeldung für das Internationale Jugendtreffen OCD

Erster Schritt:

– Wenn Sie eine Unterkunft für die Nacht des 30. Juli benötigen:

Die Unterbringung ist dieselbe wie an den anderen Tagen des WJT.[1] Um eine Unterkunft zu garantieren, muss sich jede Gruppe für den Weltjugendtag als Mitglied der ODC2023-Makrogruppe anmelden und zwischen dem Paket A1+ (30. Juli) oder A3+ (30. Juli) wählen;

– Wenn Sie keine Unterkunft für die Nacht des 30. Juli benötigen gehen Sie zum 2. Schritt über.

 

Zweiter Schritt: Anmeldung für das Internationale Jugendtreffen OCD:

Ende 2022 / Anfang 2023 wird ein Online-Anmeldeformular zur Verfügung stehen. Jede Gruppe wird ihre eigene Anmeldung vornehmen. Das Verfahren wird mit der Zahlung der Teilnahmegebühr abgeschlossen.

 

Allgemeine Informationen für das Internationale Jugendtreffen OCD:

– Jede Gruppe sorgt für ihre Hin- und Rückreise nach und von  Fatima und Lissabon (oder anderswo), um am Internationalen Jugendtreffen OCDS teilzunehmen.

– Die Mahlzeiten (Mittag- und Abendessen) sind im Teilnahmepaket enthalten.

– Das Programm der Tagung wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Alle Teilnehmer werden jedoch zu verschiedenen Anlässen eingeladen: Eucharistie, Gebetszeiten, Workshops, Besuch in Fatima usw..

 

INFORMATIONEN ÜBER GMG2023

 

Anmeldung:

– Jede Gruppe muss sich innerhalb der Karmeliten-Makrogruppe „OCD2023“ anmelden.

– Obwohl jede Gruppe innerhalb der Makrogruppe der Karmeliten registriert sein muss, kann sie das Paket wählen, das ihren Bedürfnissen am besten entspricht.

 

Tage in den Diözesen:

– Wenn Sie Fragen zu den Tagen in den Diözesen haben, wenden Sie sich bitte an die Organisatoren des WJT2023 oder besuchen Sie die offizielle Website

https://www.lisboa2023.org/pt/preparacao/dias-nas-dioceses.

 

[1] Da wir nicht genügend Unterkünfte für die erwartete Teilnehmerzahl haben, haben wir mit den Organisatoren des Weltjugendtags vereinbart, dass sich die Teilnehmer des Treffens am Tag vor der offiziellen Eröffnung des Weltjugendtags in den Unterkünften des Weltjugendtags anmelden können, um dort zu übernachten und dann nach Fatima zu reisen.

Am Samstag, dem 15. Oktober, feierte der Karmel “Pater Noster” auf dem Ölberg das Fest der heiligen Teresa von Avila, auch bekannt als die heilige Teresa von Jesus.

Die von Seiner Seligkeit Pierbattista Pizzaballa, dem Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, geleitete Feier markierte auch die Eröffnung des 150. Gründungsjubiläums des Karmel, der 1873 von französischen Karmelitinnen ins Leben gerufen wurde (das Jubiläum wird offiziell im nächsten Jahr, 2023, gefeiert). Zu diesem Anlass hatten die Gläubigen und Gäste die Gelegenheit, den wunderschönen Kreuzgang des Klosters zu besuchen, der normalerweise nur den Schwestern vorbehalten ist, wo die Gäste nach der Messe von den Karmelitinnen und freiwilligen Helfern herzlich empfangen wurden.

 

Am Samstag, den 15. Oktober 2022, legten im Geistlichen Zentrum Marie Reine du Carmel in Gitega drei Brüder ihre feierliche Profess ab: Anatole de la Miséricorde Divine, Emmanuel de la Sainte Trinité und Marius de l’Eucharistie. Alle drei haben von Juli bis September 2022 das Zweite Noviziat in Kinshasa, DRC, absolviert und bereiteten sich durch die von Pater Venant Mpozako, dem Rektor des Wallfahrtsortes von Mugera, gehaltenen Exerzitien auf die Profess vor.

Die Eucharistiefeier mit der Profess wurde von Bischof Blaise Nzeyimana von Ruyigi, dem Vertreter der Bischofskonferenz von Burundi für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens, geleitet. Bischof Blaise unterstrich die Freude über den 400. Jahrestag der Heiligsprechung der heiligen Teresa von Jesus am 12. März 1622, und den 52. Jahrestag ihrer Ernennung zur ersten Kirchenlehrerin. Er brachte auch die Anerkennung der Bischöfe für das Apostolat der Spiritualität der Karmeliten in Burundi und Ruanda zum Ausdruck und forderte sie auf, ihrem Charisma treu zu bleiben. Dies ist der Wunsch der gesamten christlichen Gemeinschaft Burundis und Ruandas und der Grund für das Gebet und den Segen der Bischöfe.

 

Am Freitag, den 14. Oktober, feierte das Teresianum die Eröffnung des neuen akademischen Jahres. Die Eucharistiefeier wurde von Kardinal Kurt Koch, dem Präfekten des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen, geleitet.

Dieser Feier folgte der Akademische Akt, in dem Pater Christof Betschart OCD, Dekan der Päpstlichen Fakultät, seinen Bericht über das akademische Jahr 2021-2022 vorstellte. Der zweite Teil des Akademischen Aktes beinhaltete die Rede, die Kardinal Kurt Koch zum Thema „Das Gebet als Seele der Theologie. Über das Verhältnis zwischen theologischer Reflexion und spiritueller Praxis“ hielt.

Die Einweihung endete mit einem Imbiss im Kreuzgang des Teresianums.

 

Neu auf der Website der Fakultät

Vor einigen Wochen wurde die Website der Fakultät um eine neue Ressource bereichert: das institutionelle Repository. Ziel ist es, die wissenschaftliche Produktion der Fakultät und ihrer Mitglieder in einem einzigen Online-Bereich zu speichern. Das Repository ist über die offizielle Website https://repository.teresianum.net zugänglich und wird laufend um neue Inhalte erweitert.

Neben den wissenschaftlichen und populärwissenschaftlichen Werken der Professoren der Fakultät enthält die Plattform einige unserer wichtigsten Zeitschriften, die vollständig online konsultiert werden können, insbesondere die Zeitschrift Teresianum und die Reihe Fiamma Viva. Ein weiterer wichtiger Bereich des Repositoriums ist der Bereich, in den eine wachsende Zahl von Dissertationen, die an unserer Fakultät eingereicht werden, eingestellt gestellt wird.

 

Von Montag, dem 26. bis Donnerstag, dem 29. September 2022, hielt das Kommissariat zum hl. Joseph im Kongo seine erste Vollversammlung. Den Vorsitz führte Pater General Miguel Márquez, begleitet von den beiden Definitoren für Afrika und Madagaskar, Pater Jean-Baptiste Pagabeleguem und Pater Philbert Namphande.

Während der Eröffnungssitzung erwähnte der Kommissar Pater Albert lobend die Anstrengungen, die die Brüder in den letzten Jahren seit der Errichtung des Kommissariats unternommen haben. Anschließend drückte unser P. General seine Freude darüber aus, zum ersten Mal im Kongo zu sein, und sagte uns, dass er hier sei, um zuzuhören, zu lernen und die Realitäten und Herausforderungen der Karmeliten im Kongo kennenzulernen. Dieser erste Tag war der Vorstellung unserer acht Konvente gewidmet. Am nächsten Tag tauschten wir uns über alles aus, was wir während dieser Vorstellungen gehört hatten. Am Mittwoch, den 28. September, hörten wir den Ökonom des Kommissariats und die Pfarrer der fünf Pfarreien, die von den Karmelitern betreut werden. Am Donnerstag, den 29. September, hörten wir den Bericht über den Zustand des Kommissariats und anschließend den Bericht über die Erstausbildung. Zum Abschluss des Plenarrats ermutigte uns Pater General zu einer besseren Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Konventen sowie mit den Karmelitinnen und den Mitgliedern des OCDS.

Am Mittwoch, den 28. September, besuchte Pater General in Begleitung der beiden Definitoren und des Pater Kommissars Erzbischof Fridolin Kardinal Ambongo, Metropolitan-Erzbischof von Kinshasa, und Erzbischof Ettore Balestrero, Apostolischer Nuntius in der DR Kongo.

 

In Alba de Tormes wurde in Anwesenheit einer großen Menschenmenge das Teresa-Jubiläumsjahr feierlich eröffnet, das bis zum 15. Oktober 2023 dauern wird. Der emeritierte Bischof Carlos López hatte die Ehre, die Heilige Pforte zu öffnen. Pater Miguel Ángel González verlas das päpstliche Dekret.

In Ávila wurde das Jubiläumsjahr mit einer Eucharistiefeier um 11 Uhr in der Kathedrale eröffnet. Am Tag zuvor, am Freitag, dem 14., wurde die Statue der Heiligen aus der Basilika feierlich in die Kathedrale überführt. Von dort ging es nach der Eucharistiefeier am Samstag in einer Prozession mit der Statue U. L. Frau von der Liebe durch die Straßen von Ávila zurück zur Basilika. Dort fand am Nachmittag einer der bewegendsten Momente des Tages statt: der Abschied der heiligen Teresa von der Gottesmutter. Aufgrund der Pandemie hatte diese Feier seit 2019 nicht mehr stattgefunden.

 

Am 6. Oktober gedachte die Universität Salamanca des 100. Jahrestages der posthumen Verleihung der Ehrendoktorwürde an die heilige Teresa von Jesus. Ihr zu Ehren fand eine Gedenkfeier für die „aufgrund ihres internationalen Einflusses und ihrer intellektuellen Fähigkeiten bedeutendste Frau der spanischen Geschichte“ statt. Die Feierlichkeiten begannen mit einer akademischen Prozession, an der etwa 70 Doktoren der Universität und 20 Karmeliten teilnahmen. Während des Aktes wurde daran erinnert, dass Teresa de Cepeda y Ahumada am 6. Oktober 1922 gemeinsam mit spanischen Gelehrten für ihre Kultur, ihre literarische Qualität, ihre Spiritualität und die von ihr vermittelten Werte für die Erneuerung geehrt wurde.

Die Ernennung der heiligen Teresa zum Doktor honoris causa war ein besonders wichtiges Ereignis in Salamanca und Alba de Tormes, das drei Tage lang gefeiert wurde. Am 7. Oktober 1922 fand der akademische Akt im Teatro Liceo in Anwesenheit des spanischen Königspaares und zahlreicher politischer und kultureller Persönlichkeiten aus Salamanca statt. Der Höhepunkt war die Reise des Königs und der Königin nach Alba de Tormes am 8. Oktober 1922, bei der der König der heiligen Teresa eine goldene Feder und die Königin den Doktorhut überreichte.

 

Am 15. Oktober 2022 ist das neue digitale Projekt „Digicarmel“ (www.digicarmel.com) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden: Wir erfahren von P. Angelo Lanfranchi, dem Generalarchivar des Ordens, was es damit auf sich hat.

 

P. Angelo, was ist Digicarmel?

Digicarmel ist viel mehr als eine einfache Website: Es handelt sich um eine Online-Datenbank, in der alle aktuellen und historischen Informationen des gesamten Ordens verwaltet werden.

 

Warum wurde Digicarmel geschaffen?

Der Karmel hat eine lange und reiche Geschichte, mit kirchlichen Ausdrucksformen und spirituellen, apostolischen, kulturellen und künstlerischen Dimensionen von unglaublicher Komplexität. Diese Geschichte und unsere Schätze des Lebens und der Spiritualität zu bewahren und weiterzugeben ist eine Aufgabe, die durch die Vergrößerung unseres Ordens und die vielen Ereignisse, die Jahr für Jahr stattfinden, immer schwieriger zu bewältigen ist.

Wir sind uns dieser Herausforderung bewusst und haben uns eine neue Arbeitsweise überlegt, die es uns ermöglicht, neue technologische Mittel einzusetzen, um Informationen im Austausch, dynamisch, einheitlicher und gemeinsam nutzbar zu machen.

 

Was sind die Vorteile der Verwendung von Digicarmel?

Digicarmel ist eine flexible und solide Plattform, die in der Lage ist, die Informationen und Materialien, die bereits tagtäglich von den Ordenshäusern und -provinzen, den Archiven, den Zeitschriften und Verlagen des Ordens, anderen Organisationen und Forschern produziert und bearbeitet werden, zu erfassen, zu verknüpfen und sofort verfügbar zu machen. Die Konzentration dieses gesamten Materials an einem Ort wird die Effizienz und den Nutzen der von allen geleisteten Arbeit bei der Sammlung von Informationen vervielfachen und eine unnötige Streuung von Ressourcen vermeiden.

 

Wie sind all diese komplexen Informationen in Digicarmel organisiert?

Der Hauptbereich, das „Herz“ der gesamten Datenbank, ist eine digitale Version der Arbeit, die bisher im Conspectus, den Acta Ordinis und den früheren historischen Publikationen enthalten war, deren Ziel es war, die wichtigsten Fakten über den Orden, seine Personen, Häuser, Zirkumskriptionen und andere damit verbundene Realitäten und Initiativen zu bewahren und zu teilen.

Diese Sektion ist das „Rückgrat“ unserer Datenbank. Mit ihr verbunden ist die Bibliotheca Carmelitana Digitalis (BCD), eine echte Karmelitenbibliothek, die viele karmelitische Monographien und Artikel in verschiedenen Sprachen in digitalem Format enthält, die frei konsultiert werden können. Gegenwärtig sind 5 italienische, spanische und portugiesische Zeitschriften mit mehr als 2500 Artikeln vollständig in die BCD aufgenommen worden, zusammen mit mehr als 80 Monographien zur Geschichte des Ordens, darunter fast alle Veröffentlichungen des Teresianischen Historischen Instituts (IHT). Die Bibliothek wird dank der Zusammenarbeit mit Verlagen und Zeitschriften des Ordens ständig erweitert.

Das BCD ermöglicht es, bisher schwer auffindbare Materialien auf einer einzigen Plattform zu finden und mittels OCR-Technologie nach einem bestimmten Wort im Text aller in unserer Bibliothek vorhandenen Dokumente zu suchen.

Der dritte Teil von Digicarmel, der sich noch in der Entwicklung befindet, ist das Archivum Carmelitanum Digitale (ACD), ein echtes digitales Archiv des Ordens, in dem jedes Ordensarchiv bestimmte Materialien online zur Verfügung stellen kann – sofern es dies wünscht. Im Generalarchiv haben wir vor kurzem ein schönes Projekt zur Digitalisierung eines Teils des Missionsfonds begonnen, der in einigen Monaten Teil des ACD werden und es uns ermöglichen wird, viel mehr über die Originaldokumente unserer reichen Missionsgeschichte ab dem 16. Jahrhundert zu lesen. Wir hoffen, dass auch andere Archive des Ordens bald in der Lage sein werden, dieses Instrument im Dienste des Ordens zu nutzen, um das Charisma, das Geschichte gemacht hat, besser zu bewahren und weiterzugeben.

Wir möchten daran erinnern, dass die Software auch in der Lage ist, das Bildarchiv zu verwalten: Eines unserer nächsten Projekte wird daher in der Katalogisierung und Veröffentlichung des sehr reichen fotografischen Fundus bestehen, der im Generalarchiv aufbewahrt wird, sowie in der Einrichtung eines virtuellen Museums, das im Prinzip das gesamte künstlerische Erbe des Ordens umfassen könnte.

Digicarmel befindet sich in der Entwicklung und kann nicht als „abgeschlossen“ betrachtet werden. Angesichts der riesigen Menge an Informationen handelt es sich nicht um eine „vollständige“ Datenbank der gesamten Geschichte des Ordens, aber es ist jetzt in der Lage, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, während wir ihre verschiedenen Bereiche allmählich vervollständigen. Wir glauben auch, dass das Feedback der Öffentlichkeit sehr wichtig sein wird, um diese Ressource im Dienste unseres Ordens zu verbessern.

 

Für wen ist Digicarmel von Interesse?

Es gibt ein doppeltes Interesse: Für diejenigen, die Informationen bereitstellen, und für diejenigen, die sie suchen. In diesem Sinne ist Digicarmel von großem Interesse für Forscher, Verlage, Zeitschriften und Ordensarchive, die ihr Material in die Datenbank aufnehmen wollen, um ihre Dokumentation bekannter zu machen, aber auch für alle, die mehr über den Karmel mit seiner Geschichte, seinem Charisma, seinen Personen und Institutionen erfahren wollen.

 

Bei Fragen oder Vorschlägen zur Teilnahme wenden Sie sich bitte an die Projektverantwortlichen unter digicarmel@ocdcuria.org.

Am Samstag, den 1. Oktober, versammelte sich die gesamte Ordensprovinz Paris zum zehnten Mal in Folge in Lisieux. Im Rahmen des Pastoralbesuchs nahmen Pater Miguel Márquez Calle, Generalvikar, und P. Roberto Maria Pirastu, Definitor, an diesem Treffen teil.

Etwa 160 Personen, darunter Brüder, Laien-Karmeliten und Schwestern versammelten sich um die heilige Therese und wurden von den Karmelitinnen von Lisieux empfangen. Pater General sprach über die Bedeutung von Thereses Amt als Kirchenlehrerin in der „Wissenschaft der Liebe“: „Therese als Kirchenlehrerin erlaubt uns zu bestätigen, dass ihre Lehre ein Wort über Gott und den Menschen enthält, das nicht nur für die Gläubigen, sondern auch für die heutige Gesellschaft wertvoll ist. (…) Die Weisheit Thérèses kann uns helfen, das Evangelium neu zu entdecken, unsere geistige Stagnation zu überwinden und das Wort Jesu als befreiende Kraft zu erleben.“

Neben der Sonntagsmesse, der der Bischof von Bayeux-Lisieux vorstand, und der Reliquienprozession waren die Höhepunkte die Gebetszeiten und das Treffen von Pater General mit den Mitgliedern des OCDS und anschließend mit allen Brüdern.