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8 Juli 2021

Interreligiöses Treffen im Karmel zu Mazille in Frankreich

Am Sonntag, 6. Juni, kamen im Carmel de la Paix in Mazille in Frankreich Buddhisten, Juden, Christen verschiedener Konfessionen, Muslime und Nichtglaubende zusammen, um über das Thema der Vergebung zu sprechen. Wegen der Gesundheitsvorschriften durfte nur eine kleine Anzahl zusammenkommen; das Thema des diesjährigen Treffens war im Jahre 2018 nach verschiedenen Terrorangriffen entstanden, die Frankeich in den letzten Jahren heimgesucht hatten.

Der im Jahre 1971 eingeweihte Karmel zu Unserer Lieben Frau vom Frieden ist das Werk des katalanischen Architekten José Luis Sert (1902-1983), eines Schülers von Le Corbusier, der auch der Architekt der Stiftung Maeght in Saint-Paul-de-Vence und der Stiftung Joan Miró in Barcelona ist.

Das erste interreligiöse Treffen im Karmel von Mazille fand 2006 statt und war aus dem Wunsch der Diözese Autun entstanden, sich nach dem Beispiel der Treffen von Assisi zu engagieren. Das erste Treffen begann mit einem Gebet, das zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten stattfand, dem ein Austausch darüber folgte, was denn Beten sei. Da der Karmel von la Paix im ökumenischen Dialog schon Erfahrung hatte, wurde er von ganz allein zum Ort für interreligiöse Treffen, in die die Schwestern ganz eingebunden sind.

Dieser Einsatz der Karmelitinnen von Mazille hat seinen Ursprung im Gebet, insbesondere in der Feier des Stundengebets. „Die Liturgie muss eine Schule des Friedens sein, denn sie ist ein Schule, die das Leben authentisch macht. Es hat nur in Bezug zum alltäglichen Leben Sinn, andernfalls gibt es keinen Grund, um sich während das Tages so oft zum Gebet zu treffen. Die Liturgie ist ein Erfordernis, ein Ansporn, andernfalls verkommt sie zu einem Schlafmittel. Im Mittelpunkt der Liturgie steht ein Wort, nämlich Christus, der den Hass getötet und den Frieden errungen hat.“

 

Hier ein kurzer Link dazu:

https://vodeus.tv/video/le-carmel-de-la-paix-1531