Ende Oktober fand im Centre Theresianum (Kommissariat Kongo) eine Fortbildungsveranstaltung für Ausbilder zum Thema: Ausbildung im Zeitalter der Interkulturalität statt. Die Sitzung wurde von den Brüdern Valentin NTUMBA aus dem Kongo (biblische und anthropologische Perspektiven) und A. M. Zacharie IGIRUKWAYO aus Burundi (theologische und charismatische Perspektiven) geleitet.

Mit einem ebenso realistischen wie prophetischen Mut haben die OCD-Oberen des französischsprachigen Afrikas und Madagaskars die Ausbildung im Zeitalter der Interkulturalität als Thema für die Ausbildung der Ausbilder gewählt. Nach dieser Sitzung müssen wir uns nun die Interkulturalität im Bildungsbereich aneignen und fördern. Dies könnte zum Beispiel bedeuten:

a) die Kennntisse der beteiligten Kulturen zu vertiefen, um einander besser zu verstehen und zu interagieren;

b) durch das Erfassen des grundlegend Menschlichen in jeder Sprache das sprachenübergreifende Denken zu lernen;

c) Aufwertung der zwischenmenschlichen Beziehungen in der Ausbildung, um die Tendenz zum Intellektualismus und der Nivellierung zu überwinden und Bewertungsprozesse zu fördern, die „interkulturelle Kompetenzen“ einschließen;

d) eine missionarische Perspektive in die Ausbildung zu integrieren und offen für Vielfalt zu sein.

 

  1. Die CICLA von Lateinamerika hat unser Kommissariat gebeten, das Zweite Noviziat 2023 in der Ausbildungsgemeinschaft San José de las Americas zu veranstalten. Wir haben 9 Studenten aus der CICLA und zwei Studenten aus der Provinz Washington zur Verbesserung der spanischen Sprache aufgenommen.
  2. Die Pfarreien Santiago de los Caballeros, Santa Teresa, San Juan de la Cruz und Las Mercedes beendeten den Monat Juli, den Monat Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, mit einer Wallfahrt zum Kloster der Karmelitinnen in Bani.
  3. Vom 31. Juli bis 4. August 2023 versammelten wir uns in der Casa de la Altagracia en las Américas zu unseren üblichen Exerzitien. Begleitet wurden wir von P. Victor Manuel Henao aus der Provinz Kolumbien.
  4. Am Samstag, dem 5. August, feierten wir zusammen mit P. Victor Manuel Henao aus der Provinz Kolumbien das Treffen der Karmelitischen Familie in der Pfarrei St. Judas Thaddäus, wo wir des hundertsten Geburtstags der heiligen Therese vom Kinde Jesus gedachten.
  5. Treffen der Mitbrüder des Ausbildungskonventes in Las Americas und Etappe des zweiten Noviziats mit unseren Schwestern in Bani.

 

 

Der OCDS auf der Insel Mauritijus hat ein solides Fundament. Die Gemeinschaft „St. Therese vom Kinde Jesus und dem Heiligen Antlitz“ ist seit 1983 kanonisch errichtet. Ihre Mitglieder treffen sich regelmäßig und legen besonderen Wert auf ihr Gebetsleben, ihr Leben in Gemeinschaft und ihre Aus- und Fortbildung.

Im vergangenen Monat haben sie ihre jährlichen Exerzitien unter der Leitung von Bischof Denis Wiehe, dem emeritierten Bischof der Seychellen, gehalten, der sie geistlich begleitet. Sie hatten auch den brüderlichen Besuch des Generaldelegierten des OCDS, P. Ramiro Casale. Die Gemeinschaft gibt die Zeitschrift La Colombe heraus, in der sich ihre Mitglieder mit spirituellen Themen auseinandersetzen.

Durch ihr Gebetsleben und ihr Apostolat freuen sich die Mitglieder des OCDS auf Mauritius, dass sie dem Karmel, ihrer Diözese und der Weltkirche dienen.

 

Am 16. Oktober feierte das Karmelitinnenkloster auf Hawaii sein 50-jähriges Bestehen mit einer Messe, die von Bischof Larry Silva zelebriert wurde, an der die Familien, Freunde der Schwestern und zahlreiche Gläubige teilnahmen.

Vor fünfzig Jahren, am 25. Oktober 1973, verließen sieben Karmelitinnen in Hognkong ihr Kloster, um der Einladung Jesu zu folgen und den Karmel zur Heiligen Dreifaltigkeit auf Hawaii zu gründen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch das goldene Jubiläum der einzigen noch lebenden der sieben Schwestern, die das Kloster gegründet hatten, begangen: Schwester Agnella Iu.

Gegen Ende der Messe segnete Bischof Silva die sechs Urnen mit der Asche der ersten Schwestern, die auf einem einfachen Tisch an der Rückwand des Schwesternchors aufgestellt waren. Nach der Messe wurden an die Anwesenden kleine Andenken verteilt, wie Täschchen mit Gebetskarten, einem Skapulier und einem Armrosenkranz.

 

25 Jahre Teresianischer Karmel in Südafrika

Am 28. Oktober 2023 feierten die Karmeliten ihre Ankuft in Südafrika vor 25 Jahren und erinnerten daran, dass die ersten beiden Brüder am 13. Juni 1998 in Johannesburg eintrafen. Zunächst wohnten sie in einer Einrichtung, die ihnen von unseren Schwestern zur Verfügung gestellt wurde. Derzeit haben die Karmeliten zwei Gemeinschaften, eine in Benoni und die andere in Kapstadt.

Der Dankesmesse standen Erzbischof Buti Tlhagale, Erzbischof von Johannesburg, der Generalobere P. Miguel Marquez OCD, der Provinzobere P. Silvestre D’Souza, die Generaldefinitoren P. Philbert Namphande und P. Pius James D’Souza sowie zahlreiche Priester vor, begleitet von vielen Schwestern. Der Obere des Konvents von Benoni, Pater Arvin Tauro, begrüßte alle Gäste. Die Pioniere der Mission in Südafrika, Pater Raymond und Pater Mari Joe, wurden während der Feier in besonderer Weise geehrt.

 

 

Segnung und Einweihung des Karmelitinnenklosters in Kapstadt

Am 27. Oktober 2023 wurde das Karmelitinnenkloster von Mimosa in Kapstadt gesegnet und eröffnet. An der Zeremonie nahmen Seine Eminenz Kardinal Stephen Brislin, der Generalobere P. Miguel Marquez OCD, P. Silvestre D’Souza OCD, Provinzial von Karnataka Goa, und die Generaldefinitoren P. Philbert Namphande OCD und P. Pius James D’Souza OCD teil.

Nach der Messe segnete Kardinal Stephen Brislin das Kloster, Pater Miguel Marquez OCD schnitt das Band durch und Pater Silvestre D’Souza OCD hat das Namensschild enthüllt.

Der Kardinal, der Ordensgeneral und der Weihbischof haben zwei biblische Bäume gesegnet, einen Oliven- und einen Feigenbaum.

 

Vom 2. bis 5. November 2023 fanden im Zentrum unseres Ordens für Spiritualität in São Roque, São Paulo, der 37. OCDS-Provinzkongress und die Wahl- und Regionalisierungsversammlung des OCDS der Sankt-Josef-Provinz von Brasilien statt. Es war ein historischer Moment für die gesamte Provinz, die jetzt zwei Regionalgebiete hat: die Region St. Johannes vom Kreuz, die den Südosten und den Mittelwesten des Landes abdeckt, und die Region St. Therese, die den Norden und Nordosten Brasiliens abdeckt.

Der vom OCDS-Provinzrat organisierte Kongress bot Zeiten des Gebets, der brüderlichen Gemeinschaft und des Zusammenkommens sowie Treffen zur Organisation der Regionalräte und zum Anhören der Berichte der Ausbildungs- und Missionskommissionen. Anwesend waren Pater Emerson de Jesus, Provinzial der Provinz St. Joseph, Pater Luís Fernando, und Pater Wilson Gomes, beide OCDS-Delegierte, sowie Rose Lemos, Provinzpräsidentin und der gesamte OCDS-Provinzrat.

Das Thema der Versammlung lautete: „Regionalisieren, um besser zu dienen“, angesichts der Vorbereitungsarbeiten für die Umsetzung der Regionalisierung, wie sie in den vom Generaldefinitorium im vergangenen März approbierten Sonderstatuten vorgesehen ist.

 

Die Brüder der Region nahmen zusammen mit P. Christianus Surinono OCD, Generaldefinitor für Ostasien, und P. Jim Noon OCD, dem irischen Provinzial, an diesem Kapitel teil. Angesichts des Mangels an Berufungen (Australien, Neuseeland und Ozeanien) und der Überalterung der Brüder musste das Kapitel ernsthaft über die Zukunft des Regionalvikariats nachdenken.

 

 

Obwohl es verlockend war, diese Probleme als Teil eines allgemeinen Trends unter den Orden in Australien zu betrachten, wurden die Brüder dennoch ermutigt, darüber nachzudenken, wie das Charisma der Unbeschuhten Karmeliten einen neuen Ausdruck finden könnte. Es wurde deutlich, dass neue Ausdrucksformen des Charismas in Australien (und in der ganzen Welt) die wesentlichen Inhalte der reichen karmelitanischen Tradition respektieren und bewahren müssen, ohne sich stur an unser religiöses und spirituelles Erbe zu klammern oder es abzulehnen. Daraus ergibt sich ein Aufruf, enger und offener mit den Brüdern und Schwestern aus anderen kulturellen und nationalen Traditionen in unserer Umgebung zusammenzuarbeiten. Und tatsächlich entstand unter den Brüdern eine große Hoffnung hinsichtlich der Möglichkeit, auf eine multikulturelle, synodale und der Treue verpflichtete karmelitanische Lebensweise hinzuarbeiten, die unsere Mitmenschen zum vertrautenUmgang mit Christus führt.

 

Die Gemeinschaften unseres Ordens auf den Philippinen danken dem Herrn für 100 Jahre Treue und Liebe. Alles begann in Jaro im November 1923, als Bischof James Paul McCloskey die Karmelitinnen von Vietnam bat, in der Diözese Jaro einen Karmel zu gründen, um für den Klerus und die Gläubigen zu beten.

Um die Gnaden dieser Hundertjahrfeier zu teilen, organisierten die Priester und Seminaristen der Erzdiözese zusammen mit unseren Schwestern und dem OCDS den Carmel@: Carmel Cares, ein Gesundheitssolidaritätsprogramm in zwei benachbarten Dörfern. Am 7. November haben Priester, Ordensleute, Seminaristen und verschiedene Chorgruppen der Erzdiözese Carmel@100 mit Konzert und Gebet vorgestellt in Anwesenheit unseres Ordensgenerals, P. Miguel Marquez Calle OCD, des Generaldefinitors für Ostasien-Ozeanien, P. Christianus Surinono OCD und Mitgliedern der Versammlung zur Feier des 100jährigen Jubiläums unserer Föderation, sowie von Freunden und Wohltätern des Karmel.

Am 9. November 2023 begann die Feier mit dem Gottesdienst unter dem Vorsitz des Apostolischen Nuntius, Erzbischof Charles John Brown, D.D. Unter den Konzelebranten waren der Erzbischof Jose Romeo Lazo, D.D. von Jaro, unser Ordensgeneral, sowie Pater Chris und mehrere Prälaten, darunter unser Erzbischof Rolando Tria-Tirona OCD, Pater Provinzial Rey Sotelo und alle Brüder der Provinz, der Klerus der Erzdiözese und mehrere Priester, die zu Besuch gekommen waren.

Unzählige Freunde des Karmel, fromme Gottesdienstbesucher und Pilger haben die Kathedrale bis auf den letzten Platz gefüllt.

 

Am 1. Oktober 2023, dem Fest der heiligen Therese vom Kinde Jesus, unserer Patronin, legten 13 Novizinnen in der Kirche von Itaosy ihre ersten Gelübde ab. Vom 2. bis 6. Oktober 2023 nahmen alle Karmeliten Madagaskars und der Inseln im Indischen Ozean an einer Fortbildungsveranstaltung teil, die sich mit folgenden Themen befasste: Seelsorge, Schulverwaltung und die Ausbildung junger Menschen angesichts der heutigen Herausforderungen.

Im Oktober stattete Pater Ramiro Casale, Generaldelegierter des OCDS, den Gemeinschaften des Säkularordens in unserem Kommissariat einen brüderlichen Besuch ab und traf sich mit unseren Brüdern und Schwestern.

 

Der 150. Geburtstag und der hundertste Jahrestag der Seligsprechung der heiligen Therese vom Kinde Jesus, der Patronin von Pushpashrama, wurden am Sonntag, dem 8. Oktober 2023, in der Wallfahrtskirche zum Kinde Jesus in Pushpashrama gefeiert. Um 16.00 Uhr fand eine feierliche Eucharistiefeier statt, der der emeritierte Erzbischof Bernard Moras, Apostolischer Administrator der Diözese Mysuru, vorstand. Anschließend fand im Auditorium von Pushpashrama ein kulturelles Programm über Leben und Mission Thereses statt, gefolgt von einem Abendessen. In seiner Rede hob Pater Silvestre D’Souza, Provinzial von Karnataka-Goa, einige der inspirierendsten Aspekte des Lebens und der Botschaft Thereses hervor.

Die gesamte Feier wurde von der Karmelfamilie der Region Mysuru unter der Leitung des Konvents Pushpashrama mit Pater Alphonse Britto organisiert. Etwa 45 Priester und 500 Ordensleute und Gläubige nahmen daran teil. Etwa 225 Kinder traten bei den verschiedenen Aufführungen auf.

 

Vom 29. September bis 1. Oktober 2023 fand im Exerzitienhaus des Klosters der Unbeschuhten Karmeliten in Birkenwerder in Anwesenheit von Provinzial P. Jean-Raoul Kiyangi und Provinzdelegat P. Reinhard Körner die Nationalversammlung der ODCS der Deutschen Provinz statt. Die Präsidenten und Delegierten aus 18 Gemeinschaften diskutierten über die aktuelle Situation der einzelnen Gemeinschaften. Im Mittelpunkt standen auch die anstehenden Aktivitäten der gesamten Ordensfamilie der Provinz. Die Wahlen führten zur Wiederwahl des bisherigen Nationalrates.

 

Unser Orden in Brasilien beging in den verschiedenen Gemeinschaften der beiden brasilianischen Provinzen das Fest der heiligen Thérèse vom Kinde Jesu mit großer Feierlichkeit Dieses Jahr, in dem sich die Geburt von Thérèse Martin zum 150. Mal jährt, wurde unse in großartiges Geschenk zuteil. Die Kirche Santa Teresinha in Porto Alegre wurde in den Rang eines Wallfahrtsortes der Erzdiözese erhoben.

Angesichts des Zustroms von Gläubigen, die die Messe besuchen, die Beichte ablegen und geistlichen Beistand suchen, ist die Kirche ein Bezugspunkt für die gesamte Stadt. Die Söhne der heiligen Teresa von Avila kamen 1913 aus Spanien nach Porto Alegre und bauten dort eine neugotische Kirche. Heute gilt sie als ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt.

Am 1. Oktober strömten die Gläubigen in die Kirche, um ihre Liebe zu Santa Teresinha und zu uns Karmeliten in all den Jahren zu bezeugen. Die Gemeinschaft der Karmelitinnen und Karmeliten versteht diese Ehrung als eine Herausforderung, um das Werk der Evangelisierung in diesem Land zu fördern. Die Feierlichkeiten wurden durch einen Kongress über die heilige Therese von Lisieux im Geistlichen Zentrum St. Johannes vom Kreuz ergänzt. An dieser Veranstaltung nahmen der Säkularorden des Karmel, die Bruderschaft Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel und Gemeindemitglieder aus den verschiedenen Pfarreien der Provinz zu Unserer Lieben Frau vom Berg Karmel teil.

 

Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz: Während der Laudes und der Eucharistiefeier am Samstagmorgen, dem 7. Oktober, ertönte fast ununterbrochen der Alarm über Jerusalem… bis gegen Mittag. Wir hörten dumpfe Geräusche, die Zerstörung von Raketen durch die eiserne Kuppel, wir erkannten, dass es ein Angriff war. Völlig überraschend. Das ist ernst und erstaunt uns: ein Angriff auf Jerusalem!

Wir informierten uns und erfuhren die brutale Tatsache, dass sich Israel ohne Vorwarnung seit dem letzten Tag des jüdischen Feiertags Sukkot im Krieg befand; die fröhlichen Festtagslieder wichen brutal dem Kriegslärm.

In den folgenden Tagen gab es weniger Alarm: In solchen Momenten bleibt jeder von uns stehen, regungslos, schweigend, betend, wartend.

In Jerusalem herrschte Stillstand wie an einem Sabbat: Geschäfte geschlossen, Schulen geschlossen, Touristen und Pilger plötzlich verschwunden, kaum Menschen auf den Straßen. Wir hörten die Geräusche von Kampfflugzeugen, die von schweren Vergeltungsmaßnahmen im Gazastreifen hin- und hergingen. Unsere Stadt wird durch zahlreiche Kontrollpunkte gegen den nach Israel strömenden „Feind“ und diejenigen, die sich ihm anschließen wollen, „geschützt“.

Die palästinensischen Gebiete sind abgeriegelt; niemand kann sie verlassen oder betreten. Viele [palästinensische] Arbeiter sind stark benachteiligt, weil sie nicht von Bethlehem oder Jericho zur Arbeit kommen können.

Einige Einzelpersonen haben vereinzelte Anschläge verübt. Gestern gab es einen Anschlag auf die Polizeistation neben dem Postamt, wo wir unsere Post abholen; heute ist es ein Anschlag auf gewöhnliche jüdische Passanten, oder als Reaktion auf das Werfen von Steinen durch junge Palästinenser…

Die Regierung der Palästinenser im Gazastreifen hat einen schrecklichen Angriff auf Juden durchgeführt, die in der Nähe ihres Territoriums leben, Palästinenser aus anderen Gebieten könnten es ihnen gleichtun oder versuchen es zu tun. Wenn es Nacht wird, hören wir in unserem palästinensischen Viertel Proteste und Schüsse außerhalb unserer Mauern…

Das ist nicht das erste Mal. Aber dieses Jahr wurden wir mit Tränengaskanistern belohnt. Diese kleinen Granaten, die wir morgens im Kreuzgang und im Garten einsammeln, haben wir noch nie gesehen: Unser Wissen erweitert sich um Böllerpatronen, Patronenhülsen und Stinkbomben.

Wir haben von den Angriffen auf die jüdischen Gemeinden in der Nähe des Gazastreifens erfahren, mit den unvorstellbaren Morden, den Verletzten, den Geiseln und den vielen Toten … Unser Mitgefühl gilt auch der Bevölkerung des Gazastreifens, die intensiven Bombardierungen, der Blockade und der Massenflucht ausgesetzt ist. Unsere Herzen sind bei der kleinen christlichen Gemeinschaft [in Gaza], die in der Schule und der Kirche mit ihren wenigen Nonnen und Seminaristen und einigen Muslimen Zuflucht findet.

Dennoch feierten wir am Fest unserer heiligen Mutter Teresa, den 150. Jahrestag unserer Gründung. Das Kloster und seine Schwestern haben viele Zeiten der Feindseligkeiten durchlebt und unter verschiedenen Autoritäten gelebt: Osmanisch, britisch, jordanisch … und jetzt israelisch, auch wenn unser Viertel in der Altstadt und der Ölberg mit seiner palästinensischen Bevölkerung immer noch der « umstrittene, besetzte und annektierte Teil » Ostjerusalems ist.

Unsere Karmelitinnenklöster in Bethlehem, Nazareth und Haifa sind ebenfalls in Alarmbereitschaft. Die Angriffe kommen aus dem Gaza-Streifen, aber jetzt auch aus dem Südlibanon, der dem Berg Karmel sehr nahe ist. Wir stehen zusammen… Die Botschaften bieten uns an, in unsere Heimatländer zurückzugehen,, aber natürlich kommt das nicht in Frage!

Wir leben mit unseren Völkern im Heiligen Land, in guten und in schlechten Zeiten. Auf unsere kleine Art beten wir für Frieden und Gerechtigkeit, heute und morgen.

Dieser Krieg zeigt, dass Mauern und andere Beschränkungen oder Überwachungen auf Dauer nichts nützen. Nur Gerechtigkeit und Respekt können zum Frieden führen, der zwar schwer zu erreichen, aber dauerhaft ist. Tag für Tag haben wir die Gelegenheit, durch bemerkenswerte Menschen, sowohl jüdische als auch palästinensische, den Keim dafür zu entdecken.

Für unser Kloster ist es die Zeit der Olivenernte, eine Zeit der Mühsal, aber friedlich und freudig; Gebete werden erwartet, und Spannungen sind spürbar [. . .].

Wir danken dem ganzen Orden für die Gebetsgemeinschaft für die Leidenden und die Entscheidungsträger und auch für die Kämpfenden auf beiden Seiten – mögen sie menschlich bleiben.

Dienstag, der 17. Oktober, war ein Tag des Fastens und des Gebets um Versöhnung für die Christen des Heiligen Landes, „denn er ist nicht ein Gott dess Unfriedens, sondern des Friedens“ (1 Kor 14,33). Wir laden Sie, liebe Brüder und Schwestern, ein, sich unserem Gebet anzuschließen, damit der Herr uns wirklich seinen Frieden schenken möge!

 

Quelle: https://www.asianews.it/news-en/Carmelites-in-Jerusalem-pray-for-the-two-peoples-in-conflict-59366.html

 

Vom 2. bis 11. Oktober 2023 trafen sich die Mitglieder der Kommission für die Aktualisierung unserer Ratio Institutionis in der Generalkurie, um die verschiedenen Beiträge der Zirkumskriptionen zusammenzutragen und die wesentlichen Punkte und aktuellen Fragen im Lichte des kirchlichen Lehramtes und der jüngsten Überlegungen zur Ausbildung und zum geweihten Leben zu diskutieren.

Fast alle Mitglieder der Kommission waren anwesend. Pater Daniel Chowning, der ursprünglich der Koordinator der Kommission war, aber nach seiner Wahl zum Provinzial den Vorsitz abgeben musste, konnte unter uns sein. Die Kommission profitierte auch von dem Beitrag und der Erfahrung von Pater Saverio Cannistrà als Ausbilder.

Die Kommission arbeitet derzeit an einem ersten Dokument, das dann zur Bewertung an die Zirkumskriptionen geschickt wird, bevor es dem Generaldefinitorium vorgelegt wird. Wir möchten bei dieser Gelegenheit betonen, wie wichtig der Beitrag der Zirkumskriptionen ist, sobald sie den Entwurf erhalten.

 

Am späten Nachmittag des 14. Oktober 2023, dem Vorabend des Hochfestes der heiligen Teresa von Jesus, ging das Teresianische Jubiläumsjahr in der Diözese Ávila zu Ende, und die Heilige Pforte wurde geschlossen. Auf diese Weise gingen anderthalb Jahre des Jubiläums zu Ende, da die Vierhundertjahrfeier der Heiligsprechung der heiligen Teresa mit dem Jubiläumsjahr zusammenfiel, das der Diözese Ávila jedes Mal gewährt wird, wenn das Fest ihrer Schutzpatronin auf einen Sonntag fällt, wie es im Jahr 2023 der Fall war.

Der liturgische Akt wurde vom Bischof von Ávila, Jesús Rico, in Anwesenheit des Oberen der Iberischen Provinz, Pater Francisco Sánchez Oreja, des Konvents unseres Ordens in der Heimatstadt der hl. Teresa und des emeritierten Bischofs von Salamanca, Carlos López, zelebriert.

Die Heilige Pforte des Teresa-Jubiläums befindet sich am Eingang der Kirche des Karmelitenklosters von Ávila, das an der Geburtsstätte der heiligen Teresa von Jesus errichtet wurde.

Nach der Schließung der Heiligen Pforte wurde die feierliche Vesper zu Ehren der hl. Teresa gesungen.  Anschließend wurde die Statue der heiligen Teresa in einer Prozession von der Basilika in die Kathedrale von Ávila gebracht.