Seit August 2022 prüft und plant unser Orden die Öffnung des Grabes der heiligen Teresa von Jesus in Alba de Tormes, um eine wissenschaftliche Untersuchung des Leibes und der wichtigsten Reliquien Teresas seit der letzten Öffnung im Jahr 1914 durchzuführen.

Die Generalkurie unseres Ordens hat diesem Vorschlag zugestimmt, da sie die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Durchführung dieses Projekts anerkennt. Die Verantwortlichen für das Projekt sind Ärzte und Wissenschaftler, die mit dem vatikanischen Dikasterium für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse zusammenarbeiten. Der Orden seinerseits studiert alle in seinen Archiven aufbewahrten Unterlagen, insbesondere die des Klosters der Karmelitinnen von Alba de Tormes, die das Grab und die Reliquien unserer heiligen Mutter Teresa von Jesus betreffen.

Mögliche Termine werden abhängig von der Verfügbarkeit des wissenschaftlichen Teams und der beteiligten Personen nach dem Sommer 2024 festgelegt. Das geplante Projekt umfasst mehrere kanonische Etappen und wird die Verehrung des Grabes von Teresa von Avila im Jahr 2025 ermöglichen.

 

Tageschronik

Sonntag 14.04.2024

Am Nachmittag versammelten sich die Vertreterinnen der Karmelitinnen aus aller Welt zur Überarbeitung ihrer Konstitutionen im Zentrum Ad Gentes in Nemi. Begleitet werden sie von P. Miguel Márquez, P. Agustí Borrell, P. Rafal Wilkowski und P. Juan Pablo Patiño. Als Übersetzer fungieren P. Alfredo Amesti, P. Ramiro Casale, P. Angelo Lanfranchi und P. José Pereira, während die Missionskarmelitin, Schwester Lidia Wrona, die Moderation übernommen hat.

Nach dem Abendessen eröffnete Pater Miguel das Treffen mit einem Gebet und einer Mitteilung. Alle Schwestern werden mit Hilfe einer Weltkarte vorgestellt, auf der jede Föderation geografisch verortet ist und Informationen über jede Gruppe von Klöstern liefert.

Schwester Lidia stellt dann die in neun, nach Sprachen gebildeten Arbeitsgruppen vor, und zeigt dann ein kurzes Video, über das wir in einer ersten Gruppensitzung diskutiert haben, bevor sie den Tag abschließt.

Montag, 15.04.2024

Der Tag beginnt mit der Laudes und der Eucharistie um 7:00 Uhr.

Nach dem Frühstück treffen wir uns in der Aula Magna, wo Pater Agustí Borrell eine Zusammenfassung des Vortages vorstellt und Schwester Lidia in das Tagesprogramm einführt.

Zu Beginn hält P. Salvador Ros OCD einen Vortrag zum Thema „Die Bedeutung der Konstitutionen im Denken der heiligen Teresa“; dabei stützt er sich auf drei Quellen: die Regel des Karmel, die ersten Konstitutionen und den Weg der Vollkommenheit.

Nach dieser Einführung wurde in den Sprachgruppen nach der Methode des Synode des „Gesprächs im Geist“ gearbeitet; am Ende des Vormittags wurden die Ergebnisse aus den einzelnen Gruppen zusammengetragen, gefolgt vom Mittagessen.

Am Nachmittag hielt Schwester Simona Brambilla, Consolata-Missionsschwester, Sekretärin des Dikasteriums für das geweihte Leben und die Gesellschaften des apostolischen Lebens, einen Vortrag über die Bedeutung der Erneuerung der Konstitutionen und die Wichtigkeit dieses Moments für jede geistliche Familie als einer Gelegenheit zur Neugeburt.

Nach dem Vortrag und einem kurzen Austausch arbeiteten wir wieder in Gruppen und beschlosen den Tag mit der Vesper und dem Abendessen um 20:30 Uhr.

Dienstag, 16.04.2024

Wir begannen den Tag mit der Feier der Eucharistie mit Laudes. Die Liturgie wurde von den Schwestern der lateinamerikanischen Föderationen gestaltet.

In der Aula stellte Sr. Lidia die vorgegebene Tagesordnung für die Arbeit des Vormittags vor. Pater Agustí gab dann einen Überblick über die Arbeit am Montag, gefolgt von der Gruppenarbeit, die die Schwestern am vorherigen Nachmittag durchgeführt hatten.

P. Miguel Márquez sprach zum Thema „Der Teresianische Karmel heute“, mit seinen Problemen, Herausforderungen und Hoffnungen.

Es folgte eine Podiumsdiskussion mit zwei Karmelitinnen, die ihre Sichtweisen und Alltagserfahrungen aus zwei verschiedenen geografischen Gebieten darlegten: Es waren die Niederlande und Indonesien.

Der Nachmittag begann um 15 Uhr mit dem Austausch über die Gespräche am Vormittag. Es folgten ein Vortrag von P. Rafal Wilkowski zum Thema der Konstitutionen als dem in juristische Form gekleideten Propositum Vitae und dann Gruppenarbeit mit einer Zusammenfassung im Plenum. Schwester Lidia und P. Agustí rekapitulierten alles, was zum Abschluss beigetragen worden war.

Der Tag endete mit der Vesper, dem Abendessen und einer Probe für die Mittwochsliturgie durch die Karmelitinnen der englischsprachigen Föderationenen.

Mittwoch, 17.04.2024

Wie an den vorangegangenen Tagen begann der Tag um 7:00 Uhr mit den Laudes und der Eucharistiefeier, die heute von den englischsprachigen Schwestern gestaltet wurden.

Nach dem Frühstück begann die Arbeit des Tages um 8.45 Uhr in der Aula mit der Zusammenfassung der gestrigen Arbeit durch Pater Agustí Borrell. Pater Rafal Wilkowski gab dann noch eine kurze Ergänzung zu seinem Vortrag vom Vortag und beantwortet einige Fragen zu diesem Thema.

Dann führte Sr. Lidia in den Tag ein. Die Karmelitinnen sind eingeladen, den ganzen Tag über in Gruppen zu arbeiten und sich dabei von der Gesprächsmethode leiten zu lassen, die bei der Synode angewandt wurde.

Um 13 Uhr findet, wie jeden Tag, das gemeinsame Mittagessen statt. Ab 15.30 Uhr ging es mit dem Austausch über die Gruppengespräche vom Vormittag weiter. Nach einigen praktischen Hinweisen von Pater General für den Donnerstagmorgen und einer 15-minütigen Pause folgten wieder Gruppengespräche. Der Nachmittag endete mit der Vesper, die von den englischsprachigen Schwestern liturgisch gestaltet wurde, gefolgt von einer Zeit des stillen Gebets. Dann gab es Abendessen und Zeit für weiteren Austausch.

Donnerstag, 18.04.2024

Der heutige Tag begann früher als sonst, da wir zur Audienz beim Heiligen Vater eingeladen waren, und so brach die ganze Gruppe nach dem Frühstück um 5.30 Uhr zusammen mit den Brüdern und Sr. Lidia zu diesem Treffen auf.

Nachdem sie auf dem Petersplatz gewartet hatten, fand um 8.30 Uhr die Audienz bei Papst Franziskus statt. Er lud uns ein, „neue Sprachen, neue Wege und neue Instrumente zu finden, um das kontemplative Leben, zu dem der Herr uns berufen hat, mit größerer Begeisterung zu fördern, damit das Charisma erhalten bleibt – das Charisma ist das gleiche – und damit es zur Ehre Gottes und zum Wohl der Kirche verstanden werden und viele Herzen anziehen kann.”

Nach dem Päpstlichen Segen und einer Besichtigung des Petersdoms kehrten die Teilnehmerinnen zum Mittagessen an den Tagungsort zurück.

Um 15:30 Uhr begann die Nachmittagssitzung in der Aula. Die Schwestern waren zu einer Zeit des stillen Gebets und der Betrachtung all dessen, was in diesen Tagen erarbeitet worden war, eingeladen, um es dann in Arbeitsgruppen und im Plenum mitzueilen.

Der Tag endete mit der Vesper und der Messe, und dem Abendessen um 19.30 Uhr.

ANSPRACHE VON PAPST FRANZISKUS
AN DIE OBERINNEN UND DELEGIERTEN DER UNBESCHUHTEN KARMELITINNEN

Konsistoriensaal
Donnerstag, 18. April 2024

Guten Tag, willkommen!

Ich werde auf Spanisch sprechen. Es ist mir eine Freude, mit euch zusammenzutreffen, während ihr versammelt seid, um gemeinsam über die Überarbeitung eurer Konstitutionen nachzudenken und daran zu arbeiten, die von 1991 oder die vorherigen, ich weiß es nicht, ihr arbeitet miteinander. Das ist ein wichtiges Treffen, weil es nicht nur einem menschlichen Bedürfnis, den Notwendigkeiten des Gemeinschaftslebens entspricht: Es handelt sich vielmehr um eine »Zeit des Geistes«, die ihr als Anlass für Gebet und Unterscheidung leben sollt. Während ihr innerlich offen bleibt für das, was der Heilige Geist euch vorschlagen will, habt ihr die Aufgabe, neue Ausdrucksweisen, neue Wege und neue Mittel zu finden, um dem kontemplativen Leben, zu dem der Herr euch berufen hat, noch mehr Schwung zu verleihen, damit das Charisma erhalten bleibt – das Charisma bleibt dasselbe – und damit es zur Ehre Gottes und zum Wohl der Kirche verstanden werden und viele Herzen anziehen kann. Wenn ein Karmel gut funktioniert, dann zieht er an. Er zieht an, nicht wahr? Es ist wie beim Licht mit den Mücken, es zieht an, zieht an.

Die Konstitutionen zu überprüfen bedeutet genau dies: die Erinnerung an die Vergangenheit aufzugreifen – man darf sie nicht verleugnen –, um in die Zukunft zu blicken. Denn ihr lehrt mich, dass die kontemplative Berufung nicht dahin führt, die Asche zu bewahren, sondern das Feuer zu schüren, damit es auf immer neue Weise brennt und Kirche und Welt erwärmt. Daher ist die Erinnerung an eure Geschichte und an das, was in den Jahren in den Konstitutionen herangereift ist, ein Reichtum, der offen bleiben muss für die Eingebungen des Heiligen Geistes, für die immerwährende Neuheit des Evangeliums, für die Zeichen, die der Herr uns durch das Leben und die menschlichen Herausforderungen gibt. So wird ein Charisma bewahrt. Es ändert sich nicht, es hört auf das, was der Herr in der jeweiligen Zeit will, und ist offen dafür.

Das gilt allgemein für alle Institute des geweihten Lebens, aber ihr als Schwestern in der Klausur erlebt dies besonders, weil ihr die Spannung zwischen der Abgeschiedenheit von der Welt und dem Eingetaucht-Sein in sie auf besondere Weise erlebt. Denn ihr flüchtet euch nicht in eine intimistische geistliche Tröstung oder in ein von der Realität abgesondertes Gebet. Im Gegenteil, ihr geht einen Weg, bei dem man sich von der Liebe Christi ergreifen lässt bis hin zur Einswerdung mit ihm, damit diese Liebe die gesamte Existenz durchdringt und in jeder Geste und jeder alltäglichen Aktivität zum Ausdruck kommt. Die Dynamik der Kontemplation ist immer eine Dynamik der Liebe, sie ist immer eine Leiter, die uns zu Gott erhebt, nicht um uns von der Erde zu entfernen, sondern um sie in der Tiefe zu bewohnen, als Zeugen der empfangenen Liebe.

Die heilige Mutter Teresa von Jesus lehrt euch dies mit ihrer Weisheit und ihrem glühenden Glauben. Sie ist überzeugt, dass die mystische und innerliche Vereinigung, mit der Gott die Seele an sich bindet und sie gleichsam mit seiner Liebe »versiegelt«, das ganze Leben durchströmt und verwandelt, ohne von den täglichen Beschäftigungen zu entfernen oder eine Flucht in die Dinge des Geistes nahezulegen. Teresa sagt, dass eine Zeit der Stille und des Gebets notwendig ist, aber man muss dies verstehen als Quelle des Apostolats und all der täglichen Aufgaben, die der Herr von uns fordert, um der Kirche zu dienen. Sie schreibt: »Marta und Maria müssen zusammengehen, um den Herrn zu bewirten und immer bei sich zu haben, und ihn nicht mit einer schlechten Bewirtung abzufertigen, indem sie ihm nichts zu essen geben. Wie hätte Maria es ihm gegeben, wo sie doch die ganze Zeit zu seinen Füßen saß, wenn ihre Schwester ihr nicht beigesprungen wäre? Seine Speise ist es, dass wir ihm auf jede nur mögliche Weise Seelen zuführen, damit diese gerettet werden und ihn auf immer preisen« (Teresa von Avila, 7. Wohnungen 4,12). So weit das Zitat, das ihr besser kennt als ich.

So besteht nicht die Gefahr, dass das innere Leben sich auf eine geistliche Trägheit beschränkt, die von den Aufgaben des täglichen Lebens ablenkt. Ein Priester, der diese Art der Mystik nicht kannte, nannte sie »die schläfrigen Nonnen«, die leben, indem sie schlafen. Aber das kontemplative Leben verleiht immer noch das innere Licht für die Gabe der Unterscheidung. Und welches Licht braucht ihr, um die Konstitutionen zu überarbeiten, wobei ihr viele konkrete Probleme der Klöster und des Gemeinschaftslebens in Angriff nehmen müsst? Es ist dieses Licht: die in das Evangelium gesetzte Hoffnung. Aber immer verwurzelt in den Gründervätern, den Gründermüttern und im heiligen Johannes.

Die Hoffnung des Evangeliums ist etwas anderes als die auf menschliches Kalkül gegründeten Illusionen. Es bedeutet, sich Gott zu überlassen und zu lernen, die Zeichen zu deuten, die er uns gibt, um die Zukunft zu erkennen, zuweilen mutige und riskante Entscheidungen treffen zu können, auch wenn in jenem Augenblick das Ziel, zu dem er uns führen wird, noch unbekannt ist. Es bedeutet, nicht nur auf menschliche Strategien, auf Verteidigungsstrategien zu setzen, wenn es darum geht, darüber nachzudenken, ob ein Kloster gehalten oder aufgegeben werden soll, über die Formen des Gemeinschaftslebens, über die Berufung. Verteidigungsstrategien sind Frucht einer nostalgischen Rückkehr in die Vergangenheit. Das funktioniert nicht, Nostalgie funktioniert nicht, die Hoffnung des Evangeliums geht in eine andere Richtung: sie schenkt uns die Freude über die bis heute gelebte Geschichte, aber sie macht uns auch fähig, nach vorne zu schauen, mit jenen Wurzeln, die wir empfangen haben. Das nennt man, das Charisma zu bewahren: der Wille voranzugehen, und das funktioniert sicher.

Blickt nach vorne. Das möchte ich euch wünschen. Blickt nach vorne mit der Hoffnung des Evangeliums und »unbeschuhten Füßen«, das heißt mit der Freiheit der Hingabe an Gott. Blickt in die Zukunft mit den Wurzeln in der Vergangenheit. Und möge euch diese vollkommene Versenkung in die Gegenwart des Herrn auch stets die Freude der Geschwisterlichkeit und der gegenseitigen Liebe schenken. Die Muttergottes möge euch begleiten. Von Herzen segne ich euch alle, ich segne eure Arbeit in diesen Tagen, ich segne eure Gemeinschaften, ich segne die Schwestern des Klosters. Und ich bitte euch, weiterhin für mich zu beten. Für mich, nicht gegen mich! Danke.

 

Freitag, 19.04.2024

Im Mittelpunkt des Vormittags stand die internationale Kommission für die Revision der Konstitutionen. Die Gruppen sprachen über die Kriterien für die Bildung dieser Kommission, ihre Aufgaben und Arbeitsabläufe sowie die Anforderungen an die Mitglieder und mögliche Namen.

Das Plenum verabschiedete eine Schlussbotschaft an die Schwestern und den gesamten Orden.

Schließlich wurden alle Teilnehmer gebeten, eine persönliche Bewertung des Treffens in seinen verschiedenen Aspekten abzugeben.

Abschließend erläuterte P. Miguel, der als Generaloberer die Versammlung einberufen hatte, was sofort zu tun ist, insbesondere die schnellstmögliche Bildung der internationalen Arbeitskommission. Er drückte seine Freude über diese Tage aus und beendete die Versammlung mit einem Dank an die Teilnehmerinnen und alle, die sie ermöglicht haben.

 

Samstag, 20.04.2024

Wir treffen uns um 6.45 Uhr zur Abschluss-Eucharistie, um dem Herrn zu danken, und treten dann die Rückreise in unsere Heimatorte an. In unseren Herzen tragen wir die Freude, eine intensive und angenehme Gemeinschaftserfahrung in Teresas Familie gemacht zu haben.

Der Prozess der Überarbeitung der Konstitutionen geht weiter, jetzt mit neuem Elan. Wir haben einige Schritte und eine Arbeitsmethodik festgelegt, und vor allem wollen wir den Stil des Dialogs, den wir gelebt haben, weitergeben: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass unser Leben erleuchtet und verwandelt wird, wenn wir uns dem aufrichtigen Hören auf den Geist und auf unsere Brüder und Schwestern öffnen. Möge der „Geist von Nemi“ uns weiterhin leiten, das teresianische Charisma in immer neuer Weise zu leben.

Die Mitglieder der Generalräte von OCD und OCARM trafen sich vom 2. bis 6. April 2024 im Karmelitenkloster Santa Croce in Bocca di Magra, Ligurien (Italien).

Wie es seit 1991 Tradition ist, treffen sich die beiden Räte zweimal im Jahr, im Juni und im Dezember, um sich gegenseitig über die Entwicklungen in den beiden Zweigen des Karmel zu informieren und Fragen von gemeinsamem Interesse zu erörtern. Alle drei Jahre treffen sie sich für einen längeren Zeitraum, um über ein vereinbartes Thema nachzudenken. Dieses Mal haben wir nach einem Vortrag von Pater Emilio J. Martinez OCD, Professor am Teresianum in Rom, über die Lehren aus dem Leben und den Schriften der heiligen Therese vom Kinde Jesus nachgedacht. Pater Emilio sprach im Zusammenhang mit der heiligen Therese über zwei Themen: Hingabe und Mission.

Gleichzeitig tauschten wir uns über ein breites Spektrum von Themen aus, die von gegenseitigem Interesse sind, angefangen von der Weitergabe von Informationen bis hin zu Bereichen möglicher Kooperation und Zusammenarbeit: Die Ausbildung im Orden; die Ausbildung von Ausbildern in der Tradition des Ordens; die Zusammenarbeit bei der Erneuerung der Mariologie und der Marienverehrung in den beiden karmelitischen Traditionen; die Aktualisierung der Konstitutionen der Schwestern beider Traditionen, usw.

Zum Lesen der Schlussbotschaft: https://www.carmelitaniscalzi.com/en/2024/04/23/st-therese-of-the-child-jesus-and-the-holy-face-invitation-to-growth-through-abandonment-love-and-mission/

 

Vom 23. bis 25. Februar 2024 trafen sich die Mitglieder des OCDS in Peru im Geistlichen Zentrum der Missionsdominikanerinnen vom Rosenkranz in Lima zu ihren jährlichen Exerzitien, die der OCDS-Rat des Kommissariats von San Martin de Porres organisiert hatte.

Zu den Exerzitien kamen 80 Mitglieder aus den sechs Gemeinden des Landes zusammen: Abancay, Arequipa, Cuzco, Ica, Lima und Trujillo. Es war eine Einladung zu Gebet und Meditation, die in jeder unserer Gemeinden in konkrete Verpflichtungen umgesetzt werden sollte.

 

In der Stadt Tamale gibt es eine Gemeinde des OCDS, die sich im Kloster der Karmelitinnen trifft. Einige ihrer Mitglieder werden demnächst die zeitlichen Gelübde ablegen,alle sehr engagiert in der Ausbildung und im Gebets- und der Gemeinschaftsleben.. Die Einladung in den OCDS erreichte auch andere Gruppen in den Nachbargemeinden von Tamale, die bereits um Unterstützung für ihren Weg in den OCDS gebeten haben.

In Accra, der Hauptstadt Ghanas, wurde im vergangenen Monat offiziell eine neue Gemeinde des OCDS gegründet, deren Mitglieder schon seit langem den Wunsch haben, Mitglieder des OCDS zu werden. Diese neue Gemeinde, die den Titel Unsere Liebe Frau, Schönheit des Karmel gewählt hat, wird vom Delegierten des OCDS für Nigeria und Ghana und dem OCDS in Tamale unterstützt.

Möge der Herr Ghana weiterhin mit weiteren Berufungen zum OCDS segnen und ihnen helfen, Zeugen der Barmherzigkeit und Liebe Gottes zu sein.

 

Im vergangenen Februar versammelten sich Vertreter der Gemeindedn des OCDS in Nigeria in Benin City, um wichtige Aspekte ihres Lebens als Mitglieder des OCDS zu diskutieren. Der Generaldelegierte des OCDS und der Delegierte des OCDS für Nigeria und Ghana waren ebenfalls anwesend.

Derzeit gibt es in den Städten Abuja, Benin, Ekpoma, Enugu, Ibadan, Nsukka, Onitsha und Owerri Gemeinden des OCDS, die sich durch ihr Engagement für das Gebet und das Gemeinschaftsleben auszeichnen.

Während der Versammlung betonten die Teilnehmer, wie wichtig es ist, ihre eigenen Statuten zu verfassen, um für ihr Leben nach den Konstitutionen des OCDS einen Leitfaden zu haben. Zu diesem Zweck soll demnächst eine Kommission gebildet werden. Es wurde auch die Notwendigkeit festgestellt, das Ausbildungsprogramm zu überprüfen.

Der Herr hat Nigeria mit vielen Berufungen in den OCDS gesegnet, und immer mehr Menschen finden in dieser Berufung eine Mittel, um in ihrer Beziehung zu Gott und zu anderen weiter zu wachsen.

 

 

Pater Aloysius Deeney OCD (George Joseph Deeney), verstarb am 14. März 2024 im Alter von 75 Jahren in Indonesien an den Folgen einer Krebserkrankung.

Er wurde 1948 in Pennsylvania geboren, am 18. Mai 1974 zum Diözesanpriester für die Erzdiözese Philadelphia, Pennsylvania, geweiht, begann seine Ordensausbildung bei den Karmeliten der Provinz Washington und legte am 1. Mai 1984 in der Provinz Oklahoma seine erste Profess ab. Pater Aloysius wurde 1990 zum Provinzial von Oklahoma gewählt und diente seiner Provinz in zwei dreijährigen Amtszeiten als Provinzial; er wurde auch für eine dritte Amtszeit bestätigt, ging aber nach anderthalb Jahren nach Rom. Als Provinzial förderte er hispanische Berufungen und führte in der Provinz die zweisprachige Liturgie ein.

Im Jahr 1998 wurde er zum Generaldelegierten des OCDS ernannt und war insbesondere an der Ausarbeitung der neuen Konstitutionen des OCDS beteiligt. Er ist Autor eines Buches mit dem Titel „Willkommen im OCDS“ (erschienen in den ICS Publications in Wahington). Am Ende seiner Amtszeit ging er nach Indonesien, wo er bei der Einwurzelung des OCDS in Ozeanien eine wichtige Rolle spielte.

 

Aufgrund des Terrorismus gibt es in der Stadt Dédougou viele Vertriebene, darunter viele Frauen und Kinder, und auch einige Familienangehörige von Brüdern der Delegation. Die Karmeliten haben ein offenes Ohr für die Bedürfnisse dieser Brüder und Schwestern und kamen ihnen am Sonntag, den 25. Februar, in Anwesenheit des Provinzdelegierten, Pater Florent Traoré, zu Hilfe. Etwa zwanzig Familien, d. h. etwa 160 Personen, profitierten von dieser ersten Verteilung von Nahrungsmitteln.

Laut dem Prior der Gemeinschaft, Pater Alphonse Yonli, plant die Gemeinschaft mit Hilfe unserer Provinz-NGO Solmun, dieses Jahr etwa hundert Vertriebenen in Dédougou zu helfen. Allen Wohltätern unserer NGO Solmun möchten wir die Dankbarkeit der Vertriebenen von Dédougou aussprechen.

 

In diesem Jahr begeht die Diözese Segovia den 450. Jahrestag der Gründung des Klosters San José, das am 19. März 1574 von der heiligen Teresa von Jesus gegründet wurde. Es war ihre neunte Gründung.

Zu diesem Anlass haben die Karmelitinnen von Segovia, die Iberische Provinz, die Stadt und die Diözese am 15., 18. und 19. März eine Reihe religiöser und kultureller Veranstaltungen organisiert: ein Konzert über Teresa mit der Sopranistin Montserrat Martí Caballé und dem Bariton Luis Santana, begleitet von dem Pianisten Víctor Carbajo; ein Vortrag von Pater Salvador Ros mit dem Titel „Geschichte der Gründung der hl. Teresa von Jesus in Segovia“. Am 19. März, dem Hochfest des heiligen Josef, stand der Bischof von Segovia, César Augusto Franco Martínez, der 450-Jahr-Feier vor, in Anwesenheit von Pater Francisco Sánchez Oreja, dem Provinzial der Iberischen Provinz, und mehrerer Mitbrüder.

 

Zentralafrika: Pater Aurelio Gazzera OCD zum Bischofskoadjutor von Bangassou ernannt

Am Freitag, 23. Februar, wurde Pater Aurelio Gazzera zum Bischof-Koadjutor von Bangassou in der Zentralafrikanischen Republik ernannt.

Er wurde am 27. Mai 1964 in Cuneo (Italien) geboren und trat 1974 in das Kleine Seminar der Karmeliten von Arenzano ein. Im Jahr 1979 legte er in der Provinz Genua die Erste Profess ab und absolvierte anschließend ein Jahr der Ausbildung in der Delegation in der Zentralafrikanischen Republik. Am 11. Oktober 1986 legte er die Feierliche Profess ab und wurde am 27. Mai 1989 zum Priester geweiht.

Nachdem er Ausbilder im Kleinen Seminar der Karmeliten von Arenzano war, begann seine Mission in der Zentralafrikanischen Republik. Er bekleidete folgende Ämter: Assistent am Kleinen Seminar von Yole (1992-1994), Leiter des ersten Zyklus am selben Kleinen Seminar (1994-2003), Pfarrer von Saint-Michel in Bozoum (2003-2020), Oberer der Delegation Zentralafrikanische Republik (2014-2020). Seit 2003 ist er Leiter der Caritas in Bouar und seit 2020 verantwortlich für die Christen in den umliegenden Dörfern und Direktor der Berufschule in Baoro.

 

Indien: Pater Johannes Gorantla OCD zum Bischof von Kurnool ernannt

Am Dienstag, 27. Februar, wurde Pater Johannes Gorantla zum Bischof der Diözese Kurnool in Indien ernannt.

Geboren am 27. Februar 1974, legte er am 11. Februar 1994 seine Erste und am 2. April 2000 die Feierliche Profess ab. Am 10. Januar 2002 wurde er zum Priester geweiht. Er studierte Theologie am Teresianum in Rom und erwarb das Lizenziat in Heiliger Schrift am Päpstlichen Bibelinstitut in Rom, anschließend promovierte er in Biblischer Theologie an der Gregoriana in Rom. Zuvor hatte er an der Mahatma Gandhi Universität in Kerala, Indien, Philosophie studiert.

Von 2008 bis 2011 war er Oberer des Kommissariats Andhra Pradesh, von 2011 bis 2014 erster Provinzial der neu errichteten Provinz. Von Juli 2010 bis Juli 2014 war er Präsident der Ordenskonferenz von Andhra Pradesh und Vorstandsmitglied der Nationalen Konferenz von Indien. Er war Vizepräsident für das katholische Bildungswesen in Andhra Pradesh, Mitglied der Bibel- und Evangelisierungskommission von Andhra Pradesh, diente sechs Jahre lang als Konsultor der Diözese Khammam, lehrte 7 Jahre lang Heilige Schrift am „Jyothirbhavan“ Institut für Spiritualität und Theologie in Cochin, übersetzte das “Buch des Lebens” der heiligen Teresa ins Telugu und ist Autor von zwei Büchern: eines über die heilige Teresa von Jesus und das andere über Therese von Lisieux, sowie mehrerer Artikel.

Auf dem Generalkapitel von Avila (Spanien) im Jahre 2015 wurde er zum Generldefnitor gewählt, ab 2021 war er Oberer die Spezialisierungskommunität am Teresianum in Rom.

 

Die Karmeliten von Malawi hielten ihre diesjährige Versammlung nicht, wie gewohnt, im spirituellen Zentrum in Salima, sondern in unserem Konvent in Nyungwe, besser bekannt als St. John of the Cross Spiritual Centre. Einige Mitbrüder mussten ein paar 100 Kilometer mehr fahren, aber trozdem hielt man es für angebracht, die Versammlung dieses Jahr dort abzuhalten.

Hier sind einige der Themen, die während der Versammlungen besprochen wurden:

  1. Das Gemeinschaftsprojekt jeder Gemeinschaft, mit dem Schwerpunkt auf Gebet, brüderlichem Leben und Apostolat.
  2. Schutz von Minderjährigen und gefährdeten Personen
  3. Analyse der Situation der einzelnen Gemeinschaften.
  4. Darstellung der Situation der Delegation durch Pater Bafuta, Delegierter, ergänzt durch die Beiträge anderer Mitbrüder.

 

Am Freitag, den 9. Februar, wurde in Pabré (Ouagadougou) bei einer Temperatur von etwa 35 Grad und unter einem roten Himmel voller Sand vom Harmattan-Wind der Grundstein für das künftige Noviziat der Edith-Stein-Delegation Westafrika gelegt.

Die Delegation besteht nun schon seit mehr als 25 Jahren. In dieser Zeit sind 35 Mitbrüder aus dieser Region hervorgegangen und führen die Arbeit der ersten Missionare fort.

Dank dieser Zahlen erlebt die Delegation eine Zeit großer Expansion: bestehende Kommunitäten werden gestärkt und neue Gemeinschaften gegründet; neue Projekte werden ausgearbeitet, die es der Delegation bald erlauben werden, die notwendige personelle und finanzielle Autonomie für die Durchführung ihrer Initiativen zu erlangen.

Möge Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel uns weiterhin bei dieser Herausforderung begleiten.

 

Am Dienstag, 23. Januar, haben wir das Jubiläumsjahr zum hundertjährigen Bestehen unseres Klosters und unserer Kirche mit einer feierlichen Messe eröffnet.

Die ersten Karmeliten kamen 1629, also vor 395 Jahren, nach München. Mit der Säkularisation von 1802 mussten die Brüder ihr Kloster verlassen. Heute ist nur noch die ehemalige Klosterkirche teilweise erhalten und wird von der Erzdiözese genutzt. Im Jahr 1922 kehrten die Karmeliten nach München zurück. Die Einweihung des Klosters fand am 23. Januar 1924 statt. Die Klosterkirche wurde am 14. Dezember 1924 geweiht.

Um dieses Jubiläum besonders zu würdigen, lud der Prior alle anwesenden höheren Oberen nach München ein. In seiner Predigt ermutigte uns Kapuzinerpater Jan Bernd, in der Gegenwart Gottes zu leben und unser Gebetsleben in der heutigen Welt zu bezeugen.

Während dieses Jubiläumsjahres, das am 14. Dezember 2024 mit einer Messe unter dem Vorsitz des Münchner Kardinals endet, werden zahlreiche Aktivitäten organisiert: Vorträge, Konzerte, Ausstellungen usw.

 

„Im Jahr 1899 kamen die Karmeliten des Teresianischen Karmel nach Argentinien. Pater Fernando de la Inmaculada, Provinzial der Provinz zum hl. Elias von Kastilien, schickte drei seiner Mitbrüder in dieses Land: die Patres Agapito del Sagrado Corazón de Jesús, Eulogio de Santa Teresa und Justo de la Virgen del Carmen. Sie gingen am 10. Februar in Buenos Aires von Bord.

Vom Hafen aus gingen wir zum Kloster unserer Schwestern im Karmel zum hl. Josef, die uns mit Glockengeläut und dem Öffnen der Kirchentüren willkommen hießen. Im Chor sang Pater Agapito mit großer Feierlichkeit und Orgelklang und begleitet von den Schwestern das Te Deum.

Für all dies danken wir dem Herrn und preisen ihn für seine unendliche Barmherzigkeit. Möge die Königin des Karmel ihre Kinder weiterhin beschützen, damit sich ihr Versprechen erfüllt, dass ihr Orden bis zum Ende der Welt bestehen wird. An unsere hl. Mutter Teresa, die als Wandererin Gottes nie ruhte, um ein neues Kloster zu errichten, ging unser Dank. Mögen ihre Söhne weiterhin Klöster in der ganzen Republik Argentinien errichten, damit die Kinder der Jungfrau in den vielen Provinzen und Gebieten eine Heimat finden. Mögen aus der Jugend große Missionare hervorgehen, die den Glauben bis in die entlegensten Winkel des Feuerlands tragen werden“.

 

Historische Anmerkungen zur Ankunft unserer ersten Patres in der Republik Agentinien.

 

 

Vom 29. Januar bis 2. Februar 2024 fand im CITeS das jährliche Treffen der Ausbilder des Ordens in Europa statt. Etwa dreißig Ausbilder aus allen Zirkumskriptionen nahmen daran teil. Pater Roberto Maria Pirastu, Generaldefinitor, war ebenfalls anwesend.

Das diesjährige Thema, das von P. Carlos Martinez Oliveras, einem Claretiner, ausgearbeitet wurde, lautete: „Die wichtigsten aktuellen Hinweise des kirchlichen Lehramtes zur Frage der Ausbildung zum gottgeweihten Leben und zum priesterlichen Dienst. Hinweise zum Verständnis der wichtigsten Probleme im gegenwärtigen Kontext“. Eine der Sitzungen war dem Dialog über die Überarbeitung unserer Ratio und dem von einem der Ausbilder vorbereiteten Selbstbewertungsformular gewidmet.

Die Teilnehmer hatten auch die Möglichkeit, einige Stätten unserer Heilgen zu besichtigen: das Geburtshaus und das Museum der heiligen Teresa, das Kloster St. Joseph und das Kloster und das Grab des heiligen Johannes vom Kreuz in Segovia.