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31 Mai 2021

Therese von Lisieux bei der UNESCO

Am 16. April hat der Exekutivrat der UNESCO anlässlich des 150jährigen Geburtstags die Kandidatur Thereses von Lisieux für die Biennale 2022/2023 approbiert, was mit der Hundertjahrfeier ihrer Seligsprechung (29.4.1923) zusammenfällt. Präsentiert wurde diese Kandidatur vom französischen Staat und der Basilika von Lisieux. Mit der Biennale möchte die UNESCO „das Andenken an Menschen ehren, die sich im Bereich des Friedens, der Erziehung, der Wissenschaft, der Gesellschaftswissenschaften und der Kommunikation engagiert haben.“ Therese befindet sich im Kreis von 60 Persönlichkeiten, die von 47 Staaten präsentiert wurden. Unter ihren Konkurrenten befinden sich drei weitere Katholiken: Nikolaus Kopernikus aus Polen, Nerses aus Armenien und Mendel aus der Tschechischen Republik.

Mitte April hatte Therese schon die erste Etappe gewonnen! Sie ist die einzige Frau unter vier ausgewählten Persönlichkeiten, so dass sie Frankreich bei diesem Wettbewerb vertreten wird, bei dem auch Belgien und Italien Therese unterstützen. Die UNESCO hat erklärt, dass „die Feier dieses Jahresgedenkens dazu beitragen sollen, den Frauen, die durch ihren Einsatz die Werte des Friedens gefördert haben, mehr Wahrnehmung und Gerechtigkeit zukommen zu lassen,“

Da Therese in der katholischen Welt sehr bekannt ist (Lisieux ist der nach Lourdes besuchteste Wallfahrtsort in Frankreich), könnte diese Feier dazu beitragen, die Rolle der Frau in den Religionen bei ihrem Kampf gegen Armut und für die Förderung der Inklusion hervorzuheben.

Eine französische Heilige mit weltweitem Einfluss und Kirchenlehrerin: Die UNESCO könnte die hl. Therese als Weltkulturerbe ehren, was eine überraschende und außergewöhnliche Botschaft des Himmels in diesen Zeiten der Pandemie sein könnte. Allerdings werden wir erst im November 2021 erfahren, ob Therese tatsächlich von der UNESCO geehrt werde wird.