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1 September 2018

Überschwemmungen in Kerala (Indien)

Die ununterbrochenen Regenfälle in den letzten Wochen, die den indischen Bundesstaat Kerala heimgesucht haben, und die schon als die schlimmsten in den letzten 100 Jahren bezeichnet wurden, haben enorme Schäden verursacht. Als Folge davon gab es in den Gebirgsregionen Erdrutsche, die wiederum gefährliche Überschwemmungen verursacht und die Stauseen fast zum Überlaufen gebracht haben, so dass die Behörden gezwungen waren, die Stautore zu öffnen, um schlimmeres Unheil zu verhindern. Hunderttausende sind davon betroffen, da ihre Häuser in den Fluten versanken, während das Wasser weiterhin ununterbrochen vom Himmel fällt. Die Folge war, dass viele evakuiert werden mussten, und die Anzahl der Todesopfer schon in die Hunderte geht. Tausende haben ihr Hab und Gut verloren, wobei es im Moment noch schwierig ist, sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen, die auf jeden Fall immens sein werden.

Wie geht es dabei unseren Schwestern und Brüdern in Kerala? Bis jetzt haben wir die folgenden Nachrichten erhalten:

Viele unserer Häuser in Kerala liegen an Flüssen, besonders am Periyar, einer der in diesen Tagen über die Ufer getreten ist, so dass sie in großer Gefahr sind. So wurde das Noviziat „Mount Carmel“ der Provinz Malabar in Kaladay überflutet, so dass sich die Brüder mit einigen Familien in den zweiten Stock haben flüchten müssen. Dort haben sie tagelang ohne Strom und mit nur wenig Lebensmitteln ausgehalten, doch sind sie Gott sei Dank in Sicherheit, und die Wasserspiegel beginnen zu fallen, auch wenn die Gegend verwüstet ist.

Das Philosophiekolleg und das Zentrum für Spiritualität der Provinz Manjummel in Atmadarsham wurden buchstäblich von den Fluten begraben, die Studenten wurden evakuiert, doch die Schäden an beiden Gebäuden sind enorm.

Dasselbe geschah in Jyothirbhavan, Kalamassery (Manjummel). Gott sei Dank gibt es keine Todesopfer zu beklagen, obwohl das Gelände auch verwüstet ist.

Der Noviziatskonvent St. Josef in Annbamanda der Provinz Manjummel ist total in den Fluten versunken, doch die Novizen und die Kommunität konnten rechtzeitig evakuiert werden. Auch der Konvent in Verapoly (Manjummel) ist überflutet.

Auch unsere Schwestern des Klosters Malayattoot wurden von den Fluten heimgesucht.

Bis jetzt haben wir noch keine Nachrichten von Todesopfern unter unseren Brüdern. Einige unserer Konvente wurden zu Zufluchtsorten für die am meisten betroffenen Familien. Gott sei Dank gehen die Wasser zurück, was auch wieder eine bessere Verbindung erlaubt, so dass wir hoffen, in Kürze mehr Nachrichten zu erhalten. Obwohl wir wissen, dass die Gegenden um Thiruvalla, Ranni oder auch Alapuzha, wo es Kommunitäten von uns gibt, sehr von den Wassern heimgesucht wurden, können wir noch keine genaueren Nachrichten geben, da die Verbindungen, auch die telefonischen, noch nicht gut funktionieren.

Wenn die Wassermassen einmal ganz zurückgegangen sind, wird man den Schaden ermessen und schätzen können, wie groß die Verluste des Ordens in der Region sind, die ganz sicher gewaltig sein werden. Zu gegebener Zeit werden wir dann wieder informieren, um unseren Schwestern und Brüdern und anderen Geschädigten Hilfe zukommen zu lassen.