{"id":25222,"date":"2019-06-04T13:47:40","date_gmt":"2019-06-04T11:47:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.carmelitaniscalzi.com\/?p=25222\/"},"modified":"2019-06-04T13:47:40","modified_gmt":"2019-06-04T11:47:40","slug":"grosse-elefanten-kleine-pygmaeen-kostbare-diamanten-und-verliebte-missionare-bericht-aus-dem-karmel-bangui","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.carmelitaniscalzi.com\/de\/2019\/06\/04\/grosse-elefanten-kleine-pygmaeen-kostbare-diamanten-und-verliebte-missionare-bericht-aus-dem-karmel-bangui\/","title":{"rendered":"Gro\u00dfe Elefanten, kleine Pygm\u00e4en, kostbare Diamanten und verliebte Missionare. Bericht aus dem Karmel in Bangui"},"content":{"rendered":"<p>Zum Zeitpunkt der Sch\u00f6pfung \u2013 sagen wir etwa zwischen dem 5. und 6. Tag \u2013 machte Gott zwischen dem 2. n\u00f6rdlichen Breitengrad und dem 16. \u00f6stlichen L\u00e4ngengrad einen Spaziergang. Ich wei\u00df genau, dass es zu dieser Zeit noch keine so\u00a0genauen Bezugspunkte\u00a0auf der Welt gab. Und der gute Gott hatte sie f\u00fcr seine Spazierg\u00e4nge auf der Erde, die er geschaffen hatte, gewiss nicht n\u00f6tig; aber ihr sollt verstehen, wo er in diesem Moment war. Und\u00a0<a href=\"http:\/\/airmail.calendar\/2019-05-27%2012:00:00%20CEST\">hier<\/a>\u00a0machte Gott eine Pause und schlief ein. Entweder hatte ihn die Arbeit der vorhergehenden Tage erm\u00fcdet oder er brauchte sich noch nicht um sieben Milliarden Menschen zu k\u00fcmmern. Er war sich aber nicht bewusst, dass sich am Grund seiner Fantasie ein Loch befand, aus dem Fl\u00fcsse und Wasserf\u00e4lle, sehr hohe B\u00e4ume, Edelsteine und Tiere verschiedenster Art und Farbe herauskamen. Als er wieder aufwachte, war es zu sp\u00e4t, um alles wieder in den Sack zur\u00fcckzulegen. Die Affen turnten zwischen den Lianen herum und spielten sogar mit dem Sack, aus dem sie gerade herausgekommen waren. Gott l\u00e4chelte am\u00fcsiert und dachte, dass die Affen ihm wirklich gut geraten waren. Er nannte das, was er gerade geschaffen hatte, \u201eWald\u201c und meinte, dass jemand diese gro\u00dfe Sch\u00f6nheit bewachen m\u00fcsse. Er schuf also die Pygm\u00e4en, eins der freundlichsten und friedlichsten V\u00f6lker auf der Erde. Gott vertraute ihnen die Schl\u00fcssel des Waldes an, verlie\u00df diesen Ort\u00a0mit etwas Wehmut und begann, sich um die Probleme der Menschen zu k\u00fcmmern, die kurz darauf die ersten St\u00e4dte bauen w\u00fcrden. So ein Wunder, das nur 500 km von meinem Wohnort enfernt liegt, verdiente einen pers\u00f6nlichen Besuch. Wir haben also gedacht, dass ein Ausflug an den Ort, wo Gott sich vor vielen Jahrhunderten ausgeruht hatte, auch f\u00fcr uns der geeignete Platz sein k\u00f6nnte, um uns abzulenken und uns ein bisschen von den akademischen Anstrengungen des ersten Semesters zu erholen.<\/p>\n<p>Die erste Station der langen Reise war Bambio, im Gebiet des Lobaye, wo sich unser Referenzhotel im Bezirk befindet. Gleich nach unserer Ankunft haben uns die Familie von Bruder R\u00e9gis und das ganze Haus den besten Kaffee aus der heimischen Produktion angeboten. Die Sonne war noch nicht untergegangen und wir haben daher ein sch\u00f6nes Bad im Fluss genommen. Bevor wir am n\u00e4chsten\u00a0<a href=\"http:\/\/airmail.calendar\/2019-05-29%2012:00:00%20CEST\">Morgen<\/a>\u00a0die Reise fortsetzten, feierten wir die Messe in der Dorfkirche. Aber es ist in Bambio unm\u00f6glich, eine Messe zu feiern, die nicht feierlich ist, und die Menschen laufen in gro\u00dfer Zahl herbei.\u00a0<a href=\"http:\/\/airmail.calendar\/2019-05-27%2012:00:00%20CEST\">Hier<\/a>\u00a0sind Priester selten, geschweige denn, dass einer kommt und von einem ganzen Konvent begleitet wird. Zum Fr\u00fchst\u00fcck sieht Bambio ein\u00a0\u00a0\u201econtinental breakfast\u201c mit Maniok und Wild vor, das am Tag zuvor gejagt wurde.<\/p>\n<p>Am Nachmittag kamen wir in Belembok\u00e9 an, einer Mission nur f\u00fcr Pygm\u00e4en am Rande des Urwalds. Die einzigen\u00a0im Dorf, die\u00a0keine\u00a0Pygm\u00e4en sind, sind zwei afrikanische Priester, Pater Anselm und Pater S\u00e8rge, drei Schwestern aus Lateinamerika, Schwester Melania, Schwester Alba Maria und Schwester Margarita, und der Grundschullehrer. Die Pygm\u00e4en \u2013 so erkl\u00e4rten mir meine Mitbr\u00fcder \u2013 sind die wahren Bewohner der Zentralafrikanischen Republik.\u00a0<a href=\"http:\/\/airmail.calendar\/2019-05-27%2012:00:00%20CEST\">Hier<\/a>\u00a0hat sie der gute Gott wirklich hingestellt, w\u00e4hrend die anderen Bewohner des Landes zu der ethnischen Gruppe der Bantu geh\u00f6ren, die als Folge von Migration nach Zentralafrika kamen. Die Pfarrgemeinde und das Dorf Belembok\u00e9 entstanden zusammen im Jahr 1973 auf die Initiative von Pater Lambert, einem mutigen franz\u00f6sischen Priester. Dieser Missionar bemerkte, dass die Pygm\u00e4en sehr oft in Abh\u00e4ngigkeit von Herren anderer Ethnien lebten, fast wie Sklaven.<\/p>\n<p>Der Priester gr\u00fcndete eine Pfarrgemeinde nur f\u00fcr sie und erlaubte auch die Gr\u00fcndung eines Dorfes nur f\u00fcr Pygm\u00e4en, die um die Kirche ihre typischen kleinen H\u00fctten aus Zweigen und Bl\u00e4ttern, die zu der Form eines Iglu verflochten waren, errichteten. Und mit allem Respekt f\u00fcr diejenigen, die ein bisschen voreilig glauben, dass die Evangelisation ein Grund f\u00fcr die Ausl\u00f6schung der indigenen Kulturen sei, gab dieser Priester den Pygm\u00e4en mit dem Evangelium auch Freiheit und W\u00fcrde, indem er die Kultur und die Traditionen bewahrte. Unter den interessantesten Elementen der Kultur der Pygm\u00e4en fand er in\u00a0einem Umfeld, wo die Polygamie weit verbreitet war, die Praxis einer strengen Monogamie, die sich gut \u2013 es ist angebracht, es zu sagen &#8211; mit der christlichen Auffassung von der Ehe vertrug. Offensichtlich gefiel die Initiative von Pater Lambert denen nicht, die die unbezahlte Arbeitskraft verloren hatten. Der Priester wurde bedroht. Aber zu seiner Verteidigung intervenierte Bokassa, der ber\u00fchmte Herrscher des damaligen zentralafrikanischen Reiches. Er erkl\u00e4rte, dass jeder, der diesem Priester etwas B\u00f6ses zuf\u00fcgen w\u00fcrde, es dem Kaiser selbst zugef\u00fcgt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Seitdem leben diese kleinen Herren des Urwaldes weiterhin gl\u00fccklich und in Frieden. Sie wissen nichts \u00fcber das x-te und mehrdeutige Friedensabkommen f\u00fcr die Zentralafrikanische Republik, das gerade in Khartum unterzeichnet wurde. Nachdem wir die Nacht zwischen den H\u00fctten der Pygm\u00e4en verbracht haben, brachen wir nach Bayanga auf, wo wir den\u00a0\u00a0<em>National Dzanga-Sangha National Park\u00a0<\/em>besuchten. Der Park ist eingebettet in den Urwald des Kongo-Beckens im \u00e4u\u00dfersten S\u00fcdwesten der Zentralafrikanischen Republik zwischen Kamerun und Kongo &#8211; Brazzaville.<\/p>\n<p>Ziel der Exkursion war es, eine Elefantenherde zu treffen und aus der N\u00e4he zu beobachten. Wir durchquerten zu Fu\u00df ein St\u00fcck des dichten Urwaldes. Der Anf\u00fchrer, der von einem Pygm\u00e4en unterst\u00fctzt wurde und\u00a0sich an die Spitze der Gruppe stellte, gab uns einige Anweisungen f\u00fcr das Verhalten bei der Begegnung mit einem Elefanten Gorilla. F\u00fcr die Nilpferde gab er keine Anweisungen: Er informierte uns, dass es besser sei, sie \u00fcberhaupt nicht zu treffen. Schlie\u00dflich bat er uns zu schweigen, um keine Tiere anzulocken. Meine Mitbr\u00fcder versanken in einem Schweigen, das strenger war als das, das sie abends im Kloster nach der Komplet halten m\u00fcssen. W\u00e4hrend\u00a0wir barfu\u00df einen kleinen Fluss durchquerten, bemerkten wir nach einigen Metern Fu\u00dfabdr\u00fccke von beachtlicher Gr\u00f6\u00dfe. Der Anf\u00fchrer scherzte nicht:\u00a0<a href=\"http:\/\/airmail.calendar\/2019-05-27%2012:00:00%20CEST\">Hier<\/a>\u00a0sind vor kurzem Elefanten gegangen. Nach fast einer Stunde Fu\u00dfmarsch kletterten wir auf einen Aussichtspunkt, der geschaffen wurde, um diese riesigen Gesch\u00f6pfe Gottes zu betrachten, die gegen Mittag zu einem Wasserlauf kommen, um zu trinken. Das Schauspiel war beeindruckend und \u00fcbertraf alle Erwartungen: Es waren 100 Elefanten. Aber, so informierte uns der Anf\u00fchrer, im Urwald seien 4.000 gez\u00e4hlt worden. Ein unglaublicher Reichtum, der diesen Winkel unber\u00fchrter Natur zu etwas Einzigartigem auf der Welt macht und unsere Blicke f\u00fcr einige Stunden auf sich zog.<\/p>\n<p>Am Nachmittag fuhren wir weiter Richtung Norden. Wir durchquerten noch den tropischen Wald, f\u00fcr den die Beschreibung \u201e\u00fcppig\u201c nicht ausreicht. Die Stra\u00dfe ist ein kleiner Weg von roter Erde, der \u00e4ngstlich die Str\u00e4ucher\u00a0mit den gro\u00dfen Bl\u00e4ttern und die majest\u00e4tischen B\u00e4ume um Erlaubnis bittet. Sie sind hoch und eitel und gleichen Gendarmen mit Federb\u00fcschen, fast ungehalten \u00fcber unsere Anwesenheit. Wir kamen schlie\u00dflich in Nola an, wo wir die Nacht verbrachten. Nola ist eine malerische Stadt\u00a0am Knotenpunkt der Fl\u00fcsse Kade\u00ef und Mamber\u00e9, die vereint den gro\u00dfen Fluss Sangha bilden, der unumstritten das Reich zahlloser Flusspferde ist. Am Zusammenfluss der beiden Fl\u00fcsse befindet sich eine kleine Insel, die von gro\u00dfen B\u00e4umen bewachsen und von Affen bev\u00f6lkert ist.\u00a0<a href=\"http:\/\/airmail.calendar\/2019-05-27%2012:00:00%20CEST\">Hier<\/a>\u00a0stand einst das Gef\u00e4ngnis der Stadt. Um zur alten Missionsstation zu kommen, die 1939 gegr\u00fcndet wurde und am anderen Flussufer liegt, mussten wir mit dem Auto auf einem schwimmendem Lastkahn fahren. Wir kamen fast bei Sonnenuntergang an. Schwester In\u00e8s, eine alte spanische Ordensschwester, begr\u00fc\u00dfte uns. Zum Abendessen hatte sie uns Antilope und Garnelen vorbereitet.<\/p>\n<p>Als wir am Vormittag durch die Stadt fuhren, waren wir von der Menge der\u00a0<em>\u2018bureaux d\u2019achat\u2019,\u00a0<\/em>der\u00a0Ankaufsstellen von Gold und Diamanten, die man auf jeder Stra\u00dfe sieht, \u00fcberrascht. Tats\u00e4chlich befanden wir uns in einer der vielen Gebiete in der Zentralafrikanischen Republik, wo der Boden besonders reich an diesen wertvollen Mineralien ist. Meine Mitbr\u00fcder und ich leiden an der frustrierenden Frage, warum dieses Land, das buchst\u00e4blich auf seinem Gold und seinen Diamanten schl\u00e4ft, dazu verurteilt ist, in \u00e4u\u00dferster Armut zu leben und warum nur andere von seinen Reicht\u00fcmern profitieren. Mittags erreichten wir Berberati, eine der gr\u00f6\u00dften St\u00e4dte der Zentralafrikanischen Republik. Wir waren von den Jugendlichen des\u00a0<em>Centro Kizito\u00a0<\/em>zum Mittagessen eingeladen. Diese Einrichtung wurde f\u00fcr Kinder und Jugendliche geschaffen, die Opfer oder T\u00e4ter von Gewalt sind. Oft sind es Waisen, manchmal kommen sie aus bewaffneten Gruppen oder sie haben einen mehr oder weniger langen\u00a0Aufenthalt im Gef\u00e4ngnis hinter sich. Schwester\u00a0Elvira, eine Missionarin, die genau wei\u00df, was sie will\u00a0und Waisenh\u00e4user nicht\u00a0leiden kann,\u00a0hat diese Gemeinschaft gegr\u00fcndet. Sie versucht, Dutzenden von Kindern ihre W\u00fcrde durch das Erlernen eines Handwerks, durch Landwirtschaft, Musik und Sport wiederzugeben. Vor allem sollen sie die Kunst lernen, zusammen zu leben, ohne sich ein Leid zuzuf\u00fcgen.\u00a0<em>\u201cSara mbi ga zo \u2013 Mach, dass ich ein Mann werde\u201c\u00a0<\/em>ist das anspruchsvolle Motto dieser ehrgeizigen Initiative, die Schwester Elvira bereits seit einigen Jahren mit Hilfe verschiedener Familien und mit nicht wenigen Schwierigkeiten hartn\u00e4ckig voranbringt. Einer meiner Mitbr\u00fcder schlug am Ende des Besuchs Schwester Elvira als Pr\u00e4sidentin der Zentralafrikanischen Republik vor, wenn auch nur f\u00fcr ein Mandat. Ich glaube nicht, dass Schwester Elvira Ambitionen dieser Art hat, aber gerade in diesem Jahr hat der Pr\u00e4sident der Italienischen Republik\u00a0\u00a0ihre Verdienste anerkannt und ihr den Verdienstorden der Italienischen Republik verliehen (\u201e<em>Commendatore dell\u2019Ordine al Merito della Repubblica Italiana<\/em>\u201c).<\/p>\n<p>In der Kathedrale von Berberati trafen wir den jungen Bischof Denis Agbenyadzi, der aus Ghana stammt. Er unterhielt sich mit uns und erz\u00e4hlte ein bisschen von seiner Missionserfahrung, besonders von den acht Jahren, die er als Pfarrer bei den Pygm\u00e4en von Belembok\u00e9 verbracht hat. Dann fuhren wir weiter in den Norden und machten auf halber Strecke eine Pause bei den Touboutu-Wasserf\u00e4llen. Wir erreichten Carnot, ein weiteres Zentrum f\u00fcr die\u00a0Gewinnung\u00a0von Gold-und Diamanten. Pater Andr\u00e9, ein alter Missionar aus Belgien,\u00a0\u00a0begr\u00fc\u00dfte uns. Wir besuchten die Kirche \u201eUnsere Liebe Frau von Mamber\u00e9\u201c, die leider in einem schlechten Zustand ist. Sie scheint fast ein Meteorit von mittelalterlicher Kunst zu sein, der\u00a0<a href=\"http:\/\/airmail.calendar\/2019-05-27%2012:00:00%20CEST\">hier<\/a>\u00a0zuf\u00e4llig hinabgest\u00fcrzt ist.<\/p>\n<p>Auf der Fahrt nach Baoro, wo wir seit 1973 eine Missionsstation haben, die die letzte Station vor unserer Heimfahrt ist, diskutierten wir lebhaft \u00fcber die Natur, die Geschichte, die Sch\u00f6nheit und die Gef\u00fchle eines Europ\u00e4ers und die eines Afrikaners.\u00a0<em>De gustibus non est dispuntandum ( \u00fcber Geschmack\u00a0l\u00e4sst sich nicht streiten),\u00a0<\/em>sagten die Alten. Aber ich stehe nicht auf der Seite der Alten. Ich bin vor allem auf der Seite der Jungen und die Diskussion entbrannte, und wie! Meine Ansichten und meine \u00e4sthetischen Ma\u00dfst\u00e4be waren aber in einer eindeutigen Minderheit. Ich erkl\u00e4rte mich f\u00fcr besiegt und wir wandten uns weniger anspruchsvollen Gespr\u00e4chen zu. In Baoro waren wir G\u00e4ste unserer Mitbr\u00fcder und besuchten die Katechenschule, die gerade wiederer\u00f6ffnet wurde. Sie wurde vor vielen Jahren von Pater Nicol\u00f2, dem Gr\u00fcnder unserer Missionsstation, eingeweiht und kurze Zeit sp\u00e4ter geschlossen. Jetzt lebt sie dank des Engagements von Pater Odilon wieder auf. Er widmet sich leidenschaftlich der Ausbildung von zehn Katecheten, die\u00a0<a href=\"http:\/\/airmail.calendar\/2019-05-27%2012:00:00%20CEST\">hier<\/a>\u00a0mit ihren Familien leben.<\/p>\n<p>Auf den letzten Kilometern vor unserer Ankunft in Bangui dachte ich an die Orte, aber vor allem an die Personen zur\u00fcck, die wir w\u00e4hrend der Reise getroffen hatten: Missionare und Missionarinnen, die in dieses Land verliebt sind, die verborgen wie Diamanten f\u00fcr das Reich Gottes arbeiten, ohne viel L\u00e4rm zu machen. Jedem habe ich die unvermeidliche Frage gestellt: \u201e Wie viele Jahre bist<em>\u00a0du<\/em>\u00a0hier?\u201c Die Frage ist indiskret, fast unversch\u00e4mt, als wollte ich die Kombination eines Safes wissen, der mir nicht geh\u00f6rt. Der Missionar oder die Missionarin l\u00e4chelte, schloss die\u00a0Augen \u2013 als ob er oder sie die Notwendigkeit zum Ausdruck bringen wollte, jedes an diesen Orten verbrachte Jahr noch einmal zu betrachten\u2013 und dann wurde dem\u00fctig und zugleich stolz eine Zahl genannt, als sei es ein Geheimnis, das man nicht preisgeben\u00a0will, wie das Karat des kostbarsten Diamanten: das des eigenen Lebens, das man f\u00fcr das Evangelium und diese Menschen geschenkt hat.<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe aus Bangui!<\/p>\n<p>Pater Federico<\/p>\n<div class=\"wpmf-gallerys wpmf-gallerys-life \" ><div id=\"gallery-1\" class=\"gallery gallery_life wpmf_gallery_default gallery_default  gallery-columns-4 gallery-size-thumbnail gallery-link-file wpmf-has-border-radius-0 wpmf-gutterwidth-5 no_ratio\"><figure class=\"wpmf-gallery-item\" data-index=\"0\"><div class=\"wpmf-gallery-icon\"><div class=\"square_thumbnail\"><div class=\"img_centered\"><a class=\" not_video noLightbox\" data-lightbox=\"1\" data-href=\"https:\/\/www.carmelitaniscalzi.com\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/1.-BELEMBOKE-1024x768.jpg\" title=\"1. 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