Siebzig Jahre Einsiedlerkonvent Roquebrune in Frankreich

Siebzig Jahre Einsiedlerkonvent Roquebrune in Frankreich

Die Mitbrüder der Provinz Avignon-Aquitanien feierten am vergangenen Pfingstmontag (21. Mai 2018) den 70. Jahrestag der Gründung ihres Einsiedlerkonvents in Roquebrune. Das Projekt war auf dem Generalkapitel 1947 diskutiert worden, und der sel. Maria Eugen vom Kinde Jesus wurde beauftragt, diese Gründung durchzuführen: das geschah auch an einem Pfingstmontag, in jenem Jahr 1948 am 17. Mai. An diesem Tag findet jedes Jahr die Wallfahrt zu Unserer Lieben Frau von der Barmherzigkeit statt, die seit dem 17. Jahrhundert in der Kirche des neuen Konvents verehrt wird.

Fast 50 Jahre lang wurde der Konvent Roquebrune (Departement Var in der Provence) von den vier Provinzen Avignon-Aquitanien, Paris, Flandern und Brabant betreut. seit 1996 untersteht er nur noch der Provinz Avignon-Aquitanien. Die Anlage besteht aus sieben Eremitenhäuschen, die um 1925 von Kamaldulensermönchen errichtet wurden, und einem großen Gebäude im Stil der Provence vom Beginn des 19. Jahrhunderts, das ursprünglich eine Bastion war. Sie beherbergt außerdem eine alte Marienkirche, die im 17. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde. Das ganze Gelände mit mehr als 60 ha liegt in der Abgeschiedenheit des Mauresmassivs und bietet einen schönen Ausblick auf das Mittelmeer und die Bucht von Saint-Raphael.

Für Pfingstmontag hatten die Einsiedler ein großes Fest organisiert, das mit der Feier des neu eingeführten Festes Maria, Mutter der Kirche, zusammenfiel, das jetzt immer auf den Tag nach Pfingsten fällt, ein providentielles Ereignis, das sehr symbolträchtig ist und gut zur Spiritualität des Karmel passt. P. Henri de Jésus-Enfant, Provinzial von Avignon-Aquitanien, stand der Feier in diesem Jahr vor, in das auch die Feier seines Silbernen Professjubiläums fällt.